{"id":10074,"date":"2025-10-02T09:33:16","date_gmt":"2025-10-02T07:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=10074"},"modified":"2025-09-08T10:44:28","modified_gmt":"2025-09-08T08:44:28","slug":"fuehrungskraefte-sind-beim-forcieren-des-ki-einsatzes-eher-zoegerlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/fuehrungskraefte-sind-beim-forcieren-des-ki-einsatzes-eher-zoegerlich\/","title":{"rendered":"F\u00fchrungskr\u00e4fte sind beim Forcieren des KI-Einsatzes eher z\u00f6gerlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Viele F\u00fchrungskr\u00e4fte haben eine ambivalente Haltung gegen\u00fcber einem verst\u00e4rkten KI-Einsatz in ihrem Unternehmen. Sie forcieren ihn deshalb eher z\u00f6gerlich, auch weil n\u00f6tige strategische Vorgaben fehlen. Das zeigte eine Online-Befragung von F\u00fchrungskr\u00e4ften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWas kommt da noch auf uns zu?\u201c Das fragen sich aktuell im Zusammenhang mit der potenziellen Nutzung von KI-Systemen und -Tools im Betriebsalltag nicht nur die Mitarbeiter vieler Unternehmen, sondern auch deren F\u00fchrungskr\u00e4fte. Ausgel\u00f6st wird diese Verunsicherung unter anderem dadurch, dass gef\u00fchlt aktuell die gesamte (Business-)Welt \u00fcber das Thema \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c spricht. Zudem laufen in vielen Unternehmen zumindest schon Pilotprojekte und -versuche zur Nutzung der KI.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Mitarbeiter ahnen, welches Ver\u00e4nderungspotenzial noch in der KI ruht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese beschr\u00e4nken sich im Gros der Unternehmen zwar noch weitgehend auf die Bereiche Marketing, Vertrieb und Unternehmenskommunikation. Dessen ungeachtet erahnen jedoch schon viele Mitarbeiter, auch aufgrund erster eigener Nutzungsversuche solcher Programme wie ChatGPT, Deepl und Copilot welch enormes Entwicklungs- und Innovationspotenzial noch in der KI-Technik ruht \u2013 ein Potenzial, das nicht nur die Macht hat, einzelne Arbeitsprozesse zu ver\u00e4ndern, sondern auch die Struktur und Gesch\u00e4ftsmodelle von Unternehmen sowie die Zusammenarbeit in ihnen. Und zwar speziell dann, wenn sich die KI mit der Robotik und Automatisierung zur sogenannten KIRA verbindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ist-Situation war f\u00fcr das Institut f\u00fcr F\u00fchrungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Wiesbaden, der Anlass, sich bei seinem j\u00fcngsten Leadership-Trendbarometer mit den Fragen zu befassen,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>wie stark werden KI-Tools von den F\u00fchrungskr\u00e4ften in den Unternehmen heute im Arbeitsalltag schon genutzt,<\/li>\n<li>wie sehr forcieren sie deren Einsatz in ihrem Bereich und<\/li>\n<li>inwieweit erwarten sie, dass sich durch deren Einsatz die F\u00fchrungskultur in den Betrieben \u00e4ndert.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Online-Befragung nahmen 275 F\u00fchrungskr\u00e4fte in Unternehmen verschiedener Branchen teil (Deutschland: 173; Schweiz: 54; \u00d6sterreich: 48). Ihr zentrales Ergebnis war: Die meisten F\u00fchrungskr\u00e4fte haben ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis zur KI-Nutzung in ihrem Betrieb sowie in ihrem eigenen Arbeitsalltag.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">F\u00fchrungskr\u00e4fte erachten KI-Einsatz als erfolgsrelevant\u2026<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sind zwar 84,5 Prozent der befragten F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcberzeugt, dass ein professioneller KI-Einsatz f\u00fcr den Erfolg der Unternehmen in ihrer Branche eine \u201ehohe\u201c oder gar \u201esehr hohe\u201c Bedeutung hat; nur 22,5 Prozent von ihnen nutzen jedoch solche KI-Tools wie ChatGPT, Deepl und Copilot heute schon nahezu t\u00e4glich. Dabei f\u00e4llt auf, dass Letztere meist im Marketingbereich bzw. in der Unternehmenskommunikation angesiedelt sind. Das hei\u00dft, beim Gros der F\u00fchrungskr\u00e4fte sind solche KI-Tools noch nicht in den Arbeitsalltag integriert, obwohl immerhin 55,6 Prozent angeben, sie w\u00fcrden diese zumindest einmal pro Woche nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Gr\u00fcnde f\u00fcr diese eher z\u00f6gerliche Nutzung, obwohl der KI-Bahnbrecher ChatGPT bereits vor 1,5 Jahren zur allgemeinen Nutzung freigeschaltet wurde, nennen die F\u00fchrungskr\u00e4fte, die KI-Tools seltener als ein Mal pro Monat oder gar nicht nutzen<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>\u201eKeine entsprechende F\u00f6rderung im Unternehmen\u201c (34,8 Prozent)<\/li>\n<li>\u201eIch wei\u00df nicht, wo ich anfangen soll\u201c (24,6 Prozent) und<\/li>\n<li>\u201eZeitmangel\u201c (18,4 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere die hohe Zustimmung zum Item \u201eIch wei\u00df nicht, wo ich anfangen soll\u201c deutet auf eine tendenzielle \u00dcberforderung der F\u00fchrungskr\u00e4fte hin. Folglich w\u00e4ren eine diesbez\u00fcgliche F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von ihnen seitens der Unternehmen wichtig. Entsprechendes gilt f\u00fcr den Befund, dass fast jede f\u00fcnfte F\u00fchrungskraft \u00e4u\u00dfert, sie nutze aus \u201eZeitmangel\u201c so selten KI-Tools. Dies deutet auf eine falsche Priorit\u00e4tensetzung bei vielen F\u00fchrungskr\u00e4ften hin, zumindest wenn zugleich das Gros von ihnen betont, ein professioneller KI-Einsatz habe f\u00fcr den Erfolg ihres Unternehmens eine \u201ehohe\u201c bis \u201esehr hohe\u201c Relevanz.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\u2026 forcieren die KI-Nutzung aber eher z\u00f6gerlich.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der eher z\u00f6gerlichen eigenen KI-Tool-Nutzung der F\u00fchrungskr\u00e4fte korrespondiert, dass sich nur 21,1 Prozent von ihnen aktiv f\u00fcr eine st\u00e4rkere Nutzung der KI-Technik in ihrem Arbeitsumfeld einsetzen. Dies \u00fcberrascht nicht, da nur etwa jede vierte F\u00fchrungskraft (26,1 Prozent) es als eine ihrer strategischen Hauptaufgaben begreift, den KI-Einsatz in ihrem Verantwortungsbereich voranzutreiben, und sich hierf\u00fcr \u201estark verantwortlich\u201c f\u00fchlt. Die Majorit\u00e4t von ihnen f\u00fchlt sich nur in gewissen Anwendungsf\u00e4llen bis \u201e\u00fcberhaupt nicht\u201c hierf\u00fcr zust\u00e4ndig. Dies deutet auf ein signifikantes Engagement-Defizit der F\u00fchrungskr\u00e4fte im KI-Bereich hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem widerspricht, dass<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>43,0 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00e4u\u00dfern, das Thema KI spiele bei ihren strategischen Planungen bereits eine wichtige Rolle, und<\/li>\n<li>47,3 Prozent angeben, ihre Unternehmen b\u00f6ten f\u00fcr ihre Mitarbeiter bereits Schulungen an, um die KI-Integration zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Dem mittleren Management fehlt oft die n\u00f6tige Orientierung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die oft inkonsistenten Aussagen der F\u00fchrungskr\u00e4fte bei der Befragung zeigen nach Auffassung des IFIDZ, dass sich viele von ihnen dem Thema KI-Einsatz in ihrem Bereich und Arbeitsalltag aktuell noch wenig systematisch und eher z\u00f6gerlich n\u00e4hern \u2013 auch weil in ihren Unternehmen noch kein Konsens bzw. Alignment dar\u00fcber existiert, wie mit diesem Zukunftsthema umzugehen ist. Auch entsprechende strategische Vorgaben fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Gr\u00fcnde f\u00fcr ihr eher geringes Engagement f\u00fcr einen st\u00e4rkeren KI-Einsatz nennen die F\u00fchrungskr\u00e4fte unter anderem Datenschutzbedenken, die in ihrer Organisation bestehen (62,7 Prozent). Zudem bef\u00fcrchten mehr als zwei Drittel von ihnen (72,8 Prozent), dass bei einem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen KI-Einsatz das kritische Denken und die menschliche Urteilsf\u00e4higkeit in ihrer Organisation verloren gehe. Als weiteres Problem wird die Integration der KI-L\u00f6sungen in die bestehenden Arbeitsabl\u00e4ufe und -strukturen genannt. So \u00e4u\u00dferten in den vertiefenden narrativen Interviews, die das IFIDZ mit etwa 15 Prozent der Befragungsteilnehmer im Anschluss an die Online-Befragung f\u00fchrte, diese immer wieder die Bef\u00fcrchtung, dass sie bei einem Vorpreschen ihrerseits im KI-Bereich nicht nur Probleme mit ihren Mitarbeitern, sondern auch kooperierenden Bereichen und eventuell gar der Unternehmensleitung bek\u00e4men.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bef\u00fcrchtung ist begr\u00fcndet, da in den meisten Unternehmen deren Kernleistungen heute in bereichs\u00fcbergreifender Teamarbeit erbracht werden. Deshalb wirken sich Prozess\u00e4nderungen in einem Bereich oft auf Nachbarbereiche aus. Auch die Unternehmenskultur wird beeinflusst. Deshalb sind neben strategische Zielvorgaben auch Rahmenbestimmungen seitens der Unternehmensleitung unabdingbar, wenn Unternehmen<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die potenziellen Chancen, die sich aus einem KI-Einsatz zum Steigern des Erfolgs und zur Sicherung ihrer Wettbewerbsf\u00e4higkeit ergeben, nutzen m\u00f6chten und<\/li>\n<li>w\u00fcnschen, dass sich ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fcr einen st\u00e4rkeren KI-Einsatz engagieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten fehlt den F\u00fchrungskr\u00e4ften die n\u00f6tige Orientierung und sie bleiben weitgehend inaktiv bzw. ihr Engagement beschr\u00e4nkt sich auf einen punktuellen KI-Einsatz in ihrem Verantwortungsbereich.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fchlen sich von der KI latent bedroht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klare strategische Vorgaben sind auch n\u00f6tig, weil zumindest ein Teil der F\u00fchrungskr\u00e4fte bei einem verst\u00e4rkten KI-Einsatz mittelfristig einen Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen bef\u00fcrchtet \u2013 insbesondere dann, wenn dieser zu einer verst\u00e4rkten Automatisierung von Aufgaben und Prozessen f\u00fchrt. Zwar \u00e4u\u00dferten in der Online-Befragung nur 20,3 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte eine entsprechende Bef\u00fcrchtung, in den vertiefenden Interviews wiesen sie aber immer wieder darauf hin, dass ein verst\u00e4rkter KI-Einsatz sich selbstverst\u00e4ndlich auch auf die F\u00fchrungssituation auswirke und zwar allein schon deshalb, weil bei einer eventuell sinkenden Mitarbeiterzahl auch weniger F\u00fchrungskr\u00e4fte ben\u00f6tigt w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auffallend war, dass dieses Gef\u00fchl der Bedrohung am ausgepr\u00e4gten bei den F\u00fchrungskr\u00e4ften in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Unterkommunikation ist, in denen KI-Tools bereits \u00fcberproportional stark genutzt werden; au\u00dferdem in solchen Stabsabteilungen wie Finanzen und Controlling, in denen eine Vielzahl von Daten zu erfassen und verarbeiten sind. Die F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Produktion und in den produktionsnahen Bereichen hingegen \u00e4u\u00dferten solche Bedenken nicht. Sie verwiesen eher darauf, dass ein m\u00f6glicher KI-Einsatz ihnen mittelfristig eventuell sogar helfen k\u00f6nne, das Problem Fachkr\u00e4ftemangel zu l\u00f6sen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Bereichs\u00fcbergreifendes Gesamtkonzept ist n\u00f6tig<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es auch, wenn es um das Beantworten der Frage geht, welche Unterst\u00fctzung die F\u00fchrungskr\u00e4fte seitens des Unternehmens brauchen, um den KI-Einsatz in ihrem Bereich zu forcieren, einer differenzierten Betrachtung bedarf; also einer L\u00f6sung, die unter anderem ber\u00fccksichtigt,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>welcher Funktion hat der Bereich in der Organisation,<\/li>\n<li>wozu soll die KI in ihm genutzt werden und<\/li>\n<li>welche Auswirkungen hat der verst\u00e4rkte KI-Einsatz auf die dort besch\u00e4ftigten Mitarbeiter und die (bereichs\u00fcbergreifende) Zusammenarbeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese \u00dcberlegungen m\u00fcssen wiederum in ein Gesamtkonzept eingebettet sein, was das Unternehmen durch den verst\u00e4rkten KI-Einsatz erreichen m\u00f6chte \u2013 auch um zu vermeiden, dass auf der Bereichsebene viele Insell\u00f6sungen entstehen, die wiederum Folgeprobleme in der Gesamtorganisation bewirken.<\/p>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Manifest f\u00fcr eine verantwortungsvolle KI-Nutzung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit f\u00fcnf Jahren leite ich ehrenamtlich den Fachbeirat der Integrata Stiftung f\u00fcr humane Nutzung der Informationstechnologie. In dieser Funktion habe ich mit Datenspezialisten und anderen eher technikaffinen Menschen \u2013 bereits, bevor durch ChatGPT die generative KI eine so breite Aufmerksamkeit erhielt \u2013 ein Manifest f\u00fcr eine kluge und verantwortungsvolle KI-Nutzung geschrieben. Unsere Leitidee hierbei war: KI soll die F\u00fchrung unterst\u00fctzen, doch nicht ersetzen. F\u00fchrung bleibt menschlich, denn sie ist und bleibt Beziehungsarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Manifest haben wir neun Grunds\u00e4tze formuliert, die F\u00fchrungskr\u00e4ften als Richtschnur dienen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>Menschliche F\u00fchrung bleibt zentral \u2013 <\/em>F\u00fchrung bedeutet, Beziehungen zu gestalten. KI kann zwar Daten liefern, doch keine authentische Empathie zeigen. Die Kernverantwortung bleibt deshalb in menschlicher Hand.<\/li>\n<li><em>Verantwortlichkeit ist nicht an Technik delegierbar \u2013 <\/em>KI darf nie als Verantwortungsersatz dienen. Wer sie einsetzt, muss ihre Handlungen \u00fcberblicken und die Verantwortung daf\u00fcr tragen.<\/li>\n<li><em>KI als Unterst\u00fctzung, nicht als Entscheider<\/em> \u2013 Automatisierung kann den Alltag erleichtern, doch am Ende braucht es immer eine F\u00fchrungskraft, die das letzte Wort hat.<\/li>\n<li><em>Klare Grenzen f\u00fcr den KI-Einsatz \u2013 <\/em>Der Rahmen des KI-Einsatzes muss klar definiert sein: Welche Aufgaben kann sie \u00fcbernehmen, wo endet ihre Rolle?<\/li>\n<li><em>Regulierte Autonomie<\/em> \u2013 Wenn KI gewisse Entscheidungen vorbereiten oder treffen soll, muss es abgestufte Kontrollsysteme geben.<\/li>\n<li><em>Transparenz als Grundprinzip<\/em> \u2013 F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeitende m\u00fcssen verstehen, wie die KI zu ihren Vorschl\u00e4gen und Analysen kommt.<\/li>\n<li><em>Jede KI-Entscheidung muss \u00fcberpr\u00fcfbar sein<\/em> \u2013 Menschen m\u00fcssen nachvollziehen k\u00f6nnen, welche Mechanismen hinter einer KI-basierten Entscheidung stehen, um sie bei Bedarf korrigieren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><em>Hohe Qualit\u00e4tsstandards als Ma\u00dfstab<\/em> \u2013 Vor der Implementierung von KI m\u00fcssen klare Kriterien definiert werden, die deren Wirksamkeit, Sicherheit und Verl\u00e4sslichkeit sicherstellen.<\/li>\n<li><em>Gesetzliche Anpassungen mitdenken<\/em> \u2013 Der Einsatz von KI in der F\u00fchrung erfordert auch rechtliche Rahmenbedingungen, die Verantwortung und Haftung eindeutig kl\u00e4ren.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein solches Manifest bleibt nur Papier, wenn es in der Praxis nicht gelebt wird. Deshalb haben wir in dem Beirat f\u00fcr die Anwendung dieser Prinzipien drei wesentliche Bedingungen erarbeitet:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>Klare Rahmenbedingungen. <\/em>Zeitlich, r\u00e4umlich und organisatorisch muss festgelegt sein, wie KI im F\u00fchrungskontext eingesetzt wird.<\/li>\n<li><em>Eindeutige Haftung. <\/em>Die Verantwortung f\u00fcr jede Entscheidung, die KI beeinflusst oder trifft, muss einer F\u00fchrungskraft zugeordnet sein.<\/li>\n<li><em>L\u00fcckenlose Dokumentation. <\/em>Jede KI-gest\u00fctzte Entscheidung, die Menschen betrifft, muss transparent und nachverfolgbar sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Prinzipien sollen sicherstellen, dass KI als Hilfsmittel genutzt wird, doch niemals an die Stelle von menschlicher F\u00fchrung tritt. Die Handlungsmaxime lautet: Der Mensch f\u00fchrt; die Technologie folgt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Autorin:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-666\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-120x120.jpg\" alt=\"Liebermeister, Barbara\" width=\"120\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-120x120.jpg 120w, https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-210x210.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/>Barbara Liebermeister<\/strong> leitet das Institut f\u00fcr F\u00fchrungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Wiesbaden (www.ifidz.de). Sie ist u.a. Autorin des Buchs \u201eDie F\u00fchrungskraft als Influencer: Wie man Mitarbeiter als Follower gewinnt\u201c.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Ffuehrungskraefte-sind-beim-forcieren-des-ki-einsatzes-eher-zoegerlich%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Ffuehrungskraefte-sind-beim-forcieren-des-ki-einsatzes-eher-zoegerlich%2F&text=F%C3%BChrungskr%C3%A4fte%20sind%20beim%20Forcieren%20des%20KI-Einsatzes%20eher%20z%C3%B6gerlich\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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