{"id":2697,"date":"2016-01-14T08:05:02","date_gmt":"2016-01-14T06:05:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=2697"},"modified":"2017-05-31T15:00:43","modified_gmt":"2017-05-31T13:00:43","slug":"maenner-haben-keine-depressionen-sie-bringen-sich-hoechstens-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/maenner-haben-keine-depressionen-sie-bringen-sich-hoechstens-um\/","title":{"rendered":"M\u00e4nner haben keine Depressionen, sie bringen sich h\u00f6chstens um!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diese zugegebenerma\u00dfen provokante Aussage trifft auf viele M\u00e4nner zu. Es sind wenige, die sich spektakul\u00e4r \u00fcber eine Br\u00fccke in die Tiefe st\u00fcrzen oder einen anderen medienwirksamen Abgang w\u00e4hlen. Allerdings mache ich tats\u00e4chlich bei vielen Beratungsgespr\u00e4chen die Erfahrung, dass besonders erfolgreiche und engagierte M\u00e4nner gef\u00e4hrdet sind, ihrem Leben zumindest auf Raten ein Ende zu setzen \u2212 egal, ob dies durch einen fortgesetzten Raubbau am eigenen K\u00f6rper, oder, wie zuvor beschrieben, durch die Wahl extrem gef\u00e4hrlicher Hobbys und Urlaubsziele geschieht. Ich kenne viele weitere tragische Beispiele. Da ich einige Jahre als Notfallseelsorger in der Krisenintervention beim Roten Kreuz gearbeitet habe, bekam ich h\u00e4ufig Einblicke in mysteri\u00f6se Todesf\u00e4lle. In vielen F\u00e4llen ging diesen dramatischen Ereignissen eine jahrzehntelange, leidvolle Lebensgeschichte voraus.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Selbstmord liegt nat\u00fcrlich klar auf der Hand, dass der Betroffene keine andere Chance mehr sah, seine Probleme zu l\u00f6sen, als sich das Leben zu nehmen. Bei Verkehrsunf\u00e4llen sieht es da schon ganz anders aus. Es gibt tats\u00e4chlich wesentlich mehr Menschen als der Allgemeinheit bekannt sind, die als letzten Ausweg den Tod bei einem Verkehrsunfall w\u00e4hlen. Sie trauen sich auch \u00fcber den Tod hinaus nicht, ihre Maske fallen zu lassen und w\u00e4hlen deshalb eine Todesart, die nicht klar als Selbstmord identifiziert werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich gibt es dann keinen Abschiedsbrief, und man liest in der Zeitung Folgendes: \u201eErfolgreicher Manager unter ungl\u00fccklichen Umst\u00e4nden von der Stra\u00dfe abgekommen\u201c oder \u201eFamilienvater von zwei Kindern vermutlich zu schnell in eine Kurve gefahren und mit einem Lastwagen kollidiert\u201c. Es gibt zahlreiche interne Studien und Erfahrungen, dass viele solche Unf\u00e4lle dazu ben\u00fctzt werden, einen Selbstmord zu verschleiern. Dies ist wohl auch gut so, weil die Lebensversicherungen schnell ausbezahlt werden und der Ruf in der Familie gewahrt bleibt. Auf emotionaler Ebene ist es f\u00fcr die Hinterbliebenen oftmals ein gewisser Trost, wenn sie nicht so frontal mit den knallharten Fakten eines Todes durch Erh\u00e4ngen oder Erschie\u00dfen konfrontiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einem der Betroffenen, der sich vor vielen Jahren, w\u00e4hrend meiner gr\u00f6\u00dften Krise, vom Dach eines Krankenhauses in den Tod st\u00fcrzte, bin ich heute indirekt noch dankbar. Dieser Mann war mit 43 Jahren j\u00fcngster Vorstandsvorsitzender einer gro\u00dfen Firma und sein Tod war nat\u00fcrlich das Tagesgespr\u00e4ch in den Medien. Ich schnitt damals s\u00e4mtliche, teils seitengro\u00dfe Todesmeldungen aus, um sie mir als mahnendes Denkmal bis heute aufzubewahren. In den verschiedenen Berichten wurde bekannt, dass er sich schon seit mehreren Jahren in \u00e4rztlicher Behandlung befand. Die \u00c4rzte hatten aber keine Depression, sondern lediglich verschiedene organische Beschwerden festgestellt, die sie mit Pillen und Kuren mehr oder weniger erfolgreich in Schach zu halten versuchten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">M\u00e4nner haben Angst vor Therapeuten<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Therapeutische Hilfe verweigern M\u00e4nner aber auch strikt. \u201eHetzen Sie mir nur ja nicht einen Vogeldoktor an den Hals\u201c, ist eine Aussage, die ich oft h\u00f6re. Deshalb versuche ich, beim Coaching nicht \u00fcber die \u00dcberlastung des Mannes zu sprechen und auch anf\u00e4nglich nicht von einer Depression (so was hat ein starker Mann nicht), sondern versuche, ihn auf der Sachebene abzuholen. So kann ich ihm Zeit geben, sich intensiver mit der Frage auseinanderzusetzen, warum er gerade so schlecht drauf ist. Spannend ist, dass Betroffene oft schon in der zweiten Stunde mit den wirklichen Themen herausr\u00fccken. Ich erlebe sie f\u00f6rmlich wie einen \u00fcbervollen Krug, der nur darauf gewartet hat, dass ihm jemand hilft, sich auszuleeren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Depression als Tabuthema<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade M\u00e4nner in verantwortlichen Positionen tun sich oftmals schwer, ihre \u00dcberlastung einzugestehen. Erschreckende Zahlen zeigen auf, dass in \u00d6sterreich fast 60 Prozent der Topf\u00fchrungskr\u00e4fte sehr h\u00e4ufig das Gef\u00fchl haben, durch ihre berufliche T\u00e4tigkeit zu stark belastet zu sein. Ein Zustand, den auch \u00fcber 50 Prozent aller deutschen F\u00fchrungskr\u00e4fte sehr gut kennen. Sie klagen \u00fcber chronische Ersch\u00f6pfung, hervorgerufen durch Stress und \u00dcberforderung. \u201eViele Menschen k\u00f6nnen die M\u00f6glichkeit zur Entspannung nicht richtig nutzen\u201d, wei\u00df Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Kliniken in Bad Waldsee und Deutschlands bekanntester Anti-Stress-Experte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Manager scheitern, spricht man in der Forschung auch davon, dass sie \u201eentgleisen\u201c (englisch: \u201ederail\u201c). Ergebnisse aus der \u201eDerailment\u201c-Forschung, beispielsweise von den Psychologen Joyce und Robert Hogan sowie von Sydney Finkelstein, Professor f\u00fcr Management an der Tuck School of Business am Dartmouth College, zeigen, dass sich diese \u201eEntgleisungen\u201c meist schon l\u00e4nger andeuteten, die Betroffenen und ihr Umfeld diese Zeichen aber nicht wahrgenommen haben oder wahrnehmen wollten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">L\u00e4ngerfristige \u00dcberforderung wirkt als \u201eschleichendes Gift\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind zwar konkrete berufliche oder private Ereignisse die letztlich zum \u201eEntgleisen\u201c f\u00fchren, doch in fast allen F\u00e4llen zeigt sich eine schon l\u00e4nger andauernde \u00dcberforderung. Betroffene klagen \u00fcber zu wenig Zeit f\u00fcr die Familie, extreme Arbeitszeiten, zu wenig Platz f\u00fcr Privates oder ein schlechtes Gewissen gegen\u00fcber den Kindern. Sie nehmen ihre Frau und die Kinder nur noch als weitere Aufgabe wahr, die gemeistert werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen einer konzerninternen Auftragsstudie lie\u00dfen Freiburger Unternehmensberater in 30 Unternehmen F\u00fchrungskr\u00e4fte anonyme Fragebogen ausf\u00fcllen. Dabei gaben 60 Prozent an, morgens ungern an ihren Schreibtisch zu gehen. Zus\u00e4tzlich litten sie unter Schwei\u00dfausbr\u00fcchen und schlechtem Schlaf. Die meisten davon gaben allerdings den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden die Schuld an ihrem Zustand. Sie machten diese daf\u00fcr verantwortlich, dass sie ihre Arbeit nur mehr als Belastung erlebten. Aber wer m\u00f6chte schon einen depressiven Vorstandsdirektor, Manager, Betriebsleiter? Allein schon aus diesem Wissen heraus teilen sich die betroffenen Personen nicht mit. Dies macht den Zustand auf Dauer noch unertr\u00e4glicher und die begleitenden Probleme werden weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Depressionen werden oft nicht erkannt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr oft erlebe ich, dass erfolgreiche M\u00e4nner zu mir kommen, die sich auf dem H\u00f6hepunkt ihrer Karriere befinden und diesen Erfolg scheinbar auch genie\u00dfen. Unangenehme Begleiterscheinungen wie Kopfweh, Darmprobleme, Ohrensausen, Magenschmerzen oder Verspannungen nehmen sie zwar wahr, k\u00f6nnen aber keinen Zusammenhang zu ihrer Psyche feststellen. Sie betrachten ihren K\u00f6rper als Maschine, die einfach zu funktionieren hat. Dabei sollte man den eigenen K\u00f6rper als Mitarbeiter sehen, der Wesentliches dazu beitr\u00e4gt, dass der Erfolg langfristig abgesichert ist. Wenn dieser \u201eMitarbeiter\u201c nicht mitspielt, ist auch der Erfolg gef\u00e4hrdet. F\u00fcr M\u00e4nner ist es scheinbar wesentlich einfacher, \u201emechanische\u201c, k\u00f6rperliche Beschwerden einzugestehen, als sich mit psychischen Erkrankungen auseinanderzusetzen. So wird die Depression h\u00e4ufig erst dann erkannt, wenn es bereits sehr sp\u00e4t ist.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Voraussetzungen f\u00fcr ein authentisches Leben<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die besten Rahmenbedingungen f\u00fcr \u201ezur\u00fcck zum eigenen Leben\u201c sind sehr einfach, aber nicht leicht! Das h\u00f6rt sich wie ein Widerspruch an, wird aber in der Realit\u00e4t tats\u00e4chlich von vielen so erlebt. Es geht haupts\u00e4chlich um das Wiedererlernen des Staunens, Wahrnehmens, der Achtsamkeit und Ruhe. Dabei ist alles andere als Hektik, Tun und Machen angesagt. Gerade das \u201eNichts-erreichen-M\u00fcssen\u201c ist die beste Voraussetzung auf dem Weg zu sich selbst. Das erleben aber viele als befremdend, unrealistisch und schwer. Wie sollte es auch anders sein, wenn das bisherige Leben von Leistung, Erfolg, teuren G\u00fctern und Aktivit\u00e4t gepr\u00e4gt war?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Balance von Leistung und Besinnung macht erfolgreich<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gute Balance zwischen Leistung und Besinnung gewinnt eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. \u201eWie kann ich mich selbst f\u00fchren und meine k\u00f6rperliche und seelische Gesundheit erhalten?\u201c, ist eine Frage, mit der sich zunehmend mehr M\u00e4nner auseinandersetzen sollten. Um langfristig erfolgreich zu bleiben, ist es notwendig, grunds\u00e4tzlich zu \u00fcberdenken, was dem eigenen Leben Sinn gibt. Man sollte sich damit auseinandersetzen, was einen tr\u00e4gt und M\u00f6glichkeiten finden, auf dem inneren Weg zu reifen. Der Mensch hat somit einen doppelten Auftrag: Einerseits tr\u00e4gt er Verantwortung f\u00fcr sein Umfeld, andererseits hat er den Auftrag, seine Innenwelt in gleichem Ma\u00dfe mit einzubeziehen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Der Weg nach innen alleine gen\u00fcgt nicht<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Menschen, die \u00e4u\u00dferlich auf dem Gipfel ihrer beruflichen Karriere stehen, kennen das Gef\u00fchl von undefinierbarer Angst, Schuld und Leere und beginnen sich deshalb mit spirituellen Dingen zu besch\u00e4ftigen. Flucht in die Weltfremdheit ist dabei aber keine L\u00f6sung. Seminare wie \u201eDer Weg nach innen\u201c, Meditationskurse zu den tiefsten Schichten der Seele, spirituelle fern\u00f6stliche Angebote und esoterische Veranstaltungen boomen immer mehr. Fasziniert von immer neuen tiefen Erlebnissen verschlingen viele Suchende Seminare und Angebote und laufen dabei in die genau verkehrte Richtung. Sie beginnen sich von Politik, Wirtschaft und allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ften abzuwenden, um sich in das Gef\u00e4ngnis der Innerlichkeit zur\u00fcckzuziehen. Einige verlieren den Bezug zum gew\u00f6hnlichen Handeln, suchen intensiv den Weg der Erleuchtung und werden dadurch von ihren Mitmenschen als abgehoben erlebt. So vertieft sich die Kluft zwischen den beiden verschiedenen Welten. Der Zugang zu Tiefe und Weisheit l\u00e4sst sich nicht erzwingen. Viele Menschen besch\u00e4ftigen sich deshalb oft jahrelang mit der Esoterik um herauszufinden, wie man Gl\u00fcck und Heil erreichen kann. Beinahe jeder kommt aber irgendwann an einen Punkt, an dem er nicht mehr weiter wei\u00df und f\u00e4llt dadurch in ein noch tieferes Loch als vor dem Beginn der Reise zum inneren Heil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen, die mit ihrer Welt im Einklang sind, nutzen ihre inneren Ressourcen, um sich auf die t\u00e4glichen Aufgaben vorzubereiten. Sie verwenden ihre innere Kraft, um der Umwelt mit Mitgef\u00fchl und Verst\u00e4ndnis zu begegnen. Von solchen Menschen wird man nie h\u00f6ren \u201eIch hole mir jetzt meine g\u00f6ttliche Kraft\u201c oder \u201eIch wende mich jetzt meiner Erleuchtung zu\u201c. F\u00fcr sie steckt die Kraft im ganz gew\u00f6hnlichen t\u00e4glichen Tun.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">M\u00e4nner mit echter Spiritualit\u00e4t m\u00f6gen ihre St\u00e4rken und Schw\u00e4chen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt auf der Welt keinen Menschen, der nur mit Sonnenseiten gesegnet ist. Wenn er auch noch so intensiv und lange versucht, seine Schattenseiten zu verbergen, so wird doch irgendwann auch dieser Teil in ihm seinen Tribut fordern. Meist dann, wenn der K\u00f6rper nach Krankheit geschw\u00e4cht ist oder einem durch ein unerwartetes Schicksal der Teppich unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen wird. Irgendwann kann das k\u00fcnstlich hochgehaltene Konstrukt des Perfektionismus nicht mehr aufrechterhalten werden und das bisherige Leben st\u00fcrzt zusammen wie ein Kartenhaus. Sp\u00e4testens dann m\u00fcssen perfektionistische Menschen lernen, auch die Seiten zu akzeptieren, die nicht dem Ideal des Vorzeigbaren und Souver\u00e4nen entsprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wesentlicher Entwicklungsschritt ist also das Akzeptieren der eigenen Schatten- und Sonnenseiten. Die pers\u00f6nliche Weiterentwicklung besteht darin, auch die negative Seite der Pers\u00f6nlichkeit wahrzunehmen und anzunehmen. Das hei\u00dft erkennen, dass man erfolgreich sein, aber auch scheitern kann. Man kann selbstbewusst oder zweifelnd, gut drauf oder deprimiert sein. Wir k\u00f6nnen perfekt sein und trotzdem Fehler machen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">M\u00e4nner mit Schw\u00e4chen sind echt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich auf diesen Prozess einl\u00e4sst und anf\u00e4ngt die Angst zu verlieren, bei Schw\u00e4che verachtet oder bel\u00e4chelt zu werden, kann Folgendes festgestellt werden: Die anderen gegen\u00fcber reagieren nicht mit Verachtung, sondern mit Sympathie und Gef\u00fchl. Die Menschen sp\u00fcren, dass eine solche Person echt ist und sich nicht verstellt. Das schafft Sympathie. Wer die Entscheidung getroffen hat, seine Schw\u00e4chen zuzulassen und diese auch offen zuzugeben, hat wesentlich weniger Stress. Es ist eine gro\u00dfe Erleichterung, wenn man auch in schwachen Zeiten zu sich stehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gute \u00dcbung k\u00f6nnte sein, auszuprobieren, welche Wirkung erzielt wird, wenn man zu seinen Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern gegen\u00fcber \u00c4u\u00dferungen t\u00e4tigt wie: \u201eDas wei\u00df ich im Moment nicht, ich sehe da habe ich mich geirrt, verzeihen Sie bitte, ich merke, ich habe jetzt nicht mehr genug Konzentration, ich habe keine Ahnung wie ich das machen soll\u201c. Andere S\u00e4tze k\u00f6nnten sein: \u201eIch w\u00fcrde es gern machen, aber ich trau mich nicht dran, ich merke, dass ich diese Arbeit jetzt \u00fcberhaupt nicht machen will, mir geht es im Moment nicht wirklich gut und ich brauche etwas Zeit f\u00fcr mich\u201c. Viele Personen sind \u00fcberrascht, wie befreiend und entlastend solche S\u00e4tze wirken und wie gut und positiv diese bei den Kolleginnen und Kollegen ankommen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Achtsam leben ist die Basis f\u00fcr mehr Selbstbestimmung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kommt man also zu einer gewissen Achtsamkeit im Leben? Anfangs ist es notwendig, mit einer intensiven Selbstbeobachtung \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit die Rahmenbedingungen daf\u00fcr zu schaffen. Dies geschieht mit einer Art Tagesprotokoll, in dem die Betroffenen lernen, ihr Befinden, ihre Gef\u00fchle und Gedanken durch mehrmaliges t\u00e4gliches Beobachten besser wahrzunehmen. Erst dann kann mit den ersten F\u00e4higkeiten begonnen werden!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die wichtigsten F\u00e4higkeiten zu einem selbstbestimmten Leben<\/h3>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die F\u00e4higkeit des Staunens und Lachens: Hier kann man sich viel von Kindern abschauen und es lohnt sich, diese verlernten F\u00e4higkeiten wieder aufzufrischen.<\/li>\n<li>Die F\u00e4higkeit der Achtsamkeit: Wer wach und achtsam durch das Leben geht, der kann besser im Hier und Jetzt leben. Er nimmt dadurch sich selbst und den Mitmenschen besser wahr.<\/li>\n<li>Die F\u00e4higkeit zum Selbstgef\u00fchl: Ein gutes Gef\u00fchl zu sich selbst macht sich als echtes Mitgef\u00fchl zu anderen Menschen bemerkbar. Dies ist die beste Voraussetzung, um andere so zu lassen wie sie sind.<\/li>\n<li>Die F\u00e4higkeit Konflikte auszutragen: Wenn man wei\u00df, dass man bei jedem Konflikt mit beteiligt ist, dann muss man die Schuld nicht mehr l\u00e4nger auf den anderen abw\u00e4lzen. Man kann sich fragen: \u201eWas ist mein Beitrag zu diesem Konflikt und was kann ich ver\u00e4ndern und in Zukunft anders machen?\u201c.<\/li>\n<li>Die F\u00e4higkeit auf seinen K\u00f6rper zu achten: Wenn man daf\u00fcr sorgt, dass der K\u00f6rper genug Bewegung, gesunde Ern\u00e4hrung und ausreichend Schlaf bekommt, dann wird dieser langfristig mit Leistungsf\u00e4higkeit und Wohlbefinden reagieren. Wenn man lernt, auf seine innere Stimme zu h\u00f6ren, dann wird man frei. Frei f\u00fcr die Entscheidung, das zu tun, was f\u00fcr einen selbst richtig und gut ist und nicht das, was andere f\u00fcr gut halten.<\/li>\n<\/ol>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Fazit:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Egal wo M\u00e4nner gerade stehen oder in welchem Sumpf sie stecken, sie k\u00f6nnen jeden Tag beginnen, Ihr Leben so zu ver\u00e4ndern, dass es lebenswerter und wertvoller wird. Allerdings nur dann, wenn sie wissen, dass sie immer selber daf\u00fcr verantwortlich sind und kein Partner, Kunde, Mitarbeiter oder Lieferant. Wenn sie beginnen auf ihre Gef\u00fchle zu achten und ein f\u00fcr sie lohnenswertes Ziel erarbeiten (m\u00f6glichst im Einklang mit ihrer Partnerin), dann merken sie in kurzer Zeit, dass sich die Lebensqualit\u00e4t wesentlich verbessert. Viele dieser Gedanken stammen aus meinem Buch \u201eM\u00e4nner haben keine Depressionen\u201c. Es ist im Jahr 2013 im Kreuz Verlag erschienen (ISBN 978-3-451-61189-6)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie in Teil 1: Welche <a href=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/maenner-und-ihr-umgang-mit-depressionen\/\">4 Wege erfolgreiche M\u00e4nner, die in die Depression f\u00fchren<\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Autor:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2526 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Huemer-120x120.jpg\" alt=\"Huemer\" width=\"120\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Huemer-120x120.jpg 120w, https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Huemer-210x210.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/>Gottfried Huemer<\/strong> ist Fachkraft f\u00fcr Psychosomatik, Unternehmensberater und Diplom Lebensberater. Als Absolvent der Akademie f\u00fcr Gesundheitsberufe (GESPAG) kann er auf eine fundierte Ausbildung im Bereich Stressmanagement und deren Folgen zur\u00fcckgreifen. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Institutsleiter begleitet Huemer Menschen und Organisationen auf der Suche nach mehr Zeit und Lebensqualit\u00e4t in Beruf und Familie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Informationen \u00fcber <strong><a href=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/institut-oberoesterreich-institut-huemer-eu-stresspraevention-familien-erwachsenenbildung-817\">Gottfried Huemer<\/a><\/strong><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fmaenner-haben-keine-depressionen-sie-bringen-sich-hoechstens-um%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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