{"id":2902,"date":"2016-06-13T07:21:46","date_gmt":"2016-06-13T05:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=2902"},"modified":"2017-11-09T19:04:36","modified_gmt":"2017-11-09T17:04:36","slug":"change-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/change-kommunikation\/","title":{"rendered":"Change-Kommunikation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Change-Projekten sind F\u00fchrungskr\u00e4fte unter anderem als Wegweiser und Ermutiger ihrer Mitarbeiter gefragt. Das stellt besondere Anforderungen an ihr Kommunikationsverhalten. Einige Hinweise, wie Sie als F\u00fchrungskraft in Change-Projekten wirkungsvoll mit ihren Mitarbeitern <a href=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/kommunikation\/\">kommunizieren<\/a>. <\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>\n<h2>Leben hei\u00dft Change.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSurvival of the fittest \u2013 seit Darwin wissen wir: Ver\u00e4nderung ist ein essentieller Bestandteil des Lebens. Das gilt f\u00fcr Lebewesen und soziale Systeme wie Unternehmen. Auch sie \u00fcberleben auf Dauer nur, wenn sie sich ihrem sich ver\u00e4ndernden Umfeld anpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Suchen Sie immer wieder, auch scheinbar anlasslos, das Gespr\u00e4ch mit ihren Mitarbeitern \u00fcber das Thema Ver\u00e4nderung. Sprechen Sie mit ihnen zum Beispiel dar\u00fcber, was sich im Markt so alles tut \u2013 aufgrund der Globalisierung, der Digitalisierung usw.. Thematisieren Sie auch, wie sich hierdurch die Bed\u00fcrfnisse der Kunden meist schleichend, also in der Alltagsarbeit kaum wahrnehmbar, wandeln. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern zudem dar\u00fcber, wie sich ihr eigenes Leben und (Konsum-)Verhalten \u00e4ndert \u2013 zum Beispiel durch die verst\u00e4rkte Nutzung der digitalen Medien. Denn nur so schaffen Sie mit der Zeit bei ihnen das Bewusstsein, dass Ver\u00e4nderung ein Bestandteil von Leben ist \u2013 ein Fakt, dem man sich stellen muss.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li>\n<h2>Change verunsichert.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen sind Gewohnheitstiere. Das hei\u00dft, sie lieben ein (scheinbar) stabiles Umfeld, denn dieses vermittelt ihnen das Gef\u00fchl von Sicherheit. Dasselbe gilt f\u00fcr Gewohnheiten und Routinen, denn sie helfen ihnen, die Herausforderungen im (Berufs-)Alltag zu meistern. Entsprechend verunsichert reagieren sie, wenn pl\u00f6tzlich etwas, das ihnen bisher selbstverst\u00e4ndlich erschien, auf dem Pr\u00fcfstand steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Suchen Sie gerade, wenn gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen anstehen oder angedacht sind, intensiv das Gespr\u00e4ch mit Ihren Mitarbeitern, um ihnen den erforderlichen Halt und die n\u00f6tige Orientierung zu geben. Sprechen Sie mit ihnen immer wieder \u00fcber den Sinn und Zweck des angestrebten Changes \u2013 also dar\u00fcber, wozu er n\u00f6tig ist. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Wesentliche, so dass Ihre Botschaften knapp und klar sind. Verlieren Sie sich nicht in Details. Erarbeiten Sie mit Ihren Mitarbeitern zudem, welche Chancen in der Ver\u00e4nderung liegen; au\u00dferdem, was mittel- und langfristig geschieht, wenn nichts geschieht \u2013 also alles beim Alten bleibt. Arbeiten Sie mit ihnen auch heraus, wie viele Herausforderungen sie als Person und Organisation in der Vergangenheit bereits gemeistert haben. Vermitteln Sie ihnen so die Zuversicht: \u201eWir schaffen das, wenn &#8230;\u201c. Reden Sie in den Change-Gespr\u00e4chen mit Ihren Mitarbeitern so, wie Ihnen der \u201eSchnabel gewachsen ist\u201c. Vermeiden Sie einen technokratischen Jargon, damit Sie Ihre Mitarbeiter auch emotional erreichen. Nutzen Sie f\u00fcr Ihre Erl\u00e4uterungen sprachliche Bilder und Beispiele aus dem Lebens- und Arbeitsalltag der Teilnehmer, statt sich hinter Zahlen zu verstecken. Zum Beispiel: \u201eWie war das damals, als wir die neue EDV einf\u00fchrten? Da dachten wir auch alle zun\u00e4chst, dass&#8230;. Doch dann&#8230;.\u201c<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li>\n<h2>Change erfordert ein klares Zukunftsbild.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Menschen ein Ziel vor Augen haben und etwas wirklich wollen, dann k\u00f6nnen sie ungeahnte Energien entfalten. Dann nehmen sie h\u00e4ufig auch Risiken und Unsicherheiten in Kauf, die sie ansonsten scheuen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Sorgen Sie daf\u00fcr, dass Ihre Mitarbeiter verstehen, was nach dem Change anders sein soll \u2013 damit Ihre Mitarbeiter wissen, wohin die Reise geht. Denn nichts verunsichert Menschen so sehr, wie wenn sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Dann beginnt die Ger\u00fcchtek\u00fcche zu brodeln und Bedenken verfestigen sich zu Widerst\u00e4nden. Sprechen Sie mit den Mitarbeitern auch dar\u00fcber, welche Risiken auf dem Weg zum Ziel lauern und was Sie von ihnen auf dem Weg dorthin erwarten. Denn dann k\u00f6nnen sie sich hierauf einstellen. Und: Entwerfen Sie mit Ihren Mitarbeitern ein Zielbild \u2013 also eine klare Vision, wie ihr Arbeitsalltag, ihre Arbeitssituation usw. \u2013 sein wird, wenn die angestrebte Ver\u00e4nderung realisiert ist. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf, sich bildhaft zum Beispiel vorzustellen, wie dann die Zusammenarbeit aussieht. Und was ist dann ihre Rolle? Und was tun sie dann, wenn ein Kunde anruft? Achten Sie darauf, dass die Vision positiv formuliert ist \u2013 also keine Aussagen enth\u00e4lt wie \u201eDann hat nicht mehr jeder einen eigenen Arbeitsbereich\u201c, sondern: \u201eDann arbeiten wir st\u00e4rker im Team\u201c. Au\u00dferdem keine Konjunktive \u2013 also keine Aussagen wie \u201eDann m\u00fcssten wir uns in neue PC-Programme einarbeiten\u201c, sondern: \u201eDann arbeiten wir mit mehr PC-Programmen.\u201c<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li>\n<h2>Change braucht einen Rahmen.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine zentrale Herausforderung bei <a href=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/change-management\/\">Change-Prozessen<\/a> ist es, sicherzustellen, dass alle Beteiligten in die richtige Richtung marschieren und die hierf\u00fcr n\u00f6tigen Informationen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Verst\u00e4ndigen Sie sich mit Ihren Kollegen im F\u00fchrungskreis auf einen Plan, wie das angestrebte Ziel erreicht werden soll \u2013 inklusive Meilensteinen, die es auf dem Weg dorthin zu passieren gilt. Erstellen Sie mit ihnen zudem ein Kommunikationskonzept, aus dem unter anderem hervorgeht:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wie begr\u00fcnden wir die Notwendigkeit des Changes? Und:<\/li>\n<li>Wann geben wir im Prozessverlauf den Mitarbeitern, welche Informationen wie?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn es verunsichert Ihre Mitarbeiter, wenn sie zum Beispiel von ihren Kollegen aus der Nachbarabteilung erfahren, dass deren Chef andere Projektziele als Sie verk\u00fcndet hat. Oder dass er seinen Mitarbeitern Infos gab, von denen Sie glaubten, Sie k\u00f6nnten diese Ihren Mitarbeitern noch nicht geben. Dann beginnen Ihre Mitarbeiter an Ihrer Integrit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit zu zweifeln. Geben Sie Ihren Mitarbeitern zudem, selbst wenn diese Sie noch so bedr\u00e4ngen, keine Versprechen, von denen Sie nicht 100-prozentig wissen, dass Sie sie erf\u00fcllen k\u00f6nnen \u2013 wie zum Beispiel, dass sich an ihren Arbeitsinhalten nichts \u00e4ndert. Sagen Sie den Mitarbeiter klipp und klar: \u201eDas wei\u00df ich noch nicht. Doch wenn ich es wei\u00df, dann&#8230;.\u201c Sonst setzen Sie ebenfalls Ihre Glaubw\u00fcrdigkeit aufs Spiel.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"5\">\n<li>\n<h2>Change ist nur bedingt planbar.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Change-Prozesse in Unternehmen sind nur bedingt planbar, denn Ver\u00e4nderungen in einem Bereich haben meist Auswirkungen auf andere. Zudem haben zum Beispiel strukturelle und technische Ver\u00e4nderungen in der Regel auch Auswirkungen auf die Arbeitsinhalte und -beziehungen der Mitarbeiter. Und diese erfordern wiederum h\u00e4ufig Einstellungs- und Verhaltensver\u00e4nderungen von ihnen. Hinzu kommt bei gr\u00f6\u00dferen Change-Projekten: Im Projektverlauf \u00e4ndern sich oft die Rahmenbedingungen, weshalb neben dem Vorgehen, manchmal sogar die Projektziele auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass die Projektplanung eine vorl\u00e4ufige ist. Verdeutlichen Sie ihnen an Praxisbeispielen die Wechselwirkungen, die beispielsweise zu beachten sind, wenn ein Unternehmen entscheidet: Wir organisieren das Bearbeiten der Auftr\u00e4ge neu. Sonst besteht die Gefahr, dass Ihre Mitarbeiter bei einer Kurskorrektur sagen: \u201eVor vier Wochen hat unser Chef noch verk\u00fcndet, dass &#8230; und heute verk\u00fcndet er, dass &#8230;\u201c Das schm\u00e4lert Ihre Vertrauensbasis. Verzetteln Sie sich beim Beschreiben der Wechselwirkungen jedoch nicht zu sehr in technischen Details und visualisieren sie diese soweit m\u00f6glich. Sonst erzeugen Sie bei Ihren Mitarbeitern nur Verwirrung.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"6\">\n<li>\n<h2>Change braucht seine Zeit.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen vollziehen Einstellungs- und Verhaltens\u00e4nderungen selten von heute auf morgen. Sie ben\u00f6tigen hierf\u00fcr Zeit. Unter anderem, weil sie beim Ausprobieren neuer Verhaltensmuster meist die Erfahrung sammeln: So wie wir es bisher gemacht haben, ging es einfacher oder schneller. Deshalb fallen sie rasch in ihre alten Verhaltensmuster zur\u00fcck, so lange sie noch keine Routine in der neuen Art, Aufgaben zu l\u00f6sen oder anzugehen, entwickelt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Im Verlauf von Change-Projekten sind F\u00fchrungskr\u00e4fte vor allem als \u201eErmutiger\u201c und \u201eErm\u00f6glicher\u201c gefragt. Erl\u00e4utern Sie Ihren Mitarbeitern an simplen Beispielen, wie schwer es Menschen, also auch Ihnen, f\u00e4llt, Gewohnheiten aufzugeben \u2013 zum Beispiel nur, statt mit der rechten mit der linken Hand die Z\u00e4hne zu putzen. Erl\u00e4utern Sie Ihnen zudem, wie Lernprozesse bei Menschen verlaufen und wie lange es dauert, neue Routinen zu entwickeln \u2013 zum Beispiel daran, wie wir das Autofahren lernten. Hierbei nahmen wir zun\u00e4chst alle damit verbundenen T\u00e4tigkeiten wie nach dem Weg schauen, lenken, kuppeln, Gas geben, schalten ganz bewusst wahr. Und oft hatten wir das Gef\u00fchl \u201eIch lerne das nie\u201c, weil es uns schwer fiel, die Handlungen zu koordinieren. Und heute? Heute vollf\u00fchren wir sie ganz nebenbei, so dass wir uns beim Autofahren noch unterhalten und die Landschaft anschauen k\u00f6nnen. Vermitteln Sie dies Ihren Mitarbeitern. Suchen Sie zudem immer wieder das Gespr\u00e4ch mit ihnen dar\u00fcber, inwieweit es ihnen gelingt, die neuen Verhaltensweisen zu zeigen oder ihre neuen Aufgaben zu l\u00f6sen; au\u00dferdem dar\u00fcber, wie Sie sie dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Und haben und zeigen Sie Verst\u00e4ndnis und Geduld. Denn auch F\u00fchrungskr\u00e4fte ver\u00e4ndern ihr Verhalten selten von heute auf morgen. Auch sie m\u00fcssen dies trainieren und ein\u00fcben.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"7\">\n<li>\n<h2>Change bedeutet auch Abschied nehmen.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ver\u00e4nderung bedeutet stets auch Abschied nehmen \u2013 von Gewohntem, bisher Selbstverst\u00e4ndlichem, Verhaltensmustern und Routinen, die man h\u00e4ufig im Verlauf vieler Jahre entwickelt und liebgewonnen hat. Das f\u00e4llt jedem Menschen schwer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Lassen Sie keinen Zweifel daran aufkommen, dass Ihre Mitarbeiter (und Sie) ihre Komfortzonen verlassen und sozusagen Neuland betreten m\u00fcssen \u2013 mit allen Unsicherheiten, die hiermit verbunden sind. W\u00fcrdigen Sie jedoch zugleich die Leistung, die Ihre Mitarbeiter in der Vergangenheit erbrachten, und gew\u00e4hren Sie ihnen die erforderliche Zeit und den n\u00f6tigen Raum, um sich vom Alten, Liebgewonnenen, Vertrauten, das sozusagen ein Teil der Identit\u00e4t der Mitarbeiter (und des Unternehmens) war, zu verabschieden. Zeigen Sie Empathie und Mitgef\u00fchl, und sagen Sie Ihren Mitarbeitern Unterst\u00fctzung zu, jedoch ohne in eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Larmoyanz, also Wehleidigkeit, zu verfallen. Versuchen Sie vielmehr, wenn die Zeit reif ist, Schritt f\u00fcr Schritt den Mitarbeitern die neue Rolle, die neue Struktur, das neue Ziel schmackhaft zu machen \u2013 damit allm\u00e4hlich die n\u00f6tige Zukunftsorientierung und Ver\u00e4nderungsenergie entsteht.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"8\">\n<li>\n<h2>Change kommt \u201eobendrauf\u201c.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mit Change-Projekten verbundenen Aufgaben m\u00fcssen Mitarbeiter meist neben ihren Alltagsaufgaben verrichten. Deshalb ist die Gefahr gro\u00df, dass sie liegen bleiben oder zeitlich verz\u00f6gert ausgef\u00fchrt werden, weil das Alltagsgesch\u00e4ft stets dringlicher erscheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Brechen Sie das Change-Projekt in Arbeitspakete herunter. Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, welche Beitr\u00e4ge Sie von ihnen im Projekt zus\u00e4tzlich zum Tagesgesch\u00e4ft erwarten. Vereinbaren Sie mit ihnen Review-Termine, an denen Sie sich \u00fcber das Getane informieren. Nur so schaffen Sie die n\u00f6tige Verbindlichkeit. Signalisieren Sie Ihren Mitarbeiter, dass Sie wissen, dass auf sie Mehrarbeit und eine emotionale Mehrbelastung zukommt. Und versprechen Sie ihnen, dass Sie ihnen jegliche Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren, die n\u00f6tig und Ihnen m\u00f6glich ist. Gehen Sie zudem mit gutem Beispiel voran: Zeigen auch Sie das gew\u00fcnschte Mehr-Engagement und unterstreichen Sie immer wieder die Notwendigkeit des Changes \u2013 zum Beispiel in Meetings.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"9\">\n<li>\n<h2>Change erzeugt Widerstand, das ist normal.<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei jedem Change-Projekt gibt es auch Verlierer beziehungsweise Personen, die sich als solche empfinden \u2013 zum Beispiel, weil sie bef\u00fcrchten, Privilegien zu verlieren. Deshalb sind neben Einw\u00e4nden und Bedenken auch Widerst\u00e4nde normal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tipps f\u00fcr die F\u00fchrungskommunikation: <\/strong>Rechnen Sie bei Change-Projekten damit, dass Mitarbeiter Widerstand zeigen. Ist dies der Fall, versuchen Sie im Gespr\u00e4ch mit dem betreffenden Mitarbeiter die Ursachen hierf\u00fcr zu erkunden. Sind die Widerst\u00e4nde sachlich begr\u00fcndet, versuchen Sie mit dem Mitarbeiter ausgehend vom Zielbild, eine m\u00f6gliche L\u00f6sung zu finden. Liegen die Ursachen im emotionalen Bereich, etwa in der Angst vor der Ver\u00e4nderung, dann versuchen Sie es mit Fragen wie: \u201eWas brauchen Sie, um sich dennoch zu engagieren?\u201c Hilft das nicht, dann zeigen Sie sich konsequent: \u201eEntweder Sie arbeiten mit, oder \u2026\u201c. Sonst riskieren Sie, dass der \u201eWiderst\u00e4ndler\u201c Kollegen infiziert. H\u00fcten Sie sich davor, den \u201eWiderst\u00e4ndlern\u201c in der Change-Kommunikation zu viel Raum einzur\u00e4umen. Fokussieren Sie Ihre Kommunikation auf die Mitarbeiter, die dem Projekt abwartend-z\u00f6gerlich gegen\u00fcber stehen, weil sie Bedenken haben. Versuchen Sie diese als Mitstreiter zu gewinnen \u2013 zum Beispiel, indem Sie diese mit Projektbef\u00fcrwortern Arbeitsteams bilden lassen. Denn dann werden die \u201eZ\u00f6gerlichen\u201c von deren Elan infiziert, und es entsteht die kritische Masse von Mitstreitern, die Sie f\u00fcr jedes Projekt brauchen. Die \u201eWiderst\u00e4ndler\u201c hingegen stehen zunehmend auf verlorenem Posten, sofern sie ihre Einstellung und ihr Verhalten nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Autor:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1808\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Schwartz-Michael_web-113x120.jpg\" alt=\"Schwartz, Michael\" width=\"113\" height=\"120\" \/>Michael Schwartz<\/strong> leitet das Institut f\u00fcr integrale Lebens- und Arbeitspraxis (ilea), Esslingen bei Stuttgart, das unter anderem mit dem Steinbeis-Transferzentrum pvm, Reutlingen, eine Changemanagement-Kompaktausbildung anbietet. Der Diplom-Physiker arbeitete vor seiner Beratert\u00e4tigkeit zwei Jahrzehnte als F\u00fchrungskraft und Projektmanager in der (Software-)Industrie.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fchange-kommunikation%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fchange-kommunikation%2F&text=Change-Kommunikation\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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