{"id":4848,"date":"2017-11-09T08:31:21","date_gmt":"2017-11-09T06:31:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=4848"},"modified":"2017-09-25T18:32:41","modified_gmt":"2017-09-25T16:32:41","slug":"vom-talentmanagement-zum-staerken-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/vom-talentmanagement-zum-staerken-management\/","title":{"rendered":"Vom Talentmanagement zum St\u00e4rken-Management"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In vielen Unternehmen ist aufgrund der vielen Ver\u00e4nderungen und der geringen Planbarkeit ein zentral gesteuertes Talentmanagement heute kaum noch m\u00f6glich und sinnvoll. Stattdessen gilt es, die Mitarbeiter vor Ort beim Entdecken, Entwickeln und gezielten Nutzen ihrer St\u00e4rken zu unterst\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnsere Mitarbeiter m\u00fcssen mehr Eigeninitiative entfalten und mehr Eigenverantwortung zeigen.\u201c Solche Aussagen h\u00f6rt man in den letzten Jahren immer h\u00e4ufiger aus den Chefetagen der Unternehmen. Denn in vielen Unternehmen ist der Ver\u00e4nderungsbedarf so gro\u00df, dass er top-down weder erfasst noch befriedigt werden kann \u2013 schon gar nicht in der erforderlichen kurzen Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also m\u00fcssen die Mitarbeiter auf der sogenannten operativen Ebene aktiv werden. Sie sollen mehr Verantwortung \u00fcbernehmen und beispielsweise die Initiative zum Steigern der Qualit\u00e4t der Leistung ergreifen. Das k\u00f6nnen sie zumindest theoretisch auch, denn im Betriebsalltag registrieren sie viel fr\u00fcher als ihre Vorgesetzten auf den Top-Ebenen, wenn Sand im Getriebe des Unternehmens ist \u2013 sei es in der Produktion, im Kundenkontakt oder schlicht bei der bereichs\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit, um nur einige Beispiele zu nennen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Mehr Eigenverantwortung und -initiative erw\u00fcnscht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wann ergreifen Mitarbeiter die Initiative? Wann \u00fcbernehmen sie bereitwillig mehr Verantwortung? Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssen daf\u00fcr zuerst die Rahmenbedingungen gegeben sein. So sollte im Unternehmen zum Beispiel eine Struktur bestehen, die es den Mitarbeitern erm\u00f6glicht, im Rahmen ihres Aufgabengebiets eigenst\u00e4ndig Entscheidungen zu treffen. Au\u00dferdem sollte eine Kultur existieren, in der Mitarbeiter, wenn sie bei ihrer Arbeit begr\u00fcndet neue Wege gehen, nicht bef\u00fcrchten m\u00fcssen, bei einem Scheitern am Pranger zu stehen. Das alles sind zwar notwendige Voraussetzungen daf\u00fcr, dass Mitarbeiter mehr Eigeninitiative und -verantwortung zeigen, doch das allein reicht nicht aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Betriebsalltag stellt man immer wieder fest, dass sich Mitarbeiter \u2013 selbst, wenn die genannten Rahmenbedingungen gegeben sind \u2013 beim Wahrnehmen bestimmter Aufgaben v\u00f6llig unterschiedlich verhalten. W\u00e4hrend manche Mitarbeiter die ihnen gew\u00e4hrten Entscheidungs- und Gestaltungsspielr\u00e4ume begeistert nutzen und zur H\u00f6chstform auflaufen, d\u00fcmpeln andere weiter so vor sich hin und machen ihren \u201eJob\u201c \u2013 mehr schlecht als recht \u2013 nach dem gewohnten Schema F. Und wenn man sie zum Beispiel als F\u00fchrungskraft darauf anspricht, warum sie sich in einer Situation so und nicht anders verhalten haben? Dann erwidern sie \u201eDas hat mir keiner gesagt\u201c oder \u201eDas haben wir doch schon immer so gemacht\u201c statt kurz nachzudenken und dann beispielsweise zu erwidern: \u201eDa h\u00e4tte ich vermutlich anders reagieren sollen. Ich lerne daraus f\u00fcr die Zukunft.\u201c<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Talente und St\u00e4rken sind individuell verschieden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch warum reagieren die Menschen so verschieden in ein und derselben Situation? Selbstverst\u00e4ndlich gibt es unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeiten, und manche Menschen scheinen zu tr\u00e4ge zu sein, um sich \u00fcberhaupt aufzuraffen. Doch dies ist eher die Ausnahme. Viel entscheidender ist: Wir alle haben unterschiedliche Talente und St\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein allgemein bekanntes Sprichwort lautet: \u201eAus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen\u201c. Ebenso gilt umgekehrt: \u201eAus einem Rennpferd kann man keinen Ackergaul machen.\u201c \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Menschen. Auch sie haben aufgrund ihrer pers\u00f6nlichen Disposition verschiedene Talente und aufgrund ihrer Sozialisation unterschiedliche St\u00e4rken. Deshalb begeistern sie sich f\u00fcr unterschiedliche Aufgaben. W\u00e4hrend der eine beispielsweise zu Topform aufl\u00e4uft, wenn er alleine f\u00fcr sich, im stillen K\u00e4mmerchen eine komplexe Aufgabe l\u00f6sen kann, bl\u00fcht der andere auf, wenn er sich bei seiner Arbeit mit m\u00f6glichst vielen Menschen austauschen und neue Ideen entwickeln kann.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Intrinsisch motivierte Mitarbeiter sind gefragt<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Psychologen und HR-Experten nennen Personen, die bei einer T\u00e4tigkeit regelrecht aufbl\u00fchen \u201eintrinsisch motiviert\u201c. Das hei\u00dft, sie brauchen keinen Antrieb von au\u00dfen. Auch wie viel Anerkennung sie \u2013 monet\u00e4r oder ideell \u2013 im Erfolgsfall bekommen, ist ihnen zumindest beim Erf\u00fcllen der Aufgabe \u201eegal\u201c. Denn die Aufgabe selbst reizt sie und macht ihnen Freude.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solch intrinsisch motivierte Mitarbeiter brauchen Unternehmen k\u00fcnftig in der von rascher Ver\u00e4nderung und geringer Planbarkeit gepr\u00e4gten VUCA-Welt verst\u00e4rkt, wenn sie erfolgreich sein wollen. Doch wie k\u00f6nnen Unternehmen diese Mitarbeiter gewinnen \u2013 in einem Arbeitsmarkt, der heute schon gepr\u00e4gt ist durch einen Mangel an qualifizierten und motivierten Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften? Die klassische Antwort auf diese Frage lautet: Wir m\u00fcssen als Unternehmen ein gezieltes Talent-Management betreiben \u2013 also durch ein entsprechendes Recruiting und eine strategisch orientierte Personalentwicklung daf\u00fcr sorgen, dass wir auch noch in drei, f\u00fcnf oder gar zehn Jahren, die Mitarbeiter mit den erforderlichen Kompetenzen haben.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Das Talentmanagement st\u00f6\u00dft an seine Grenzen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein solches Talentmanagement hat auch heute noch seine Berechtigung, es st\u00f6\u00dft jedoch in einer Unternehmenswelt, in der sich Strategien und Planungen immer schneller \u00e4ndern, zunehmend an seine Grenzen. Heute wissen die Unternehmen meist noch nicht,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>wie viele Mitarbeiter sie in drei, f\u00fcnf oder zehn Jahren brauchen und<\/li>\n<li>\u00fcber welche Kompetenzen diese dann verf\u00fcgen m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb wird in Personalerkreisen seit Jahren unter dem Stichwort \u201eEmployability\u201c, sprich Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit, dar\u00fcber diskutiert, dass<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>sich die Verantwortung f\u00fcr die Personal- und Kompetenzentwicklung zunehmend auf die operative Ebene verlagern sollte und<\/li>\n<li>die Mitarbeiter sich eigeninitiativ weiterentwickeln und neue Kompetenzen aneignen m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wie k\u00f6nnen Mitarbeiter zu solchen Selbstentwicklern werden? Indem sie mal dieses Seminar besuchen und mal jenen Online-Kurs absolvieren \u2013 je nach Lust und Laune sowie aktueller Mode? Das w\u00e4re wenig zielf\u00fchrend. Der einzige gangbare Weg ist, dass sich die Mitarbeiter \u2013 mit oder ohne Unterst\u00fctzung ihres Arbeitgebers oder ihrer F\u00fchrungskr\u00e4fte \u2013 ihrer Talente und St\u00e4rken bewusst werden und diese dann gezielt entwickeln beziehungsweise ausbauen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Talente nutzen, St\u00e4rken ausbauen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Talente hat jeder Mensch \u2013 doch bei manchen sind sie wie im biblischen Gleichnis von den anvertrauten Talenten vergraben. Das hei\u00dft, sie werden nicht aktiv genutzt \u2013 also tragen sie auch keine Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Talente erkennt man daran, dass Menschen eine T\u00e4tigkeit relativ leicht von der Hand geht und ihnen zudem Spa\u00df bereitet, weshalb auch die Resultate \u00fcberdurchschnittlich sind. \u00c4hnlich wie dies bei jungen Sport-Talenten der Fall ist, die auch ohne ein gezieltes Training in einer Sportart deutlich bessere Leistungen als die Allermeisten ihrer Altersgenossen erbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Talent ist jedoch noch keine St\u00e4rke. Zu einer St\u00e4rke wird ein Talent erst durch systematisches Training und Erfahrung \u2013 weshalb sich mit der Zeit auch immer bessere Ergebnisse einstellen, was wiederum die intrinsische Motivation erh\u00f6ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Entwicklungsprozess sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter unterst\u00fctzen \u2013 zum Beispiel indem sie mittels Tests oder durch eine gemeinsame Reflexion ihrer Arbeit deren Bewusstsein daf\u00fcr st\u00e4rken, wo ihre Talente und St\u00e4rken liegen, und sie dann dabei unterst\u00fctzen, aus Talenten St\u00e4rken zu entwickeln und bereits vorhandene St\u00e4rken auszubauen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Den St\u00e4rkencode knacken, ein St\u00e4rkenprofil erstellen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Generell lassen sich bei den St\u00e4rken f\u00fcnf Dimensionen unterscheiden. Neben analytischen gibt es entdeckende, praktische, kooperative und stabilisierende St\u00e4rken. Und abh\u00e4ngig davon, wie stark diese bei Menschen ausgepr\u00e4gt sind, fallen ihnen gewisse Aufgaben und T\u00e4tigkeiten leichter oder schwerer (<em>siehe Kasten 1 \u2013 St\u00e4rken<\/em>). Sinnvoll ist es bei der Personalentwicklung zun\u00e4chst, Mitarbeiter dazu zu animieren, alleine oder mit professioneller Unterst\u00fctzung, ein St\u00e4rken-Profil von sich zu erstellen, das zeigt, in welchen Bereichen ihre St\u00e4rken und noch ungenutzten Talente liegen. Danach kann in einem zweiten Schritt beispielsweise im Dialog mit der F\u00fchrungskraft oder einem Coach ermittelt werden,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>inwieweit es sich bei den identifizierten St\u00e4rken um bereits genutzte oder noch ungenutzte St\u00e4rken handelt, und<\/li>\n<li>ob der Mitarbeiter beim Wahrnehmen gewisser T\u00e4tigkeiten bestimmte St\u00e4rken eventuell \u00fcbertreibt, so dass hieraus Schw\u00e4chen werden (<em>siehe Grafik 1 \u2013 St\u00e4rkenmap).<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4850\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Talent-St\u00e4rken-Management_St\u00e4rkenmap_Grafik1.jpg\" alt=\"Talent-St\u00e4rken-Management_St\u00e4rkenmap_Grafik1\" width=\"361\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Talent-St\u00e4rken-Management_St\u00e4rkenmap_Grafik1.jpg 361w, https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Talent-St\u00e4rken-Management_St\u00e4rkenmap_Grafik1-229x300.jpg 229w, https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Talent-St\u00e4rken-Management_St\u00e4rkenmap_Grafik1-321x420.jpg 321w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die individuellen St\u00e4rken mit System entwickeln<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierauf aufbauend kann dann erneut im Dialog mit dem Mitarbeiter ermittelt werden, welche Aufgaben er verst\u00e4rkt \u00fcbernehmen sollte, damit er seine St\u00e4rken noch besser oder umfassender nutzen kann; au\u00dferdem k\u00f6nnen mit ihm Entwicklungsma\u00dfnahmen vereinbart werden, was er tun kann, damit sich seine noch ungenutzten Talente zu St\u00e4rken entwickeln und seine St\u00e4rken weiter gefestigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Personaleinsatzplanung, die sich an den St\u00e4rken der Mitarbeiter orientiert, hat den Vorzug, dass die Mitarbeiter beim Wahrnehmen ihrer Aufgaben intrinsisch motiviert sind, da sie ihnen leicht von der Hand gehen und sie dabei \u00fcberdurchschnittlich erfolgreich sind; und weil ihnen diese Erfolgserlebnisse \u2013 insbesondere, wenn sie zudem ein positives Feedback erhalten \u2013 Befriedigung bereiten, fragen sich die Mitarbeiter nahezu automatisch, wie sie die betreffende Aufgabe k\u00fcnftig noch besser machen k\u00f6nnen. Sie zeigen also die gew\u00fcnschte Eigeninitiative und -verantwortung.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Aus Mitarbeitern werden Selbstmanager<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei der Personal- und Kompetenzentwicklung. Wenn Mitarbeiter ihre St\u00e4rken und Talente kennen, sind sie in der Lage, sich eigenst\u00e4ndig zu \u00fcberlegen,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>was sie tun k\u00f6nnen, damit aus ihren noch ungenutzten Talenten St\u00e4rken werden, und<\/li>\n<li>in welchen Aufgabenfeldern sie ihre St\u00e4rken noch (besser) nutzen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen f\u00fcr sich einen Entwicklungsplan entwerfen und danach beispielsweise das Gespr\u00e4ch mit ihrer F\u00fchrungskraft dar\u00fcber suchen,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>inwieweit dieser pers\u00f6nliche Entwicklungsplan in ihrem Unternehmen beziehungsweise aktuellen Arbeitsfeld realisierbar ist, und<\/li>\n<li>welche Unterst\u00fctzung ihnen die F\u00fchrungskraft beziehungsweise das Unternehmen bei dessen Realisierung bieten kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft, die Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung des Mitarbeiters liegt anders als beim klassischen Talentmanagement nicht in den H\u00e4nden einer fernen Personalentwicklungsabteilung, sondern sie ist und bleibt in der Selbstverantwortung des Mitarbeiters. Und die firmeninterne Personalentwicklung sowie die unmittelbaren Vorgesetzten des Mitarbeiters haben hierbei nur eine unterst\u00fctzende Funktion.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Einen Paradigmenwechsel vollziehen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein solcher Paradigmenwechsel bei der Personal- und Kompetenzentwicklung ist in vielen modernen Unternehmen n\u00f6tig, denn in ihnen k\u00f6nnen die Personalabteilungen \u2013 unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben und (beruflichen) Biografien der Mitarbeiter \u2013 immer schwerer erfassen, was die Mitarbeiter f\u00fcr ihre weitere Entwicklung brauchen. Und schon gar nicht kann der Bedarf mit zentral konzipierten Entwicklungsma\u00dfnahmen befriedigt werden. Daf\u00fcr ist der Entwicklungsbedarf individuell zu verschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechendes gilt f\u00fcr die F\u00fchrungskr\u00e4fte speziell in Unternehmen, in denen die Kernleistungen weitgehend von vielen Spezialisten in oft bereichs\u00fcbergreifender Team- und Projektarbeit erbracht werden. Auch sie k\u00f6nnen meist nur bedingt einsch\u00e4tzen, welche F\u00f6rderung diese Spezialisten brauchen, um entweder noch mehr oder auch k\u00fcnftig die gew\u00fcnschte Wirkung zu entfalten. Deshalb k\u00f6nnen sie im Prozess der Kompetenzentwicklung letztlich nur unterst\u00fctzend agieren. Die zentrale Verantwortung hierf\u00fcr muss beim Mitarbeiter bleiben. Deshalb ist ein Schwenk von einem eher zentral organisierten Talentmanagement hin zu einem individuellen St\u00e4rkenmanagement vor Ort sinnvoll, das die Mitarbeiter einerseits in die Pflicht nimmt und ihnen andererseits die n\u00f6tigen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten bietet.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Autor:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4849\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Rebmann-Frank_Portrait2-120x120.jpg\" alt=\"Rebmann-Frank\" width=\"120\" height=\"120\" \/>Frank Rebmann<\/strong>, Stuttgart, arbeitet als (F\u00fchrungskr\u00e4fte-)Trainer, Berater und Coach f\u00fcr Unternehmen. Als solcher hat er sich auf das Themenfeld \u201eSt\u00e4rkenmanagement\u201c spezialisiert. Im August 2017 erschien im Campus-Verlag sein Buch \u201eDer St\u00e4rken-Code: Die eigenen Talente entschl\u00fcsseln, anerkennen und weiterentwickeln\u201c.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fvom-talentmanagement-zum-staerken-management%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fvom-talentmanagement-zum-staerken-management%2F&text=Vom%20Talentmanagement%20zum%20St%C3%A4rken-Management\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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