{"id":6081,"date":"2019-06-12T10:01:59","date_gmt":"2019-06-12T08:01:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=6081"},"modified":"2019-02-17T20:09:12","modified_gmt":"2019-02-17T18:09:12","slug":"von-leadership-bis-leadershit-der-alltaegliche-fuehrungswahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/von-leadership-bis-leadershit-der-alltaegliche-fuehrungswahnsinn\/","title":{"rendered":"Von Leadership bis Leadershit &#8211; Der allt\u00e4gliche F\u00fchrungswahnsinn"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unternehmen und deren F\u00fchrungskr\u00e4fte werden vom disruptiven Wandel bestimmt. Alles ist immer und zu jeder Zeit in Bewegung. Ob individuelle private Ver\u00e4nderungen, strukturelle Wechsel im Unternehmen oder gesamtwirtschaftlich konjunkturelle Phasen \u2013 die Vielzahl und steigende Komplexit\u00e4t der Erneuerungen erfordert ein schnelles Erkennen der Zusammenh\u00e4nge und ein ebenso rasches Handeln aufgrund wirksamer Entscheidungen. Kein Wunder, dass der allt\u00e4gliche Management-, F\u00fchrungs- und Kommunikationswahnsinn gr\u00fc\u00dfen l\u00e4sst \u2013 nicht nur auf den Chefetagen, sondern \u00fcberall im Unternehmen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alles wirkt sich unweigerlich auf das F\u00fchrungsverhalten aus. Schlie\u00dflich sind F\u00fchrungskr\u00e4fte auch nur Menschen. Selbst wenn man von ihnen oft unmenschliche Dinge erwartet: Stets inhaltlich auf dem Laufenden, menschlich zu kommunizieren, zu lenken und zu leiten. Dabei die Strategie ebenso wenig zu vergessen wie die Mitarbeiter. Ganz zu schweigen von der Herausforderung der digitalen Transformation, die t\u00e4glich flexibel und agil gehandhabt sein will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Auswirkungen das alles haben kann, zeigen die folgenden ausgew\u00e4hlten, mehr oder weniger fiktiven Geschichten von und mit Hannes, 49. Der studierte Betriebswirt, Produktionsleiter und Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung eines internationalen Industriekonzerns versucht, mehr Impulsgeber als Kontrollinstanz zu sein. Statt zu dirigieren will er lieber dienen. Mit klarer Kommunikation, kollegialem Stil und hoher Wertsch\u00e4tzung ist es sein Ziel, mit Ergebnissen aufzuwarten. Trotz bester Absicht, gelingt ihm das nicht immer. Und w\u00e4hrend wir uns beim Lesen noch wundern \u00fcber die eine oder andere Absurdit\u00e4t, merken wir, dass wir so einiges bestimmt schon einmal erlebt haben \u2013 im Meeting, auf der Chefetage oder im B\u00fcro (nebenan). Und wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir das eine oder andere merkw\u00fcrdige Verhalten sogar an uns selbst schon beobachtet.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Story 1: Wie man sich bildet, so f\u00fchrt man(n)<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montagmorgen acht Uhr. Eine Stunde bis zur Sitzung der Gesch\u00e4ftsleitung. Hannes bereitet seine Tagesordnungspunkte vor: Mitarbeiter sind keine ausgefallen, im Betrieb l\u00e4uft alles. Eine gewonnene Stunde. Einzig eine alte Aufgabe wartet noch auf Erledigung. Bis Ende des Monats muss Hannes der HR-Abteilung seine Weiterbildungsbed\u00fcrfnisse mitteilen. Als F\u00fchrungskraft hat er Anrecht auf f\u00fcnf Tage aus dem eigenen Seminarprogramm. \u201eAnrecht\u201c ist nur die offizielle Formulierung, in Wirklichkeit steht \u201eErwartung\u201c subtil zwischen den Zeilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes k\u00e4me ohne Weiterbildung aus, aber imagetechnisch geht das nicht. Also nutzt Hannes heute die Zeit, um sich schlau zu machen. Er bl\u00e4ttert im Katalog von vorne nach hinten und wieder zur\u00fcck. Nichts \u00fcberzeugt ihn. Er beschlie\u00dft, zun\u00e4chst eine Anforderungsliste zu erstellen und dann das passende Seminar zu suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wichtigste Punkt: Unter keinen Umst\u00e4nden darf das Seminar den Urlaub tangieren. Ebenfalls ung\u00fcnstig sind die Zeitr\u00e4ume, in denen sein Stellvertreter abwesend ist. Ideal w\u00e4re eine Woche, in der ein Feiertag liegt, vielleicht vor Christi Himmelfahrt. Nimmt er den Freitag als Zeitausgleich, kann er mal richtig abschalten. Das lenkt seine Gedanken auf ein bisher vernachl\u00e4ssigtes Kriterium: das Hotel. Mit Wellnessbereich, nicht gerade in der n\u00e4heren Umgebung, aber auch nicht zu weit weg. Die Heimreise soll schlie\u00dflich nicht zu lange dauern. Die \u00e4u\u00dferen Bedingungen sind skizziert. Nun zu den Inhalten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAnspruchsvolle Mitarbeitergespr\u00e4che f\u00fchren\u201c k\u00f6nnte er im Moment gut gebrauchen. \u201eAllerdings&#8220;, schie\u00dft es Hannes durch den Kopf, \u201eriecht das nach Rollenspiel mit Videoaufnahmen&#8220;. Den Nutzen sieht er ein, aber so stark exponieren m\u00f6chte er sich doch nicht. Er will ja nicht blo\u00df etwas lernen, sondern auch bei den anderen Kursteilnehmern Eindruck schinden. Im Grunde t\u00e4te Hannes etwas \u201ePr\u00e4sentationstechnik\u201c gut. Auch da gibt es Rollenspiele, aber darauf k\u00f6nnte man sich ja vorbereiten. W\u00e4re da nicht das Problem: Macht er die Vorbereitungsaufgaben, wird er wohl der einzige sein, der sie gemacht hat. Macht er sie nicht, hat er ein Imageproblem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Rubrik \u201ePers\u00f6nlichkeitsentwicklung\u201c findet Hannes das Seminar \u201eSelbstmanagement\u201c. Das Hotel passt, Rollenspiele gibt es keine. Imagem\u00e4ssig lassen sich hier tolle Geschichten erz\u00e4hlen und die anderen Teilnehmer beeindrucken. Er kann im Geheimen viel mitnehmen. Und nirgends l\u00e4sst sich Unverm\u00f6gen so geschickt verstecken. Ein Blick auf den Kursleiter. Oje! Er erinnert sich an sein letztes Seminar. In der Feedbackrunde \u00e4u\u00dferte Hannes, dass er gerne Antworten auf seine Fragen h\u00e4tte, nicht neue Fragen. Das Feedback zu seinem Feedback kam prompt: \u201eHannes, sp\u00fcrst du den Rebell in dir? Was geschieht in diesem Moment in dir drin?\u201c Schlie\u00dflich wurde er zum Kursthema stilisiert. \u201eErkennt ihr das rebellische Kindheits-Ich aus der Transaktionsanalyse\u201c. Geht noch einmal in die Gruppen und \u00fcberlegt euch in den n\u00e4chsten 60 Minuten, welche Methode geeignet w\u00e4re, einen erwachsenen Menschen aus dem rebellischen Kindheits-Ich ins ausgeglichene Erwachsenen-Ich zu bringen, ohne ihn mit seinen Defiziten paradox zu konfrontieren.\u201c Dieser Kurs ist also auch nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes Gedanken drehen im Kreis. Noch 15 Minuten bis zur Sitzung. Am liebsten w\u00fcrde er dem HR-Kollegen die Anmeldung gleich mitgeben. Einmal mehr k\u00f6nnte sich Hannes subtil als \u201eMacher und Entscheider\u201c positionieren. Dazu w\u00fcrde passen, wenn er sich f\u00fcr den Workshop \u201eEntscheiden \u2013 schnell und richtig\u201c anmeldet. Das zeigt, dass ihm das Thema wichtig ist. Und die Tatsache, die Anmeldung sehr fr\u00fch abzugeben, verdeutlicht, dass er auf h\u00f6chstem Niveau Fortschritte machen m\u00f6chte. Das macht Eindruck und verleiht Respekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch drei Minuten. Hannes spurtet in das Meeting. Beim Punkt \u201eWeiterbildung f\u00fcr das Management\u201c greift Hannes freudig zu seinem ausgef\u00fcllten Formular. Doch alles kommt anders! Der CEO gibt dem HR-Leiter das Wort: \u201eLiebe Kolleginnen und Kollegen, aus finanziellen Gr\u00fcnden wurde das Budget f\u00fcr die Weiterbildung der Kaderstufen 1-3 bis auf Weiteres gestrichen.\u201c<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Story 2: Mitarbeitergespr\u00e4che sind (k)eine Kunst!<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit ist reif. Das Verhalten eines Mitarbeiters gef\u00e4llt Hannes schon lange nicht mehr. Die Leistungen von Mustermann sind alles andere als musterg\u00fcltig. Termine werden so knapp eingehalten, dass es oft unsicher ist, ob es klappt. Au\u00dferdem h\u00e4ufen sich die Krankentage am Montag nach Heimspielen des Lieblings-Fussballclubs. Immer wieder hat Hannes sich eingeredet, dass es besser werde und Mustermann nicht damit konfrontiert. Im Grunde aber ist es so, dass Hannes das entscheidende Gespr\u00e4ch seit Monaten vor sich herschiebt. Jetzt ist es soweit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes hat Fakten gesammelt und bastelt sich einen Leitfaden f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit Mustermann. Wie soll er beginnen? Etwas Smalltalk? Das schafft Atmosph\u00e4re. Allerdings ist zu viel davon auch nicht gut. Man soll nicht zu kollegial wirken, wenn es hart auf hart kommt. Stichwortartig notiert Hannes: \u201eKurzer Smalltalk: Wetter passt immer, fragen ob er Skifahren geht\u201c. Aber was, wenn der Mitarbeiter gleich nach dem Ski-Urlaub fragt? Also muss ein unverf\u00e4nglicheres Thema her. \u201eWie geht\u2019s?\u201c Nicht sehr kreativ und es interessiert ihn auch nicht besonders \u2013 auf der anderen Seite fragt sein Chef ihn das auch immer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann zum Problem: \u201eIch bin heute da, um mit Ihnen\u2026\u201c das h\u00f6rt sich zu sehr nach Verh\u00f6r an, zu dramatisch. Also direkter: <em>\u201e<\/em>Herr Mustermann\u201c \u2013 das ist etwas f\u00f6rmlich, distanziert, schie\u00dft es Hannes durch den Kopf. \u201eGesch\u00e4tzter Herr Mustermann\u201c. Genau, das dr\u00fcckt Wertsch\u00e4tzung aus, so steht es im Leitbild. Also: \u201eGesch\u00e4tzter Herr Mustermann, ich bin grunds\u00e4tzlich zufrieden mit Ihnen\u201c.\u00a0 Nein, das gef\u00e4llt Hannes nicht. \u201eGrunds\u00e4tzlich zufrieden\u201c h\u00f6rt sich negativ an. Dann kann er ja gleich sagen: \u201eIch bin unzufrieden mit Ihnen.\u201c Aber das ist doch recht hart, wie ein Schlag ins Gesicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes \u00fcberlegt, wie er es denn selbst gern h\u00e4tte? Ehrlich, offen, aber ohne zu verletzen. Konfrontieren, aber eine gute Stimmung halten? Hannes ist am Verzweifeln. Soll er sein Harmoniebed\u00fcrfnis aufgeben, um seinem Chef zu gefallen? Soll er seinen Mitarbeiter verstimmen, um danach noch mehr Probleme zu haben? Aber wenn\u2019s so weitergeht wie bisher, geht\u2019s eben auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes sucht in den Seminarunterlagen der F\u00fchrungsausbildung nach einem Leitfaden und den g\u00e4ngigsten Gespr\u00e4chsmodellen. Coaching t\u00f6nt gut und solide Fragetechniken faszinieren Hannes. Da f\u00e4llt ihm noch etwas ein: Die Kommunikation. In seinen Unterlagen st\u00f6\u00dft Hannes beim Wort \u201egewaltfrei\u201c an die Grenzen seiner Vorstellung. Von Gewalt kann keine Rede sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist zum verr\u00fcckt werden. Nach zwei Stunden Vorbereitung, holt sich Hannes einen Kaffee. Beim Automaten steht Mustermann. Er telefoniert privat. Hannes schaut ihn verdattert an, Mustermann schaut zur\u00fcck und fragt: \u201ePasst etwas nicht?\u201c. Hannes ist sauer und spontan entwischt ihm ein: \u201eJa, dass Sie privat telefonieren und nicht arbeiten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes muss gerade sehr glaubw\u00fcrdig gewirkt haben. Mustermann unterbricht das Gespr\u00e4ch und geht an seinen Arbeitsplatz. Hannes ist stolz, einen solch tollen Gespr\u00e4chseinstieg gefunden zu haben. Mit gesundem Menschenverstand l\u00e4sst sich doch vieles erreichen. Zufrieden wendet sich Hannes dem Tagesgesch\u00e4ft zu \u2013 im Wissen, ein Mitarbeiterproblem konstruktiv angegangen zu sein und gel\u00f6st zu haben \u2013 oder auch nicht!<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Story 3: Reorganisation ist (un)umg\u00e4nglich<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Unternehmen von Hannes hat einmal mehr eine gr\u00f6\u00dfere Reorganisation hinter sich. Offiziell redet man von \u201eNeuausrichtung und Anpassung an die Marktbed\u00fcrfnisse\u201c, \u201efit machen f\u00fcr die Zukunft\u201c und \u201esich neu aufstellen, um noch schneller in einem immer komplexer werdenden Markt vorne mitzuspielen\u201c. Nach interner Leseart werden aufgrund der miserablen Kostenstruktur Teilbereiche abgebaut und das Leistungsangebot eingeschr\u00e4nkt. Wie schon einige Male in den letzten Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesmal greift der Wandel aber tiefer in die Strukturen ein. Vertikalisierung und Schnittstellenoptimierung hei\u00dfen nichts anderes, als dass alles effizienter und effektiver werden soll. Die Servicebereiche Personalentwicklung, Kundendienst und Verkauf werden aufgehoben. Der Zweck: Alles wird kontrollierbarer und die Kosten sind klarer zuzuteilen. Als Nebenprodukt haben die Kunden pro Bereich nur noch einen Ansprechpartner \u2013 wenigstens offiziell.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Umdrehen der Matrix-Organisation, mit der im Grunde keine einzige Schnittstelle beseitigt wird, sondern die Funktionslinien sich nur an anderen Orten kreuzen, zieht nach sich, dass die Prozesse neu aufgesetzt werden m\u00fcssen. Die Verantwortung obliegt neu der Produktionsleitung von Hannes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er setzt sich hin und beginnt beim Einfachen. Er zeichnet den Ablauf einer Reklamation nach. Das Wort \u201eReklamation\u201c wird allerdings nicht mehr verwendet. Neu hei\u00dft es jetzt \u201ekonstruktive Kundenreaktion\u201c. Damit wird das Positive betont und dem Satz aus dem Leitbild \u201eReklamation sind Chancen\u201c neues Leben eingehaucht. Bereits bei \u201eKunde ruft an\u201c lauert die erste H\u00fcrde. Es gibt keinen zentralen Kundendienst mehr. Ab sofort behandelt jeder Bereich die konstruktiven Kundenreaktionen selber. Denn schlie\u00dflich soll jeder Kunde nur noch einen Ansprechpartner haben. Derjenige, der das Produkt verkauft hat, soll auch geradestehen, wenn es nicht funktioniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nochmals von vorne: \u201cKunde ruft an\u201c. Die H\u00fcrde wird gem\u00e4\u00df dynamischen Gepflogenheiten mit einer Warteschleife gemeistert. Der Kunde erh\u00e4lt die Ansage \u201eplease-hold-the-line \u2013 das Gespr\u00e4ch kann zu Qualit\u00e4tszwecken aufgezeichnet werden\u201c und anschlie\u00dfend die Einladung \u201ef\u00fcr eine konstruktive Kundenreaktion zum Produkt A w\u00e4hlen Sie die 1, zu B die 2\u201c und so weiter. Um niemanden zu diskriminieren, muss man zum Schluss noch \u201emit der Zusatzzahl 7 f\u00fcr Deutsch, 8 f\u00fcr Englisch, 9 f\u00fcr andere Sprachen\u201c der Diversit\u00e4t gerecht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das passt. Nach dieser Einteilung landen die Kundenanfragen nun bei der Produktdivision. Aber bei wem? Die vier Stellen aus dem aufgehobenen Kundendienst wurden auf die sechs Divisionen aufgeteilt. Somit sind nur an sechs Stunden pro Tag die Leitungen besetzt. Also gilt es einen Ringruf einzuschalten, die Stellvertreterregelung zu organisieren und im Prozessdiagramm abzubilden. \u201aDas macht Sinn\u2019 redet sich Hannes zufrieden ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kundenerlebnis gestaltet sich also so, dass der Kunde \u2013 nachdem er sich durch die Produkt- und Sprachwahl geschlagen hat \u2013 definitiv in eine Warteschleife gelangt: \u201eHerzlichen Dank f\u00fcr Ihre konstruktive Kundenreaktion. Wir freuen uns \u00fcber Ihre Offenheit. Zurzeit sind leider alle unsere Kundenberater besetzt und k\u00f6nnen Ihre konstruktive Kundenreaktion nicht entgegennehmen.\u201c Um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass das Unternehmen zu viele solche Reaktionen hat, wird gleich der n\u00e4chste Standard in die Voice-Box gesetzt \u201eIhr Feedback freut uns und bringt uns weiter\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hannes ist stolz. Mit diesem Satz wird suggeriert: \u201eJe l\u00e4nger man wartet, desto mehr Fortschritt wird gemacht\u201c. Das ist der Schl\u00fcssel zu mehr Marktn\u00e4he. Einmal mehr wird Hannes sich bewusst, dass Papier\u00fcbungen und Organigramm-Verschiebungs-Projekte durchaus Kundenrelevanz haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Buchtipp:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stefan H\u00e4seli<\/strong><br \/>\n<strong>[amazon_textlink asin=&#8217;3869804548&#8242; text=&#8217;Best Practice Leadershit &#8211; Absurde Wahrheiten aus den Chefetagen&#8216; template=&#8217;ProductLink&#8216; store=&#8217;www.amazon.de&#8216; marketplace=&#8217;DE&#8216; link_id=&#8217;8f84c754-7b12-483c-ab64-83c3271ac525&#8242;]<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">184 Seiten, 19,95 Euro<br \/>\nISBN: 978-3-86980-454-5<br \/>\nVerlag BusinessVillage<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Autor:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-5954\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Stefan-H\u00e4seli_Portrait-Anzug-4c-120x120.jpg\" alt=\"Stefan H\u00e4seli\" width=\"120\" height=\"120\" \/>Stefan H\u00e4seli<\/strong> regt als internationaler Speaker dazu an, wirkungsvolle Kommunikation im Alltag mit Spa\u00df zu erleben. Der 5-Sterne-Redner ist Autor zahlreicher B\u00fccher und Kolumnen. Als Business-Comedian pr\u00e4sentiert er Absurdit\u00e4ten aus den Management-Etagen mit feinsinnigem Humor.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fvon-leadership-bis-leadershit-der-alltaegliche-fuehrungswahnsinn%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fvon-leadership-bis-leadershit-der-alltaegliche-fuehrungswahnsinn%2F&text=Von%20Leadership%20bis%20Leadershit%20%E2%80%93%20Der%20allt%C3%A4gliche%20F%C3%BChrungswahnsinn\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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