{"id":6282,"date":"2019-09-05T11:11:04","date_gmt":"2019-09-05T09:11:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=6282"},"modified":"2019-06-03T16:26:26","modified_gmt":"2019-06-03T14:26:26","slug":"fuehrung-im-digitalen-zeitalter-ein-job-fuer-superwo-man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/fuehrung-im-digitalen-zeitalter-ein-job-fuer-superwo-man\/","title":{"rendered":"F\u00fchrung im digitalen Zeitalter: ein Job f\u00fcr Super(Wo-)man?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine Metastudie des IFIDZ zeigt: Die Anforderungen an F\u00fchrungskr\u00e4fte werden im digitalen Zeitalter zwar vielschichtiger und komplexer, doch weiterhin bleibt die Beziehung von Mensch zu Mensch der entscheidende Erfolgsfaktor. <\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWelche Kompetenzen ben\u00f6tigen F\u00fchrungskr\u00e4fte, um im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich zu f\u00fchren?\u201c. Um dies herauszufinden, analysierte das Institut f\u00fcr F\u00fchrung im digitalen Zeitalter (IFIDZ) 61 Studien und Umfragen zum Thema F\u00fchrung aus den Jahren 2012 bis 2018 und erstellte ein Kompetenz-Ranking.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hiermit verfolgte das IFIDZ zwei Ziele:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Den Verantwortlichen in den Unternehmen einen Impuls f\u00fcr eine intensive Reflexion und Auseinandersetzung mit den relevanten F\u00fchrungskompetenzen im digitalen Zeitalter zu geben. Und:<\/li>\n<li>Ihre Sensibilit\u00e4t daf\u00fcr zu sch\u00e4rfen, welche F\u00fchrungskompetenzen im Kontext der digitalen Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft an Bedeutung gewinnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Untersucht wurden f\u00fcr die \u201eMetastudie 2019: F\u00fchrungskompetenzen im digitalen Zeitalter\u201c 61 Studien und Befragungen zum Themenkomplex F\u00fchrung unterschiedlichen Charakters, an denen insgesamt \u00fcber 100.000 Personen teilnahmen \u2013 meist F\u00fchrungskr\u00e4fte, zum Teil jedoch auch Mitarbeiter und Wissenschaftler. Dabei umfasste die kleinste Befragungsgruppe acht und die gr\u00f6\u00dfte 28.358 Personen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Diskussion \u00fcber F\u00fchrung ist ein fortlaufender Prozess<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Auswerten der Prim\u00e4rstudien, die der Metastudie zugrunde liegen, wurde vor allem analysiert, in wie vielen Studien werden gewisse Kompetenzen als relevante F\u00fchrungskompetenzen genannt. Danach wurde von diesen Kompetenzen entsprechend der H\u00e4ufigkeit ihrer Nennung ein Kompetenz-Ranking erstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei war dem IFIDZ bewusst: Eine Analyse von 61 Studien und Umfragen allein zeichnet kein verl\u00e4ssliches und abschlie\u00dfendes Bild der relevanten F\u00fchrungskompetenzen im digitalen Zeitalter. Dies auch deshalb nicht, weil die Diskussion dar\u00fcber, welche Kompetenzen F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00fcnftig brauchen, eine fortlaufende ist, die in einem sich ver\u00e4ndernden Umfeld stattfindet. In ihrem Verlauf ver\u00e4ndert sich zudem die genutzte Terminologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So f\u00e4llt zum Beispiel auf: In den 2012 bis 2015 erschienenen Studien werden die Begriffe Agilit\u00e4t, Ambidextrie und Disruption noch recht selten verwendet, weshalb sie in der Metastudie auch nicht in den Top-20 der am h\u00e4ufigsten genannten Kompetenzen stehen (siehe Grafik). Anders sieht dies in den im Zeitraum 2016 bis 2018 erstellten Studien aus. In ihnen spielt zumindest der Begriff Agilit\u00e4t fast durchg\u00e4ngig eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insofern bed\u00fcrfen auch die Ergebnisse der Metastudie selbst einer Interpretation. Dessen ungeachtet liefern sie einen guten \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen Stand der Diskussion \u00fcber das Thema F\u00fchrung und die Entwicklungslinien, die sich in ihr bez\u00fcglich der relevanten Anforderungen und Erwartungen an F\u00fchrungskr\u00e4fte im digitalen Zeitalter abzeichnen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Analoge, analogitale und digitale Kompetenzen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt werden im Kompetenz-Ranking der Metastudie 86 F\u00fchrungskompetenzen aufgelistet, die den Prim\u00e4rstudien zufolge, eine Relevanz f\u00fcr den F\u00fchrungserfolg haben. Die am h\u00e4ufigsten genannten Kompetenzen sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Kommunikationsf\u00e4higkeit (57 Prozent),<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderungsf\u00e4higkeit (39 Prozent) und<\/li>\n<li>Wertsch\u00e4tzung\/Mitarbeiterorientierung (33 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei werden in der Metastudie drei Kompetenz-Arten unterschieden.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>\u201e<em>Analoge\u201c Kompetenzen<\/em>: Sie umfassen Kompetenzen, die bereits im \u201evor-digitalen Zeitalter\u201c (z. B. in den 1980er Jahren) bekannt und relevant waren und sich in ihrem Wesen und Inhalt nicht oder nur marginal ge\u00e4ndert haben.<\/li>\n<li>\u201e<em>Analogitale\u201c Kompetenzen:<\/em> Sie umfassen Kompetenzen, die zwar schon im \u201evor-digitalen Zeitalter\u201c bekannt und relevant waren, sich aber durch die Digitalisierung in ihrem Wesen und Inhalt signifikant ver\u00e4ndert haben.<\/li>\n<li><em>\u201eDigitale\u201c Kompetenzen:<\/em> Sie umfassen Kompetenzen, die im \u201evor-digitalen Zeitalter\u201c entweder noch nicht existierten oder kaum Bedeutung hatten und erst im Kontext der Digitalisierung relevant wurden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in den Prim\u00e4rstudien am h\u00e4ufigsten genannten \u201eanalogen\u201c Kompetenzen sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Ver\u00e4nderungsf\u00e4higkeit (39 Prozent),<\/li>\n<li>Wertsch\u00e4tzung (33 Prozent) und<\/li>\n<li>Innovationsf\u00e4higkeit (30 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die am h\u00e4ufigsten genannten \u201eanalogitalen\u201c Kompetenzen sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Kommunikationsf\u00e4higkeit (57 Prozent)<\/li>\n<li>Netzwerkf\u00e4higkeit (26 Prozent) und<\/li>\n<li>Entscheidungsf\u00e4higkeit (25 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die am h\u00e4ufigsten genannten \u201edigitalen\u201c Kompetenzen sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Transparenzorientierung (31 Prozent),<\/li>\n<li>Digital-\/IT-Kompetenz (28 Prozent) und<\/li>\n<li>Heterarchief\u00e4higkeit (26 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Ergebnisse der Studie im Detail<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Auswertung der Prim\u00e4rstudien, die der Metastudie zugrunde liegen, lassen sich folgende Schl\u00fcsse bzw. Ergebnisse ableiten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 1: Anforderungsprofil \u2026 die F\u00fchrungskraft als \u201eMaster of the Universe\u201c?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Prim\u00e4rstudien zufolge sollte eine F\u00fchrungskraft im digitalen Zeitalter im Idealfall 86 relevante Kompetenzen haben. Das hei\u00dft, das Anforderungsprofil an F\u00fchrungskr\u00e4fte ist so vielschichtig und komplex, dass die perfekte F\u00fchrungskraft als \u201eMaster of the Universe\u201c erscheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zahl 86 sollte jedoch nicht \u00fcberbewertet werden, da der Begriff \u201eKompetenz\u201c in den Prim\u00e4rstudien nicht eineindeutig definiert ist. Zudem stehen die genannten Kompetenzen (bzw. F\u00e4higkeiten, Fertigkeiten und Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale) oft in einer Wechselbeziehung zueinander und variiert bzw. \u00e4ndert sich die genutzte Terminologie. So werden zum Beispiel in den bis 2015 publizierten Studien recht h\u00e4ufig die Begriffe \u201eSchnelligkeit\u201c und \u201eFlexibilit\u00e4t\u201c als Kompetenzen genannt, in den sp\u00e4ter erschienenen Studien hingegen dominiert eher der Begriff \u201eAgilit\u00e4t\u201c. Zudem ist mal von \u201eMotivationsf\u00e4higkeit\u201c, mal von \u201eInspirationsf\u00e4higkeit\u201c und mal von damit verkn\u00fcpften Eigenschaften wie \u201eVorbild sein\u201c, \u201eVision\u00e4r sein\u201c oder \u201eoptimistisch sein\u201c die Rede. Deshalb ist Fazit zul\u00e4ssig: F\u00fchrung im digitalen Zeitalter ist zwar anspruchsvoll, jedoch keine Aufgabe, die nur Menschen mit Superkr\u00e4ften bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 2: Kommunikationsf\u00e4higkeit ist die Top-1-Kompetenz \u2026 jedoch im Dialog, nicht Monolog!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommunikationsf\u00e4higkeit ist die mit Abstand am h\u00e4ufigsten genannte Kompetenz von F\u00fchrungskr\u00e4ften im digitalen Zeitalter. In \u00fcber der H\u00e4lfte der Studien (57 %) wird sie als wichtige F\u00fchrungskompetenz genannt \u2013 also weit h\u00e4ufiger als die zweitplatzierte Kompetenz: Ver\u00e4nderungsf\u00e4higkeit (39 %). Dabei f\u00e4llt auf: Die \u201edialogischen Kommunikationsf\u00e4higkeiten\u201c (wie Feedback-geben, Zuh\u00f6ren, Coachen) werden in den Prim\u00e4rstudien als weit relevanter angesehen als die \u201emonologischen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommunikationsf\u00e4higkeiten\u201c (wie Storytelling oder Rhetorik). Der Dialog mit den Mitarbeitern wird im digitalen Zeitalter also als bedeutsamer f\u00fcr den F\u00fchrungserfolg erachtet als der auf dem hierarchischen System basierende Top-down-Monolog mit ihnen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 3: Leadership goes digital &#8230; bleibt jedoch analoger als das Business!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die F\u00fchrungskraft im digitalen Zeitalter erscheint<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">analoger als die Digitalisierung der Wirtschaft bzw. des Business der Unternehmen vermuten l\u00e4sst. Kategorisiert man die 86 Kompetenzen hinsichtlich ihrer Beziehung zur Digitalisierung ergibt sich folgendes Bild: Von den 86 Kompetenzen k\u00f6nnen<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>72 Prozent als analoge,<\/li>\n<li>15 Prozent als analogitale und<\/li>\n<li>13 Prozent als digitale<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">eingestuft werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft, der F\u00fchrungsprozess ist auch im digitalen Zeitalter ein weitgehend analoger, denn: Menschen f\u00fchren Menschen. Auch wenn die Digitalisierung einen gro\u00dfen Einfluss auf fast alle Lebens- und Arbeitsbereiche hat, ersetzt sie die menschliche Beziehung nicht. Keinesfalls sollte angesichts dieser Tatsache jedoch die Bedeutung der \u201edigitalen und analogitalen Kompetenzen\u201c untersch\u00e4tzt werden: Von den Top-15-Kompetenzen haben acht, also mehr als die H\u00e4lfte einen entsprechenden Charakter.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 4: F\u00fchrungskr\u00e4fte bleiben F\u00fchrungskr\u00e4fte &#8230; sind jedoch auch Change-Manager und -Leader!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die am zweith\u00e4ufigsten genannte Kompetenz ist mit 39 Prozent die Ver\u00e4nderungsf\u00e4higkeit. Dabei sind die Handlungsfelder der Ver\u00e4nderung sehr weitreichend<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und umfassend. Sie beziehen sich u.a. auf die Prozesse, Strukturen, (Mitarbeiter-)Beziehungen und Erwartungen, Gesch\u00e4ftsmodelle und-strategien, Haltungen und Einstellungen, Kommunikationsformen, Kompetenzanforderungen und selbstverst\u00e4ndlich auch auf die F\u00fchrung an sich. Dabei zeigen die Prim\u00e4rstudien deutlich: Der permanente Wandel ist im digitalen Zeitalter die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte. F\u00fchrungskraft sein, bedeutet k\u00fcnftig zugleich Change-Manager und -Leader zu sein. Die Ver\u00e4nderungsbereitschaft und -f\u00e4higkeit mit all ihren Voraussetzungen und Wirkungen ist nicht ein, sondern das F\u00fchrungsthema.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 5: Die Ziele erreichen \u2026 jedoch mit den Menschen!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Top-Kompetenzen von F\u00fchrung z\u00e4hlen k\u00fcnftig auch die \u201eWertsch\u00e4tzung\u201c bzw. \u201eMitarbeiterorientierung\u201c mit 33 Prozent auf Rang 3. Dahinter steht die Anforderung, den Menschen bzw. Mitarbeiter ins Zentrum des F\u00fchrungsprozesses zu stellen. Der Fokus des F\u00fchrungshandelns sollte mehr auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse der Mitarbeiter sowie deren Potenziale, St\u00e4rken und Schw\u00e4chen gerichtet sein und weniger auf die fachlichen Aufgaben. Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterorientierung ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass sich F\u00fchrung aus der Umklammerung des \u201esachlichen Managements\u201c l\u00f6st. Im Zentrum der F\u00fchrungsarbeit steht k\u00fcnftig weniger das Planen, Organisieren und Steuern der Prozesse im Arbeitsalltag, sondern das Motivieren, Integrieren, Bef\u00e4higen und Erm\u00e4chtigen \u2013 oder kurz F\u00fchren \u2013 der Mitarbeiter sowie die wertsch\u00e4tzende Kommunikation mit ihnen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 6: Innovationsf\u00e4higkeit ist wichtig \u2026 aber bitte nicht zu disruptiv!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Rang 5 steht mit 30 Prozent die Innovationsf\u00e4higkeit. Dahinter steckt die Anforderung, Neues zu erkunden, zu initiieren und zu erm\u00f6glichen. Die Handlungsfelder k\u00f6nnen sich hierbei u.a. auf neue Business-Modelle, neue Denkmuster, technologische Neuerungen, neue Prozesse und Strukturen und innovative Management-Skills beziehen. Die Innovationsfreude und -bereitschaft scheint jedoch Grenzen zu haben: Zu radikal bzw. revolution\u00e4r soll es offensichtlich nicht werden, denn das \u201edisruptive Denken\u201c erreicht mit 7 Prozent im Kompetenz-Ranking nur Rang 56. Die Innovationsf\u00e4higkeit scheint also eher f\u00fcr eine \u201emoderate\u201c, europ\u00e4ische Digitalisierung zu stehen als eine \u201eradikale\u201c Silicon-Valley-Digitalisierung. Viele Kompetenzen, die einen engen Bezug zu einer disruptiven Ver\u00e4nderung aufweisen, finden man denn auch erst im unteren Drittel des Kompetenz-Rankings (z. B. \u201eMut\u201c, \u201eExperimentierfreude\u201c und \u201eRisikof\u00e4higkeit\u201c).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 7: Transparenzorientierung &#8230; eine neue Kompetenz im digitalen Zeitalter!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Top-Kompetenzen z\u00e4hlt auch die \u201eTransparenzorientierung\u201c mit 31 Prozent auf Rang 4. Dahinter steht die Anforderung an F\u00fchrungskr\u00e4fte, vor allem im Unternehmen und in den Beziehungen zu den Mitarbeitern und Kollegen f\u00fcr meine Transparenz zu sorgen \u2013 u.a. bez\u00fcglich der (eigenen) Werte und Ziele, des geplanten Vorgehens, der internen und externen Zw\u00e4nge. Denn: Transparenz schafft Vertrauen, wirkt motivierend und bildet eine Grundlage f\u00fcr ein eigenst\u00e4ndiges und -verantwortliches Arbeiten. \u201eTransparenzorientierung\u201c sollte als neue Kompetenz im digitalen Zeitalter bewusst in den Fokus der F\u00fchrungskr\u00e4fteentwicklung und F\u00fchrungsarbeit ger\u00fcckt werden, denn: Transparenz ist nicht nur ein Wesensmerkmal der Digitalisierung und modernen Teamarbeit, sondern auch verhaltenswirksam \u2013 und somit ein F\u00fchrungsinstrument.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ergebnis 8: Digitalkompetenz ist wichtig \u2026 jedoch nicht am wichtigsten!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Top-10-Kompetenzen z\u00e4hlt auch die \u201eDigitalkompetenz\u201c mit 28 Prozent auf Rang 7. In den Prim\u00e4rstudien werden hierzu Anforderungen an die<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fchrungskraft genannt wie ein \u00fcbergreifendes<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">technologisches Grundverst\u00e4ndnis, IT-Kompetenz,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Datenverst\u00e4ndnis und -analyse sowie \u201eein fundiertes<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wissen in den Bereichen E-Commerce, Social Media, Mobile, Big Data und digitale Technologien\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist, dass die \u201eDigitalkompetenz\u201c nur auf Rang 7 steht \u2013 obwohl viele Unternehmen sich im digitalen Transformationsprozess befinden, der h\u00e4ufig bestimmt ist von digitalen Technologien, die zu Disruptionen f\u00fchren, und f\u00fcr den seit einigen Jahren auch eine neue Art der F\u00fchrung proklamiert wird: Digital Leadership. Trotzdem befindet sich die \u201eDigitalkompetenz\u201c \u2013 bezogen auf das Thema F\u00fchrung \u2013 nicht unter den Top-3-Kompetenzen. Das liegt prim\u00e4r daran, dass F\u00fchrung auch im digitalen Zeitalter trotz der ver\u00e4nderten (Kommunikations-)Strukturen und Beziehungen ein weitgehend analoger Prozess bleibt, in dem der Faktor Vertrauen eine zentrale Rolle spielt. In ihm ben\u00f6tigen die F\u00fchrungskr\u00e4fte im Digital-Bereich zwar eine Beurteilungskompetenz, um entscheidungs- und handlungsf\u00e4hig zu sein. Die (Fach-)Experten bzw. Spezialisten in diesem Bereich sind sie in der Regel jedoch nicht, weshalb die \u201eDigitalkompetenz\u201c auch keine zentrale Schl\u00fcsselkompetenz von ihnen ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Bei F\u00fchrungskr\u00e4fteentwicklung inkrementell vorgehen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell \u00fcberdenken viele Unternehmen ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte-Entwicklung \u2013 u. a weil ihnen bewusst ist, dass ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte in der von rascher Ver\u00e4nderung und sinkender Planbarkeit gepr\u00e4gten VUKA-Welt sowie im digitalen Zeitalter ein teils anderes Kompetenzprofil brauchen. Unklar ist ihnen jedoch oft noch, welche Kompetenzen dies konkret sind. Die Ergebnisse der Metastudie k\u00f6nnen ihnen beim Beantworten dieser Frage einige Impulse geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Entwickeln ihrer neuen F\u00fchrungskr\u00e4fte-Entwicklungsprogramme sollten die Unternehmen jedoch \u2013 \u00e4hnlich wie beim Bearbeiten solcher Themen wie \u201eInnovation\u201c und \u201eAgilit\u00e4t\u201c \u2013 inkrementell und iterativ vorgehen. Das hei\u00dft, sie sollten im Dialog mit ihren F\u00fchrungskr\u00e4ften einen (L\u00f6sungs-)Versuch wagen, dann die Erfahrungen reflektieren und anschlie\u00dfend das Vorgehen neu oder nach-justieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass dies im Dialog mit den F\u00fchrungskr\u00e4ften geschieht, ist wichtig. Sonst besteht die Gefahr, dass bei ihnen \u2013 angesichts der vielen Anforderungen, die an sie gesteht werden \u2013 das Gef\u00fchl entsteht \u201eWir werden beim Entwickeln unserer Kompetenz allein gelassen\u201c. Dies ist auch wichtig, damit sich die Suche der F\u00fchrungskr\u00e4fte nach Antworten auf die Frage \u201eWie sollen wir im digitalen Zeitalter f\u00fchren?\u201c in dieselbe Richtung bewegt und in der Organisation allm\u00e4hlich eine neue gemeinsame F\u00fchrungskultur entsteht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Autoren:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-666\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-120x120.jpg\" alt=\"Liebermeister, Barbara\" width=\"120\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-120x120.jpg 120w, https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Liebermeister-Barbara-210x210.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/>Barbara Liebermeister<\/strong> leitet das Institut f\u00fcr F\u00fchrungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt (www.ifidz.de). Die Managementberaterin und Vortragsrednerin ist u.a. Autorin des Buchs \u201eDigital ist egal: Mensch bleibt Mensch \u2013 F\u00fchrung entscheidet\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-6283\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Merke-Patrick_IFIDZ-120x120.jpg\" alt=\"Merke, Patrick_IFIDZ\" width=\"120\" height=\"120\" \/>Patrick Merke<\/strong> ist Mitglied der Institutsleitung des IFIDZ. Er verantwortet im IFIDZ den Bereich Business Development und ist in ihm zust\u00e4ndig f\u00fcr Strategie- und Organisationsfragen. Au\u00dferdem zeichnet er f\u00fcr die IFIDZ-Studien verantwortlich.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Ffuehrung-im-digitalen-zeitalter-ein-job-fuer-superwo-man%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Ffuehrung-im-digitalen-zeitalter-ein-job-fuer-superwo-man%2F&text=F%C3%BChrung%20im%20digitalen%20Zeitalter%3A%20ein%20Job%20f%C3%BCr%20Super%28Wo-%29man%3F\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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