{"id":6759,"date":"2020-04-23T09:33:41","date_gmt":"2020-04-23T07:33:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=6759"},"modified":"2020-02-06T11:44:56","modified_gmt":"2020-02-06T09:44:56","slug":"smarte-lernarchitekturen-fuers-digitale-zeitalter-kreieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/smarte-lernarchitekturen-fuers-digitale-zeitalter-kreieren\/","title":{"rendered":"Smarte Lernarchitekturen f\u00fcrs digitale Zeitalter kreieren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine wachsende Zahl von Unternehmen nutzt die moderne Informations- und Kommunikationstechnik, um Blended-Learning-Konzepte in ihrer Organisation zu etablieren. Doch Vorsicht! Hieraus erwachsen auch neue Anforderungen an die firmeninternen Trainer und Wissensvermittler.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Effizienz ihrer Weiterbildung zu erh\u00f6hen, denken Unternehmen schon seit vor circa 40 Jahren die ersten PC in den B\u00fcros Einzug hielten dar\u00fcber nach: Wie k\u00f6nnen wir das Lernen in Pr\u00e4senz-Seminaren mit einem computergest\u00fctzten Lernen verkn\u00fcpfen? Damals erhofften sie sich von den solchen sogenannten Blended-Learning-Konzepten vor allem eine Ersparnis von (Arbeits-)Zeit und Geld, wobei allgemein das Credo lautete: Mit computergest\u00fctzten Lernprogrammen lassen sich zwar kognitive Lerninhalte vermitteln. Zum Herbeif\u00fchren von Einstellungs- und Verhaltens\u00e4nderungen sind jedoch weiterhin Pr\u00e4senz-Seminare und -Trainings n\u00f6tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa um die Jahrtausendwende gewann neben dem Motiv, Zeit und Geld zu sparen, in den Unternehmen ein weiteres Motiv an Bedeutung, sich mit den Themen computergest\u00fctztes Lernen und Blended Learning zu befassen. Zu diesem Zeitpunkt erkannten viele Unternehmen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Der Lernbedarf in unserer Organisation ist heute aufgrund der rasanten Ver\u00e4nderungen in unserem Umfeld so gro\u00df, dass er mit Pr\u00e4senz-Seminaren allein nicht mehr befriedigend werden kann. Das Lernen muss vielmehr ein integraler Bestandteil der Alltagsarbeit werden. Und:<\/li>\n<li>Die Lern- und Entwicklungsbedarfe unserer Mitarbeiter sind heute oft so verschieden, dass sie mit top-down organisierten und zentral geplanten Personalentwicklungsma\u00dfnahmen nur noch bedingt befriedigt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Entwicklung der Mitarbeiter individuell und effektiv f\u00f6rdern<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also dachten die Unternehmen verst\u00e4rkt dar\u00fcber nach: Wie k\u00f6nnte eine Lernarchitektur gestaltet sein, die einerseits unserem Bedarf entspricht und andererseits eine individuelle F\u00f6rderung der Mitarbeiter erm\u00f6glicht? In Folge davon begannen die Unternehmen zunehmend, Lernprogramme zu entwickeln, auf die ihre Mitarbeiter von ihren Rechnern aus jederzeit Zugriff hatten. Sie dienten sowohl dazu, den Mitarbeitern die jeweils relevanten kognitiven Lerninhalte zu vermitteln, als auch dazu, zum Beispiel nach Pr\u00e4senz-Seminaren den Transfer in den Arbeitsalltag zu sichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Parallel dazu begannen in den Unternehmen die Coachings zu boomen, denn ein Credo lautete weiterhin: Wenn die Mitarbeiter eine Einstellungs- oder Verhaltens\u00e4nderung vollziehen sollen, ist eine Begegnung von Mensch zu Mensch n\u00f6tig. Folglich waren die in die Blended-Learning-Konzepte integrierten Coachings in der Regel Pr\u00e4senz-Coachings.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im heutigen, sogenannten digitalen Zeitalter stellen viele Unternehmen diesen Personalentwicklungsansatz in Frage, denn:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Heute sind die meisten Mitarbeiter der Unternehmen bereits \u201edigital natives\u201c. Sie wuchsen mit dem Computer auf und sind es aus ihrer (Hoch-)Schulzeit gewohnt, diesen als Lerninstrument zu nutzen.<\/li>\n<li>Die mobilen Endger\u00e4te \u2013 vom Laptop bis hin zum Smartphone \u2013 haben sich zu einem Alltagsbegleiter entwickelt. Die jungen Mitarbeiter der Unternehmen nutzen sie ganz selbstverst\u00e4ndlich, um sich zu informieren und zu kommunizieren sowie ihre (Zusammen-)Arbeit zu planen. Au\u00dferdem lernen sie mit Apps Fremdsprachen und lassen sich durch sie beim Sporttreiben coachen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Digital natives wollen mit moderner Technik lernen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb wirkt es heute auf einen gro\u00dfen Teil der Mitarbeiter geradezu anachronistisch, wenn sie bei der betrieblichen Weiterbildung und Personalentwicklung auf diese Hilfsmittel verzichten sollen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die jungen Leistungstr\u00e4ger in den Unternehmen, denn sie k\u00f6nnen aufgrund ihrer herausfordernden Jobs meist heute nicht sagen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>\u201eIn vier Wochen habe ich f\u00fcr ein mehrst\u00fcndiges Coaching Zeit\u201c oder<\/li>\n<li>\u201eIn zwei Monaten kann ich an einem mehrt\u00e4gigen Seminar teilnehmen.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb setzen immer mehr Unternehmen, wenn es zum Beispiel um das Vermitteln von Lerninhalten geht, verst\u00e4rkt auf Webinare statt Pr\u00e4senz-Seminare \u2013 nicht nur weil hierdurch Reisezeiten und -kosten entfallen, sondern sich auch leichter solche smarten Designs wie \u201evier Module \u00e1 2 Stunden\u201c realisieren lassen. Und beim Coachen ihrer Mitarbeiter nimmt die Zahl der Telefon- und Video-Coachings sowie Coachings via Skype zu \u2013 auch weil sich solche Coachings kurzfristiger planen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und beim Trainieren der Verhaltenssicherheit der Mitarbeiter? Hier entdecken die Unternehmen die Vorz\u00fcge solcher Apps, wie sie ihre Mitarbeiter im Privatbereich schon nutzen, denn die Erfahrung zeigt: Sie sind geeignete Tools, um mit sogenannten \u201eMicro-Learnings\u201c wie Transferfragen und -aufgaben sowie (Kurz-)Videos und Audios das Gelernte einzu\u00fcben und zu vertiefen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Unternehmen sehen die Vorz\u00fcge von Blended-Learning-Konzepten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Unternehmen wird also zunehmend bewusst, dass ihnen die moderne Informations- und Kommunikationstechnik schon heute viele M\u00f6glichkeiten bietet, um ganz neue Lern- bzw. Blended Learning-Konzepte zu schmieden. Studien und Online-Befragungen belegen denn auch: Das Gros der HR-Manager ist \u00fcberzeugt, alle digitalen Lernformen gewinnen k\u00fcnftig an Bedeutung. Dieser breite Konsens ist auch darin begr\u00fcndet, dass sich inzwischen auch in den Personalentwicklungsbereichen der Unternehmen ein Generationswechsel vollzogen hat: Auch dort haben zunehmend Digital Natives das Sagen. Trotzdem bleibt, wenn es um die digitale Transformation der Personalentwicklung in den Unternehmen geht, der interne Kompetenzaufbau eine zentrale H\u00fcrde \u2013 und zwar insbesondere auf der operativen Ebene der Trainer und Wissensvermittler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die meisten gr\u00f6\u00dferen Unternehmen gilt: Sie besch\u00e4ftigen zwar auch Full-time-Trainer, das Gros ihrer Trainer sind jedoch Part-time-Trainer \u2013 insbesondere, wenn es um das Vermitteln von Fachwissen geht. Bei ihnen handelt es sich zum Beispiel um<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>F\u00fchrungskr\u00e4fte auf der operativen Ebene, die zuweilen in die Trainerrolle schl\u00fcpfen, beispielsweise um (neue) Mitarbeiter einzuarbeiten, oder<\/li>\n<li>berufserfahrene Fachkr\u00e4fte\/Spezialisten, die regelm\u00e4\u00dfig eine Trainerfunktion wahrnehmen, wenn im Unternehmen neue Verfahren oder Probleml\u00f6sungen eingef\u00fchrt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft wiederum:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>F\u00fcr die meisten firmeninternen Trainer ist das Trainieren eine Zusatzaufgabe. Und:<\/li>\n<li>Sie sind keine ausgebildeten P\u00e4dagogen; sie wurden vielmehr gerade wegen ihres fundierten Fachwissens und ihrer beruflichen Erfahrung als Fachtrainer ausgew\u00e4hlt.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Speziell diese Trainer f\u00fchlen sich ohne eine ad\u00e4quate Unterst\u00fctzung oft \u00fcberfordert, wenn sie k\u00fcnftig ihre Kollegen auch online trainieren und coachen sollen, denn: Dann werden sie mit vielen technischen, methodisch-didaktischen, aber auch (selbst-)organisatorischen Fragen und Problemen konfrontiert, deren Beantwortung bzw. L\u00f6sung von ihnen neue Skills erfordern.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Fallbeispiel: Kompetenzanforderungen an Trainer im digitalen Zeitalter<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie vielf\u00e4ltig diese sind, sei am Beispiel eines fiktiven (Part-time-)Trainers, nennen wir ihn Michael, illustriert. Der 45-j\u00e4hrige Betriebswirt ist ein erfahrener Controller. Als solcher schult er in der firmeneigenen Akademie auch (neue) Kollegen \u2013 bisher ausschlie\u00dflich in Pr\u00e4senzveranstaltungen. Doch nun entschied die HR-Abteilung: K\u00fcnftig soll die Wissens- und Kompetenzvermittlung weitgehend mittels Blended Learning-Konzepten erfolgen. Deshalb implementierte das Unternehmen auch ein Lernmanagement- Systems (LMS). Trainer Michael verunsichert diese Entscheidung, denn er wei\u00df: Hierdurch ver\u00e4ndert sich meine Trainert\u00e4tigkeit stark \u2013 prim\u00e4r, weil ich k\u00fcnftig als Trainer nicht mehr die Lerner pers\u00f6nlich im Seminarraum treffe, vielmehr werde ich mit ihnen k\u00fcnftig mittels eines PCs mit einer Kamera kommunizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Seminarplanung und -design: <\/em><\/strong>Die erste Herausforderung, vor der Michael hierbei steht, ist: Er muss sich f\u00fcr seine bisherigen Seminarinhalte Lernziele \u00fcberlegen und daraus ableiten, welche Inhalte er k\u00fcnftig online vermitteln k\u00f6nnte und welche nicht. Zum ersten Mal in seinem Trainerleben muss er zudem der HR-Abteilung f\u00fcr jedes Lernmodul ein schriftliches Design vorlegen und sich vorab auf die genaue Abfolge der Inhalte sowie ein bestimmtes methodisches Vorgehen festlegen. Das widerspricht seiner bisherigen Arbeitsweise, bei der er sich oft situativ, im Dialog mit der Gruppe f\u00fcr das weitere Vorgehen entschied.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Lernplattformen nutzen und Webinare halten: <\/em><\/strong>In einem Online-Tutorial lernt Michael die Lernplattform kennen und bedienen. Dabei merkt er, dass er sich f\u00fcr das optimale Gestalten von Webinaren auch mit folgenden Fragen befassen muss:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Welche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten bietet die gew\u00e4hlte Webinar-Plattform (Whiteboard Funktion, Chat, Umfragetool, Bildschirm teilen, etc.)?<\/li>\n<li>Wie lange sollte ein Webinar dauern?<\/li>\n<li>Wie kann ich die Teilnehmer in dieses so einbinden, dass sie motiviert und online bleiben? Sollte zum Beispiel der Chat w\u00e4hrend des Webinars aktiviert sein?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem sp\u00fcrt er: Die Arbeit vor einer Kamera ohne direkten Augenkontakt mit den Teilnehmern ist f\u00fcr mich ungewohnt und kostet mich \u00dcberwindung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Vertonte Bildschirmaufnahmen:<\/em><\/strong> In dem Online-Tutorial erfuhr Michael auch: Mit \u00a0PowerPoint kann man Folien vertonen; zudem ist ein Aufnehmen des Kamerabilds m\u00f6glich. Also macht er sich zuhause ans Werk. Beim Anschauen der ersten Aufnahmen merkt Michael: Ich spreche viel zu lange, und meine Botschaften sind zuweilen nicht klar genug formuliert. Ihm wird bewusst, dass er sich auch mit solchen Themen wie<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Videoaufnahme,<\/li>\n<li>optimale L\u00e4nge der Lernvideos,<\/li>\n<li>klare, einfache Sprache<\/li>\n<li>Videoschnitt<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">befassen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Ansprechende Unterlagen produzieren: <\/em><\/strong>F\u00fcr einige Inhalte m\u00f6chte Michael Skripts zum Selbststudium hochladen. Bisher druckte er nur seine PowerPoint-Folien f\u00fcr die Seminarteilnehmer aus. Doch diese gen\u00fcgen f\u00fcr ein Selbststudium nicht. Also gilt es zus\u00e4tzliche schriftliche Unterlagen zu erstellen. Um diese ansprechend zu gestalten, muss sich Michael unter anderem mit folgenden Themen befassen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>verst\u00e4ndliche, leicht lesbare Sprache,<\/li>\n<li>Visualisierungen durch Piktogramme, Grafiken usw.<\/li>\n<li>Urheberrecht (Welche Bilder darf ich verwenden?),<\/li>\n<li>optimale L\u00e4nge, Gliederung des Textes.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Wissens\u00fcberpr\u00fcfungen erstellen: <\/em><\/strong>Um den Lerntransfer in der Online-Phase zu \u00fcberpr\u00fcfen, soll Michael zudem eine Wissens\u00fcberpr\u00fcfung mit Multiple-Choice-Fragen erstellen. Dabei fragt er sich oft, ob die Fragen zu leicht oder zu schwer sind. F\u00fcr einen Themenbereich entwirft Michael zudem eine Fallarbeit. Die Teilnehmer sollen ihre L\u00f6sung als Dokument auf die Lernplattform hochladen. Binnen einer Woche erhalten sie dann ein schriftliches Feedback, verspricht Michael.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Videos produzieren: <\/em><\/strong>Zur Begr\u00fc\u00dfung der Teilnehmer im Online-Seminar nimmt Michael ein Video auf \u2013 mit seinem Smartphone. Beim Hochladen stellt er fest: Das Bild ist verkehrt herum. Ein Kollege erkl\u00e4rt ihm, dass man die Videos stets im Querformat aufnehmen muss. Au\u00dferdem weist er Michael darauf hin, dass der Hintergrund \u2013 ein unaufger\u00e4umter Schreibtisch \u2013 nicht optimal f\u00fcr ein Video ist. Michael sollte sich k\u00fcnftig ein passenderes Setting \u00fcberlegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Betreuung beim Online-lernen: <\/em><\/strong>Michael m\u00f6chte auch in der Online-Phase f\u00fcr die Teilnehmer ansprechbar sein. Also fordert er die Teilnehmer unter anderem dazu auf, ihm im LMS online Fragen zu stellen. Doch leider hat er erst eineinhalb Wochen sp\u00e4ter wieder Zeit in dessen \u00a0Forum zu schauen und bemerkt, dass einige Teilnehmer fast schon ebenso lange auf eine Antwort auf ihre Fragen warten, denn: Michael hat die automatische Benachrichtigung bei neuen Posts durch das System nicht aktiviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Klare\/transparente Vorgaben machen: <\/em><\/strong>Auch die ersten R\u00fcckmeldungen zu seiner Fallarbeit \u00fcberraschen Michael: Manche Teilnehmer schreiben drei S\u00e4tze, andere f\u00fcnf Seiten. Michael erkennt: Ich muss genauere Vorgaben machen \u2013 zum Beispiel, indem ich eine Mindestzeichenanzahl angebe. Au\u00dferdem w\u00fcnscht seine Firma, dass er im LMS die Arbeiten in Prozent bewertet, um den Seminarerfolg der Teilnehmer beurteilen zu k\u00f6nnen. Michael hat sich jedoch kein klares, transparentes Bewertungsschema f\u00fcr die Fallarbeit \u00fcberlegt. Dies muss er beim n\u00e4chsten Mal tun und dieses den Teilnehmern vorab mitteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Schriftliches Feedback geben: <\/em><\/strong>Auch das versprochene schriftliche Feedback ist keine leichte Aufgabe, erkennt Michael rasch, denn: Hierbei muss er einerseits die Feedbackregeln beherzigen, und sich andererseits so klar ausdr\u00fccken, dass die Teilnehmer verstehen, was gemeint ist \u2013 und das rein schriftlich. Das dauert l\u00e4nger als gedacht; ebenso das Lesen der Fallausarbeitungen. Hierf\u00fcr muss Michael mehr Zeit einplanen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Einf\u00fchrung von Blended Learning ist ein Change-Projekt<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit solchen technischen, methodisch-didaktischen, aber auch (selbst-)organisatorischen Fragen und Problemen k\u00e4mpfen Trainer und Wissensvermittler eigentlich stets, wenn ihr Arbeit- oder Auftraggeber beschlie\u00dft: Wir wollen das Online-Lernen in unserer Organisation forcieren und k\u00fcnftig bei der Personalentwicklung verst\u00e4rkt auf Blended Learning setzen. Eine Ursache hierf\u00fcr ist: Die Unternehmen und ihre HR-Bereiche verkennen oft, dass es sich hierbei um ein Change-Projekt handelt, das unter anderem<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>auf das Schaffen einer neuen Lernkultur in ihrer Organisation abzielt und<\/li>\n<li>eine Einstellungs- und Verhaltungs\u00e4nderung bei allen Beteiligten erfordert.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend professionell muss das Projekt gemanagt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie untersch\u00e4tzen zudem oft, wie viele neue Kompetenzen die Trainer und Wissensvermittler brauchen, um auch k\u00fcnftig ihre Funktion professionell wahrzunehmen. Deshalb empfiehlt es sich, ihnen in einer Blended-Learning-Trainer-Aus- und -Weiterbildung die noch fehlenden Skills zu vermitteln und sie in dem Changeprozess coachend zu begleiten. Sonst entstehen speziell bei den Part-time-Trainern rasch Vorbehalte gegen das Online-Lernen bzw. Blended Learning, und sie empfinden das Trainieren zunehmend als eine belastende Zusatzaufgabe. Das hei\u00dft, die Gefahr besteht, dass das Unternehmen einen firmeninternen Wissensvermittler verliert. Dabei brauchen die Unternehmen diese, wenn es sich zu lernenden Organisationen entwickeln m\u00f6chten, die f\u00fcr die VUKA-Welt gewappnet sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Autorin: Sabine Prohaska<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fsmarte-lernarchitekturen-fuers-digitale-zeitalter-kreieren%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fsmarte-lernarchitekturen-fuers-digitale-zeitalter-kreieren%2F&text=Smarte%20Lernarchitekturen%20f%C3%BCrs%20digitale%20Zeitalter%20kreieren\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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