{"id":8526,"date":"2022-12-01T10:13:20","date_gmt":"2022-12-01T08:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/?p=8526"},"modified":"2022-09-28T10:27:51","modified_gmt":"2022-09-28T08:27:51","slug":"hr-bereich-quo-vadis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/hr-bereich-quo-vadis\/","title":{"rendered":"HR-Bereich \u2013 quo vadis?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie k\u00f6nnen wir unsere Organisation fit f\u00fcr eine Welt machen, in der sich die Rahmenbedingungen unseres Handelns immer schneller wandeln? Das fragen sich zurzeit viele Unternehmen. Im Rahmen dieses Transformationsprozesses m\u00fcssen sich auch ihre HR-Bereiche zum Teil neu definieren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mitarbeiter der Unternehmen m\u00fcssen k\u00fcnftig mehr Eigenverantwortung zeigen, wenn es darum geht, dass sie auch mittel- und langfristig \u00fcber die Kompetenzen verf\u00fcgen, die sie als Arbeitnehmer brauchen. Diese These wurde in Personalerkreisen im Rahmen der Employability-Debatte bzw. Debatte \u00fcber die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit von Mitarbeitern schon vor mehr als 20 Jahren vertreten. Kaum er\u00f6rtert wurde in diesem Kontext jedoch: Inwieweit m\u00fcssen sich auch die Personalbereiche selbst ver\u00e4ndern, damit in den Unternehmen zum Beispiel eine neue Lernkultur entsteht? Zwar wurden vereinzelt Forderungen laut wie der HR-Bereich m\u00fcsse sich k\u00fcnftig als Dienstleister verstehen, operationalisiert wurden diese jedoch selten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft nicht, dass sich in den HR-Bereichen in den letzten 20 Jahren nichts ver\u00e4ndert hat. Dies ist durchaus der Fall! Die meisten Changeprozesse verliefen aber eher schleichend und zielten auf eine Optimierung des Bestehenden ab. Ihr Ziel war es nicht, dass sich die Personalbereiche sozusagen neu erfinden. Dies \u00e4ndert sich allm\u00e4hlich. Zunehmend w\u00e4chst in den Unternehmen die Erkenntnis: Wenn wir unsere Organisation fit f\u00fcr die Zukunft machen m\u00f6chten, muss sich auch unser HR-Bereich neu definieren und aufstellen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Rahmenbedingungen der HR-Arbeit haben sich ver\u00e4ndert<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu tragen unter anderem folgende Faktoren bei.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Zumindest die Kernleistungen der Unternehmen werden heute meist in einer funktions-, bereichs- und teilweise sogar unternehmens\u00fcbergreifenden Team- und Projektarbeit erbracht. Die Bereichs- und teilweise auch Unternehmensgrenzen verlieren darum in der Alltagsarbeit an Bedeutung. Deshalb wird es zunehmend zu einer zentralen Funktion der HR-Bereiche sozusagen Kompetenznetzwerke statt Einzelpersonen und Teams zu entwickeln \u2013 also ein vernetztes Arbeiten sowohl in physischen, als auch virtuellen R\u00e4umen zu gestalten.<\/li>\n<li>Ein zentraler Treiber der Ver\u00e4nderung ist die Digitalisierung. Das war zwar auch schon vor Corona der Fall. Durch die Pandemie wurde vielen Unternehmen aber erst richtig bewusst, welche M\u00f6glichkeiten die moderne Kommunikations- und Informationstechnik bietet, nicht nur um die Kommunikation, sondern auch Zusammenarbeit anders zu gestalten. Und weil diese Ver\u00e4nderungen (teilweise) au\u00dfer mit den W\u00fcnschen der Mitarbeiter auch mit dem Bestreben vieler Unternehmen korrespondieren, agiler auf Ver\u00e4nderungen zu reagieren, hat die Digitalisierung nochmals einen enormen Schub erfahren.<\/li>\n<li>Inzwischen sind in vielen Unternehmen die meisten Mitarbeiter Digital Natives. Das hei\u00dft, sie wuchsen mit PC und Internet auf. Auch die Social Media nutzen sie privat ganz selbstverst\u00e4ndlich, um sich zu informieren, mit Freunden zu kommunizieren sowie ihr Leben zu organisieren. Diese Medien sind sozusagen ein integraler Bestandteil ihrer Lebenswelt. Deshalb erwarten sie auch in ihrem Arbeitsfeld eine Kommunikations- und Kooperationskultur, die besagte Technologien gezielt nutzt. Zudem w\u00fcnschen sie sich eine Lernkultur, die mit Hilfe der Digitaltechnik zum Beispiel das Pr\u00e4senz- und Onlinelernen bedarfs- und zielabh\u00e4ngig zu einer organischen Einheit verkn\u00fcpft.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">12 Thesen zur Entwicklung der HR-Bereiche in den Unternehmen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus den genannten Faktoren resultieren auch neue Anforderungen an die HR-Bereiche der Unternehmen. Deshalb nachfolgend 12 Thesen, vor welchen Herausforderungen diese aktuell bzw. in naher Zukunft stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 1: Die Personalbereiche m\u00fcssen sich neu definieren und (zum Teil) neu erfinden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den zur\u00fcckliegenden zwei, drei Jahren haben viele Unternehmen \u2013 unter anderem durch die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und den sich vollziehenden Klimawandel \u2013 existenziell erfahren \u201eWir leben in einer VUKA-Welt\u201c; also einer Welt, in der sich die Rahmenbedingungen unseres Handelns immer schneller wandeln und in der eine langfristige Planung immer schwieriger wird. Deshalb stehen in nicht wenigen von ihnen aktuell au\u00dfer den bisherigen Handlungsstrategien und Organisationskonzepten auch die Gesch\u00e4ftsmodelle auf dem Pr\u00fcfstand. Das hei\u00dft, viele Unternehmen werden in naher Zukunft ganz andere als heute sein. Im Rahmen dieses Transformationsprozesses m\u00fcssen auch die HR-Bereiche ihre Funktion in der Organisation neu definieren, und sich zum Teil neu erfinden, damit sie noch ihren Beitrag zum Erreichen der Unternehmensziele leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 2: Die HR-Bereiche m\u00fcssen flexibler und agiler werden. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas sind wir doch\u201c, denkt vermutlich manch Personaler. Das stimmt leider oft nicht! Das f\u00e4ngt bei der Personalrekrutierung an. Wenn gute Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte wirklich rar sind, dann sollte sich der Rekruter, wenn er einen hei\u00dfen Kandidaten an der Angel hat, der schon einen anspruchsvollen Job und vollen Terminkalender hat, beispielsweise am Wochenende auch mal ins Auto setzen und sich mit ihm an dessen Wohnort oder auf halber Strecke treffen. Das geschieht in der Praxis nicht. Dann d\u00fcrfen Personalauswahlprozesse bei frischgebackenen Hochschulabsolventen schlicht nicht mehrere Monate dauern, denn dann haben die meisten von ihnen schon einen Job. Und wenn sich die Dauer nicht verk\u00fcrzen l\u00e4sst? Dann sollte das Unternehmen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten eines sogenannten \u201ePreboarding\u201c der hei\u00dfen Kandidaten nachdenken. Zumindest sollte aber ab und zu ein Personaler zum Telefonh\u00f6rer greifen und mit ihnen einen Small Talk f\u00fchren und sie pers\u00f6nlich \u00fcber den Stand der Dinge informieren und ihnen so signalisieren \u201eSie sind wirklich ein hei\u00dfer Kandidat und sind uns auch als Mensch wichtig\u201c. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich im Bereich Personalentwicklung. Auch hier m\u00fcssen die Personaler noch viel st\u00e4rker ihren \u201eElfenbeinturm\u201c verlassen. Sie m\u00fcssen auf ihre \u201eKunden\u201c zugehen, mit ihnen sprechen und zeitnah auf deren Bed\u00fcrfnisse reagieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 3: Die HR-Bereiche m\u00fcssen sich nicht nur als Dienstleister verstehen, sondern auch solche sein. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woran macht ein Kunde fest, ob ein Anbieter ein Dienstleister ist oder nicht? An seinen Aussagen auf der Webseite oder in seinen Brosch\u00fcren? Nein! An seinem konkreten Verhalten im Kontakt. Meldet er sich zum Beispiel eigeninitiativ oder reagiert er nur auf Anfragen? Besucht er mal seine Kunden oder ist ihm dies zu zeitaufw\u00e4ndig? Macht er sich die Bed\u00fcrfnisse des Kunden zu eigen und sucht auch eigenst\u00e4ndig nach passenden L\u00f6sungen? Erweist er sich bei akuten Problemen als echter Helfer in der Not? Auch diesbez\u00fcglich besteht in vielen HR-Bereichen noch Optimierungspotenzial; das hei\u00dft, sie haben das Dienstleister-sein noch nicht verinnerlicht. Denn aus Sicht ihrer Kunden ist nicht ihr Mindset, sondern ihr Verhalten entscheidend; ihr Verhalten setzt jedoch einen gewissen Mindset voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 4: Die HR-Bereiche brauchen mehr IT-Know-how.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell werden die HR-Bereiche in nicht wenigen Unternehmen von deren IT-Bereichen und den Fachbereichen, in denen das Thema Digitalisierung eine gro\u00dfe Rolle spielt, nicht ernst genommen, denn: Aufgrund ihres geringen IT-Know-hows fehlt ihnen oft sogar die erforderliche Bewertungskompetenz, was im Digitalisierungsbereich m\u00f6glich, realisierbar und sinnvoll ist. Wenn in den Unternehmen jedoch fast alle Prozesse digital ablaufen und die Digitalisierung ein, wenn nicht gar der zentrale Ver\u00e4nderungstreiber ist, dann ist ein fundiertes IT-Know-how im HR-Bereich unverzichtbar. Diese Kompetenz gilt es auf- und auszubauen. Zum Beispiel, indem im Personalbereich auch Personen mit einem gro\u00dfen, auch technischen IT-Know-how und -Verst\u00e4ndnis arbeiten. Oder indem die IT- und HR-Bereiche st\u00e4rker kooperieren. Oder indem sogar Teile von ihnen miteinander verschmelzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 5: Die HR-Bereiche m\u00fcssen sich vom Provider zum Enabler entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr viele Gro\u00dfunternehmen gilt: Ihr Weiterbildungs- und Personalentwicklungsangebot ist heute bereits gigantisch. Es reicht von einem umfangreichen (Online-)Seminar- und Trainingsangebot, \u00fcber individuelle Unterst\u00fctzungsangebote wie Coachings bis hin zu digitalen Selbstlernprogrammen. F\u00fcr jedes m\u00f6gliche Wehwehchen gibt es sozusagen ein Medikament \u2013 \u00e4hnlich wie in vielen, \u00fcber die Jahre gewachsenen Hausapotheken. Dieses Angebot durch Online-Angebote noch weiter aufzubl\u00e4hen, kann nicht das Ziel sein. Vielmehr sollten die zentralen Fragen bei der Produktentwicklung lauten:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Was braucht das Unternehmen, um seine Ziele zu erreichen, und was brauchen die Bereiche und ihre Mitarbeiter, um ihren Beitrag hierzu zu leisten?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen diese Bedarfe am effektivsten befriedigt werden? Und:<\/li>\n<li>Wie sorgen wir daf\u00fcr, dass die Mitarbeiter die f\u00fcr sie relevanten Inhalte schnell finden und deren Relevanz f\u00fcr sich erkennen?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das vorhandene Angebot? Dieses kann durchaus auch mal ausgemistet werden \u2013 wie die Hausapotheke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 6: Die HR muss sich verst\u00e4rkt an den Ort des Geschehens und auf die Shopfloor-Ebene begeben. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Ferdinand Piech existiert die Erz\u00e4hlung, er habe, nachdem er 1993 Vorstandsvorsitzender der Volkwagen AG geworden war, einen Blaumann angezogen und einige Tag in der Produktion mitgearbeitet, um live zu erfahren: Wo dr\u00fcckt der Schuh? \u00c4hnlich m\u00fcssen die HR-Bereiche agieren, wenn sie erfahren m\u00f6chten,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>wo klemmt es im Unternehmen,<\/li>\n<li>welche Change- und Entwicklungsbedarfe existieren und<\/li>\n<li>wie k\u00f6nnen diese unter den gegebenen Rahmenbedingungen am effektivsten befriedigt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann gen\u00fcgt es nicht, den Bedarf mittels eines Fragebogens zu erkunden. Die HR-ler m\u00fcssen vielmehr aktiv den Dialog mit den Betroffenen suchen und zumindest teilweise in deren Lebens- und Erfahrungswelt eintauchen. Denn zum Beispiel die Bereiche Forschung &amp; Entwicklung, Produktion und Vertrieb haben nicht nur unterschiedliche Aufgaben, die in ihnen t\u00e4tigen Menschen \u201eticken\u201c teils auch unterschiedlich. Also m\u00fcssen auch die f\u00fcr sie entwickelten Probleml\u00f6sungen teils andere sein, selbst wenn sie unter demselben Label wie zum Beispiel \u201eF\u00fchrung\u201c oder \u201eSelbstmanagement\u201c laufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 7: Die HR-Bereiche m\u00fcssen sich als Transformer und Kulturentwickler begreifen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kernaufgabe der HR-Bereiche ist es nicht, den Mitarbeitern der Unternehmen gewisse Skills zu vermitteln bzw. ihnen die hierf\u00fcr erforderlichen Tools zur Verf\u00fcgung zu stellen. Sie lautet vielmehr: Sie m\u00fcssen ihren Beitrag dazu leisten, dass das System Unternehmen sich in die von den Unternehmenszielen vorgegebene Richtung entwickelt. Deshalb m\u00fcssen die HR-Bereiche auch langfristig strategisch denken und sich als Transformer und Kulturentwickler verstehen. Das beinhaltet auch, dass sie<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>f\u00fcr die n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen mit Nachdruck werben und<\/li>\n<li>in dem Ver\u00e4nderungsprozess als Vorbilder fungieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend gro\u00df muss auch die Ver\u00e4nderungsf\u00e4higkeit und -bereitschaft der HR-Bereiche selbst sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 8: Die HR-Bereiche m\u00fcssen Change-Architekturen schmieden, die das Individuum f\u00f6rdern und f\u00fcr das n\u00f6tige Alignment sorgen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei ihrer Arbeit agieren die HR-Bereiche stets im Spannungsfeld Person und Organisation. Es gilt die individuellen Bed\u00fcrfnisse der Mitarbeiter sowie die Erfordernisse der Organisation unter einen Hut zu bringen \u2013 auch bei der Personalentwicklung. Hier gilt es zwar den Einzelnen so zu f\u00f6rdern, dass er seine Potenziale voll entfalten kann, zugleich m\u00fcssen die Personalbereiche aber daf\u00fcr sorgen, dass im Unternehmen kein Wildwuchs zum Beispiel im Bereich F\u00fchrung oder Kommunikation entsteht. Vielmehr muss sich das Handeln aller Beteiligten weiterhin an definierten Handlungsmaximen orientieren, so dass die Unternehmenskultur, wozu auch die F\u00fchrungs- und Lernkultur z\u00e4hlt, sich in die angestrebte Richtung entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 9: Die HR-Bereiche m\u00fcssen hybride Lernwelten gestalten, die dem Bedarf ihrer Organisation entsprechen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik bietet heute bereits viele M\u00f6glichkeiten, Lernarchitekturen zu schmieden, die zum Beispiel das Lernen in Pr\u00e4senzveranstaltungen und das Online-Lernen verkn\u00fcpfen; au\u00dferdem viele M\u00f6glichkeiten, das eigenverantwortliche und -st\u00e4ndige Lernen in der Organisation zu puschen. Diese M\u00f6glichkeiten werden weiter steigern. Deshalb wird es k\u00fcnftig eine zentrale Aufgabe der HR-Bereiche sein, in ihrem jeweiligen Unternehmen eine (hybride) Lernlandschaft und -kultur zu etablieren, die dessen Bedarf aufgrund des Gesch\u00e4ftsfelds, der Entwicklungsziele, der Mitarbeiterstruktur usw. entspricht. Das beinhaltet auch, zu gewissen technischen M\u00f6glichkeiten \u201eNein\u201c zu sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 10: Den HR-Bereichen muss bewusst sein, dass alle Ausgaben zum Beispiel im Bereich Personalentwicklung betriebliche Investitionen sind. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft auch: Sie m\u00fcssen sich unter dem Strich f\u00fcr das Unternehmen rechnen. Eine entsprechend gro\u00dfe Rolle m\u00fcssen bei der Arbeit der HR-Bereiche die Fragen spielen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wie k\u00f6nnen wir diese m\u00f6glichst effektiv gestalten? Und:<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir zum Beispiel bei der Personalentwicklung die Risiken minimieren, dass die Entwicklungsziele nicht erreicht werden?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu z\u00e4hlt auch, im Prozessverlauf regelm\u00e4\u00dfig zu checken: Sind wir bzw. die Lerner noch auf dem richtigen Weg oder sollten wir intervenieren? Hierzu bieten sich gerade beim Online-Lernen bzw. computergest\u00fctztes Lernen sehr viele M\u00f6glichkeiten, die heute noch kaum genutzt werden \u2013 auch zum Optimieren der Programme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 11: Die HR-Bereiche m\u00fcssen sich vom Anspruch verabschieden, alles selbst zu entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere in den HR-Bereichen von Gro\u00dfunternehmen lautet noch oft ein Credo \u201eWir m\u00fcssen alles selbst entwickeln, damit es unserer Unternehmensphilosophie und Corporate Identity entspricht\u201c. Dies gilt nicht nur f\u00fcr die angebotenen Seminare und Trainings, sondern auch digitalen Lernangebote. Da der Entwicklungsbedarf der Mitarbeiter jedoch aufgrund ihrer Biografie und Funktion in der Organisation immer individueller und spezieller wird, kann dieser Selbstanspruch, wenn \u00fcberhaupt, nur noch mit einem unangemessenen Ressourceneinsatz eingel\u00f6st werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb sollten sich die HR-Bereiche zum Beispiel fragen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>M\u00fcssen wir jedes (Online-)Seminar \u2013 auch im Bereich Selbst- und Stressmanagement \u2013 selbst konzipieren oder k\u00f6nnen wir dieses einkaufen?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen wir beim Aufbau und Ausbau unserer Lernplattform mit anderen Unternehmen kooperieren?<\/li>\n<li>Ist es betriebswirtschaftlich vertretbar, dass wir die \u201eLearning Nuggets\u201c f\u00fcr unsere Selbstlernprogramme alle selbst entwickeln oder k\u00f6nnen wir als solche teilweise sogar Gratis-Videos usw. im Netz nutzen?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>These 12: Die HR-Bereiche m\u00fcssen sich als Unterst\u00fctzer der Entscheider beim Erreichen der Unternehmensziele profilieren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist auch n\u00f6tig, damit ihnen die erforderlichen Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Deshalb sollten die HR-Bereiche sich intensiver mit der Frage befassen: Wie vermitteln wir den Top-Entscheidern im Unternehmen, die in der Regel in kaufm\u00e4nnischen bzw. betriebswirtschaftlichen Kategorien denken, dass sich gewisse Investitionen im Personalbereich lohnen \u2013 zum Beispiel in die Entwicklung der erforderlichen Future Work Skills? Au\u00dferdem mit der Frage: Wie erfassen wir deren Return-on-invest und vermitteln ihn unseren \u201eGeldgebern\u201c? Das tun viele HR-Bereiche noch zu wenig.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Zur Autorin:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-8527\" src=\"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Ploski-Viola-120x120.jpg\" alt=\"Ploski, Viola\" width=\"120\" height=\"120\" \/><strong>Viola Ploski<\/strong> arbeitet als Senior Consulter f\u00fcr die Unternehmensberatung Dr. Kraus &amp; Partner, Bruchsal. Sie ist auf die Themenfelder Learning Transformation, Future Work Skills und Transformations-Management spezialisiert.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fhr-bereich-quo-vadis%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fmagazin%2Fhr-bereich-quo-vadis%2F&text=HR-Bereich%20%E2%80%93%20quo%20vadis%3F\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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