{"id":4442,"date":"2017-02-14T07:54:15","date_gmt":"2017-02-14T05:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/?p=4442"},"modified":"2023-11-22T13:06:33","modified_gmt":"2023-11-22T12:06:33","slug":"bildung-muss-spannend-innovativ-und-leistungsfaehig-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/bildung-muss-spannend-innovativ-und-leistungsfaehig-sein-4442\/","title":{"rendered":"Bildung muss spannend, innovativ und leistungsf\u00e4hig sein"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Am 14. Februar 2017 \u00f6ffnet in Stuttgart die weltweit gr\u00f6\u00dfte Bildungsmesse, die didacta. Damit beginnt eine Woche der ausgiebigen Bildungsdebatten. Bildungsverantwortliche aus dem In- und Ausland treffen sich auf der didacta, um nicht nur Produkte, Innovationen und L\u00f6sungsans\u00e4tze zu pr\u00e4sentieren, sondern vor allem auch, um \u00fcber die weitere Entwicklung des Bildungssystems zu diskutieren. Der Didacta Verband gestaltet diesen Diskurs mit und treibt ihn aktiv voran.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zahlen in diesem Jahr unterstreichen die Bedeutung der didacta als wichtiges Bildungsforum: Mehr als 840 Aussteller und rund 90.000 Besucher nehmen daran teil. Fast 1.000 Vortr\u00e4ge, Seminare und Workshops machen die didacta zu einer der gr\u00f6\u00dften Fortbildungsveranstaltungen f\u00fcr P\u00e4dagogen. Dar\u00fcber hinaus nimmt die Internationalisierung der Messe weiter zu: Wir erwarten Aussteller aus 42 L\u00e4ndern und zahlreiche Delegationen aus dem Ausland. So findet w\u00e4hrend der didacta beispielsweise ein Round Table Iran mit rund 50 Teilnehmern statt. In Stuttgart belegen ausl\u00e4ndische Aussteller auf \u00fcber 2.400 m\u00b2 mehr als doppelt so viel Fl\u00e4che wie im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutsche Bildungswirtschaft baut ihre internationalen Aktivit\u00e4ten kontinuierlich aus. Der Didacta Verband selbst organisiert in diesem Jahr deutsche Pavillons an sieben Standorten weltweit. In Kooperation mit dem Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und anderen Organisationen pr\u00e4sentieren wir Bildung &#8222;Made in Germany&#8220; in Dubai (M\u00e4rz), Moskau und Mexico City (April), in Mumbai (September) sowie in Bangkok, Nanjing und Shanghai (Oktober). Im kommenden September startet zudem ein spannendes Gemeinschaftsprojekt mit dem italienischen Bildungsministerium und der Italienischen Handelskammer f\u00fcr Deutschland: die didacta Italia, eine Bildungsmesse mit internationalem Bildungsforum in Florenz. Die italienische Bildungsministerin, Valeria Fedeli, wird an der Er\u00f6ffnungszeremonie der didacta in Stuttgart teilnehmen und diese Kooperation, f\u00fcr die sie sich massiv einsetzt, in einer Begr\u00fc\u00dfungsrede ank\u00fcndigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thematisch widmet sich die didacta 2017 aktuellen Themen, die von der Fach\u00f6ffentlichkeit derzeit intensiv diskutiert werden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; die\u00a0 Bew\u00e4ltigung des &#8222;Digital Turn&#8220;,<br \/><br \/>\n&#8211; die Inklusion, und in diesem Zusammenhang die Herausforderung<br \/><br \/>\ndes angemessenen Umgangs mit der Fl\u00fcchtlingsfrage,<br \/><br \/>\n&#8211; die Bewertung der Rolle und der Bedeutung au\u00dferschulischer<br \/><br \/>\nBildungsorte,<br \/><br \/>\n&#8211; die Gestaltung neuer, flexibler Lernr\u00e4ume,<br \/><br \/>\n&#8211; die Verantwortung der Kommunen in der Bildungspolitik,<br \/><br \/>\n&#8211; die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkr\u00e4ften,<br \/><br \/>\n&#8211; die Professionalisierung der P\u00e4dagogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Bildungssystem auf den Kopf stellen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutschland ben\u00f6tigt eine tief gehende Reform seines Bildungssystems, die in anderen L\u00e4ndern der Welt bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Im Zentrum dieser reformierten Bildungssysteme steht nicht mehr die Wissensvermittlung, sondern die St\u00e4rkung kindlicher Entwicklung und Kompetenzen. Daf\u00fcr braucht das Bildungssystem flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge und neue didaktische und methodische Ans\u00e4tze, wie die Ko-Konstruktion. Mit ihrer Hilfe k\u00f6nnen Bildungsprozesse differenziert und individualisiert werden. Das k\u00f6nnte dazu beitragen, die ausgepr\u00e4gte Bildungsungerechtigkeit in Deutschland zu vermindern. Weitere Herausforderungen, wie die Inklusion, die Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund und mit Fluchterfahrung sowie die Digitalisierung, lie\u00dfen sich in einem reformierten Bildungssystem einfacher bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Historisch betrachtet haben sich Bildungssysteme von oben nach unten entwickelt: Vor mehr als tausend Jahren wurden die Universit\u00e4ten gegr\u00fcndet, es folgten die Gymnasien, die Grundschulpflicht wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts eingef\u00fchrt, und der Kindergarten ist 177 Jahre alt. Moderne Bildungssysteme ben\u00f6tigen jedoch eine Ausrichtung von unten nach oben. Erfolgreiche Bildungsbiografien k\u00f6nnen nur \u00fcber die St\u00e4rkung des Bildungsfundaments erreicht werden &#8211; und das sind die vorschulische und die Grundschulbildung, die ersten zehn Lebensjahre eines Kindes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir ben\u00f6tigen eine Strategie, um Konsistenz im Bildungsverlauf zu erreichen. Die \u00dcberg\u00e4nge im Bildungssystem, beispielsweise von der Kita in die Grundschule, f\u00fchren bei 37 Prozent der Kinder zu Problemen auf dem weiteren Bildungsweg. Davon betroffen sind insbesondere die j\u00fcngeren Kinder eines Jahrgangs, die Jungen (nicht die M\u00e4dchen), die Kinder mit Migrationshintergrund bzw. mit Fluchterfahrung und die Kinder aus Familien, die keine hinreichende Bildungsstimulation bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegenw\u00e4rtig ver\u00e4ndern Kinder die Art wie sie lernen. Wir beobachten eine Transformation vom individuellen zum kooperativen Lernen. Letzteres wird durch neue Technologien massiv unterst\u00fctzt. Kinder lernen am besten gemeinsam mit anderen Kindern, Fachkr\u00e4ften, Eltern und anderen Erwachsenen. Dies bedingt eine Neu-Konzeptualisierung der Bildung, die in sozialen und nicht nur in individuellen Prozessen gelingt. Diese neue bildungstheoretische Fundierung des Bildungssystems, mit einer Neudefinition von Bildung einerseits und der Einf\u00fchrung des methodisch-didaktischen Ansatzes der Ko-Konstruktion andererseits, f\u00fchrt zu einer grundlegenden Modernisierung des Bildungssystems. Die n\u00f6tige Reform erfolgt jedoch weder synchron noch mit der gebotenen Eile, nicht zuletzt infolge der f\u00f6deralen Organisation der Bildungszust\u00e4ndigkeit und des Kooperationsverbots zwischen Bund und L\u00e4ndern. Andere L\u00e4nder wie Schottland, die skandinavischen L\u00e4nder, aber auch Australien und Neuseeland sind weit voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bund, L\u00e4nder und Kommunen haben in den letzten Jahren beachtliche Anstrengungen unternommen, um ein Bildungs- und Betreuungsangebot f\u00fcr kleine Kinder bereitzustellen. Der gesetzlich verankerte Anspruch auf einen Platz f\u00fcr jedes Kind nach Vollendung des ersten Lebensjahrs, dessen Umsetzung rechtlich und politisch bereits seit August 2013 erfolgt ist, kann nicht hoch genug gew\u00fcrdigt werden. Vergleichbare Anstrengungen hinsichtlich der Qualit\u00e4t der fr\u00fchen Bildung wurden allerdings nicht unternommen. Je j\u00fcnger ein Kind ist, desto wichtiger sind die Rahmenbedingungen und die Qualit\u00e4t des Angebots. Der Didacta Verband hat Anstrengungen f\u00fcr ein Bildungsqualit\u00e4tsgesetzt stets unterst\u00fctzt. Wir haben ein solches Gesetz gefordert, wohlwissend, dass dies nur eine der vielen Voraussetzungen zur Sicherung hoher Bildungsqualit\u00e4t darstellt. Eine st\u00e4rkere Einbeziehung der Familie, die Weiterentwicklung des Bildungsangebots, die Qualifizierung der Fachkr\u00e4fte, die Neugestaltung der Lernorte und nicht zuletzt ein besserer Personalschl\u00fcssel sind ebenso unverzichtbar, um die Qualit\u00e4t der fr\u00fchen Bildung zu steigern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kinder mit Fluchterfahrung willkommen hei\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bildungseinrichtungen haben die Aufgabe, Kinder auf eine Welt vorzubereiten, die durch hohe soziale Komplexit\u00e4t, durch zunehmende kulturelle Diversit\u00e4t und durch beschleunigten Wandel mit offenem Ausgang charakterisiert ist &#8211; auf eine offene, sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernde und in ihrer Entwicklung nicht prognostizierbare Welt. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen sie neue Ans\u00e4tze. Dies zeigt sich \u00fcberdeutlich bei den Bem\u00fchungen, Kindern mit Fluchterfahrung in Kitas und Schulen zu integrieren. Das gebietet die Humanit\u00e4t. Internationale Vertr\u00e4ge verpflichten uns dazu. Doch nicht nur das: Menschen mit Fluchterfahrung helfen auch der Wirtschaft, den demografischen Wandel zu gestalten und ben\u00f6tigte Fachkr\u00e4fte zu gewinnen. Der &#8222;Return&#8220; aus solchen Ma\u00dfnahmen steigert das Sozial- und Finanzkapital. Das belegt auch eine wissenschaftliche Studie von Economic Analysis Norway aus dem Jahr 2016. Demnach erspart sich eine Gesellschaft hohe Folgekosten, wenn sie angemessen in die Bildung der jungen Asylsuchenden und Fl\u00fcchtlinge investiert. Bei etwa 80.000 Kindern im vorschulischen Alter w\u00fcrde die sp\u00e4tere Belastung zwischen 35 und 40 Milliarden Euro liegen. Ein Bruchteil dessen w\u00fcrde ausreichen, um die erforderliche Qualit\u00e4t der Bildungsangebote zu sichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier gilt insbesondere der Satz des amerikanischen \u00d6konomen James Heckmann: Es gibt Investitionen, die effizient aber nicht fair sind. Umgekehrt gilt: Es gibt faire aber nicht effiziente Investitionen. Und er f\u00fchrt fort: Es gibt aber Investitionen, die sowohl effizient als auch fair sind, wie Investitionen, vor allem im vorschulischen Alter, die besondere Bed\u00fcrfnisse von Kindern adressieren. Bisherige Befunde legen es nahe: Daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir allerdings die Kombination eines erweiterten Bildungs- und Integrationsansatzes. Es reicht nicht aus, nur die Sprachkompetenz zu st\u00e4rken, denn sie allein garantiert keine Integration. Daf\u00fcr m\u00fcssen Anstrengungen unternommen werden, die weit \u00fcber das Angebot in Bildungseinrichtungen hinausgehen und den sozialen Raum einschlie\u00dfen. Kinder mit Fluchterfahrung ben\u00f6tigen Orientierung, und Zugang zu den Ressourcen der neuen Umgebung. Sie m\u00fcssen lernen, das Funktionieren des Systems zu verstehen, soziale Kontakte zu kn\u00fcpfen und den Anschluss an die Arbeitswelt zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Digitalisierung konstruktiv nutzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der &#8222;Digital Turn&#8220; stellt das Bildungssystem vor die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in seiner Geschichte: Es steht nicht nur die Reform des bisherigen (analogen) Bildungssystems an, es muss auch um die digitale Dimension erweitert bzw. eine kreative und konstruktive Verbindung zwischen analogen und digitalen Bildungsangeboten etabliert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bildung in der digitalen Welt f\u00fchrt zu kontroversen Debatten. Im In- und Ausland gibt es Stimmen, die vor der Ber\u00fchrung der Kinder mit neuen Technologien bis zur Pubert\u00e4t warnen: Sie beeintr\u00e4chtigten das schnelle Wachstum des Gehirns, bedingten Entwicklungsverz\u00f6gerungen, Adipositas, Schlafentzug und psychische Erkrankungen, sie st\u00e4rkten aggressives Verhalten und f\u00fchrten zur &#8222;digitalen Demenz&#8220; und zur Entwicklung abh\u00e4ngigen Verhaltens. Dieser Position gegen\u00fcber stehen Stimmen, die darauf hinweisen, dass nicht die Technologien per se, sondern der Umgang mit ihnen Probleme verursachen k\u00f6nne. Wissenschaftliche Organisationen, wie die American Academy of Pediatrics und die Canadian Association of Pedriatics, empfehlen deshalb einen entwicklungsangemessenen Umgang mit digitalen Medien. Erziehungswissenschaftliche Organisationen, wie beispielsweise die National Association for the Education of Young Children in den USA, haben sogar konkrete Empfehlungen f\u00fcr den Umgang mit neuen Technologien bereits im vorschulischen Alter vorgelegt. Inzwischen liegen zahlreiche Studien vor, die belegen, dass mittels neuerer Technologien ein effizienter Zugang zu Informationen erreicht werden kann, kindzentriertes und selbstgesteuertes Lernen gest\u00e4rkt sowie kooperatives Lernen, Autonomie, Kreativit\u00e4t und kritisches Denken gef\u00f6rdert werden. In einer vom schottischen Erziehungsministerium in Auftrag gegebenen Studie (&#8222;Literature Review on the Impact of Digital Technology on Learning and Teaching&#8220;, 2015) hei\u00dft es weiter, dass neue Technologien zur Verbesserung der Effizienz im Unterricht, zur Leistungsf\u00f6rderung bei Kindern und Jugendlichen, zur Reduzierung von Ungleichheiten, zur F\u00f6rderung von Inklusion und zur einer st\u00e4rkeren Beteiligung der Familie f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Didacta Verband vertritt die Position, dass allein die Einf\u00fchrung neuer Technologien die Bildungsqualit\u00e4t nicht automatisch verbessert. Positive Effekte k\u00f6nnen nur \u00fcber eine angemessene Qualifizierung der Fachkr\u00e4fte aller Bildungsbereiche und eine Reform ihrer Ausbildung erreicht werden. Sie sollen ihre p\u00e4dagogischen Ziele mit Hilfe digitaler Bildungsangebote bestm\u00f6glich erreichen k\u00f6nnen. Denn bei der Bildung gilt auch im digitalen Zeitalter: Der Lernende steht im Mittelpunkt &#8211; und f\u00fcr ihn wird das &#8222;www&#8220; in Zukunft so wichtig wie das &#8222;ABC&#8220;. Die P\u00e4dagogen m\u00fcssen in die Lage versetzt werden, den Kindern und Jugendlichen die Kompetenzen zu vermitteln, die sie f\u00fcr ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben in der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt ben\u00f6tigen. Zugleich brauchen Lehrkr\u00e4fte und Content-Provider Rechtssicherheit bei Fragen des Urheberrechts und des Datenschutzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bildung in der digitalen Welt setzt voraus, dass in allen Bildungseinrichtungen die erforderliche technische Infrastruktur zur Verf\u00fcgung steht und geeignete didaktische Konzepte eine produktive Verbindung zwischen analogen und digitalen Angeboten erm\u00f6glichen. Wir begr\u00fc\u00dfen deshalb ausdr\u00fccklich die digitale Strategie der Kultusministerkonferenz, die den inhaltlichen Rahmen f\u00fcr die Bildung in der digitalen Welt abgesteckt, indem sie beispielsweise Ma\u00dfnahmen zur Qualifizierung der Fachkr\u00e4fte festlegt sowie Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr digitale Bildungsmedien und die technische Ausstattung aufstellt. Ebenso wie die Ank\u00fcndigung des Bundes, fl\u00e4chendeckend in moderne IT-Infrastrukturen zu investieren, ist dies ein wichtiger Schritt f\u00fcr die Bildungseinrichtungen, ihren Weg in die digitale Welt zu finden. Jetzt wird es entscheidend darauf ankommen, wie Bund, L\u00e4nder und Gemeinden kooperieren, um ihre strategischen Ziele gemeinsam zu erreichen. Dazu z\u00e4hlen insbesondere auch digitale Konzepte, die dazu beitragen, Bildungsungerechtigkeit abzubauen. Die bereits vorhandene digitale Kluft muss \u00fcberwunden werden. Die Bildungswirtschaft ist bereit, praktische, technologische Erfahrungen und wissenschaftliche Expertisen bei der Gestaltung des &#8222;Digital Turn&#8220; in diesen Prozess einzubringen. Auch zahlreiche junge Unternehmen pr\u00e4gen den digitalen Wandel im Bildungsbereich. Erstmals auf der didacta steht Startups ein Raum zur Verf\u00fcgung, um ihre Ideen und Innovationen f\u00fcr die Bildung in der digitalen Welt vorzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Bildung m\u00fcssen die St\u00e4rken der analogen und der digitalen Bildungsangebote individuell auf die Bed\u00fcrfnisse der Lernenden abgestimmt werden. In den Arbeitskreisen des Didacta Verbandes wurden bereits Konzepte, konkrete Modelle und Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Bildung in der digitalen Welt entwickelt, beispielsweise zur Standardisierung der IT-Infrastruktur in Schulen und zur Verkn\u00fcpfung von regionalen, lokalen und anbieterbezogenen Netzen und Plattformen. Davon k\u00f6nnen sich die Besucher auf der didacta \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir brauchen eine konstruktiv-kritische Debatte \u00fcber die Bildung in der digitalen Welt. Der Didacta Verband wird dazu beitragen. Wir bereiten derzeit eine Reihe von forschungsgest\u00fctzten Positionspapieren vor, die den aktuellen Wissens- und Erfahrungsstand aufgreifen, im Ausland gewonnene Erkenntnisse in die Diskussion einbringen und damit zur Versachlichung der Debatte beitragen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Den Austausch der Bildungsverantwortlichen f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit den Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Praxis sucht der Didacta Verband nach Wegen, wie das Bildungssystem weiterentwickelt werden kann. Einen ausgezeichneten Rahmen f\u00fcr diesen Austausch bietet beispielsweise die Bildungskonferenz der kommunalen Landesverb\u00e4nde am 17. Februar, zu der wir auch den Ministerpr\u00e4sidenten Baden-W\u00fcrttembergs, Winfried Kretschmann, erwarten. Weitere hochrangige Vertreter der Politik und Gesellschaft sind unserer Einladung nach Stuttgart gefolgt. So diskutiert die Bildungsministerin Nordrhein-Westfalens, Sylvia L\u00f6hrmann, am 15. Februar gemeinsam mit dem Kultusstaatssekret\u00e4r Baden-W\u00fcrttembergs, Volker Schebesta, und mir \u00fcber die Entwicklung von Bildungslandschaften und die Rolle der au\u00dferschulischen Lernorte. Mit dem bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle f\u00fchre ich ein \u00f6ffentliches Vier-Augen-Gespr\u00e4ch am 16. Februar. Die Kultusministerin des Gastgeberlandes, Dr. Susanne Eisenmann, wird w\u00e4hrend der didacta an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen, beispielsweise am 15. Februar auf dem Forum Berufliche Bildung zum Thema &#8222;Schule im Zeitalter der Digitalisierung&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter allen bildungspolitischen Foren auf der didacta stehen die Fragen, wie Bildungschancen m\u00f6glichst gerecht verteilt werden k\u00f6nnen und wie die Qualit\u00e4t der Bildungsangebote weiter gesteigert werden kann. Eine Organisation, die sich seit vielen Jahren nachhaltig im Bildungsbereich engagiert, ist die Robert Bosch Stiftung. F\u00fcr ihre vorbildlichen Beitr\u00e4ge zur Qualit\u00e4tsentwicklung von Schulen und zur Qualifizierung p\u00e4dagogischer Fachkr\u00e4fte in der fr\u00fchkindlichen Bildung erh\u00e4lt die Robert Bosch Stiftung am 15. Februar die Auszeichnung als didacta-Bildungsbotschafterin 2017.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gelingende Bildung braucht die am besten qualifizierten Erzieher, Lehrer, Ausbilder und Trainer, die engagiert ihrer Arbeit nachgehen und dabei die volle Unterst\u00fctzung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft erhalten. Daf\u00fcr macht sich der Didacta Verband stark. Gesellschaftliche Entwicklungen und der technische Fortschritt werden den Arbeitsplatz der P\u00e4dagogen zunehmend ver\u00e4ndern. Die Ziele Bildungsgerechtigkeit und Qualit\u00e4t erhalten durch den Fl\u00fcchtlingszustrom und die wachsende Kinderarmut zus\u00e4tzliche Relevanz. Der Didacta Verband besch\u00e4ftigt sich damit intensiv. Auf bildungspolitischer Ebene setzt er sich f\u00fcr n\u00f6tige Reformen ein. F\u00fcr Fach- und Lehrkr\u00e4fte bietet er Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich danke unserem Gastgeber, der Landesmesse Stuttgart, f\u00fcr die kooperative Zusammenarbeit und die sehr gute Vorbereitung der didacta 2017. Gemeinsam mit dem Verband Bildungsmedien und vor allem der Didacta GmbH hat sie gro\u00dfen Anteil daran, dass wir auch in diesem Jahr den P\u00e4dagogen konkrete Angebote pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen, die ihren Arbeitsalltag erleichtern und ihnen neue Impulse f\u00fcr kommende Aufgaben geben. Ich lade Sie ein, sich selbst davon zu \u00fcberzeugen, wie spannend, innovativ und leistungsf\u00e4hig Bildung sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pressekontakt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Didacta Verband der Bildungswirtschaft<br \/><br \/>\nThorsten Timmerarens<br \/><br \/>\nTel. 06151-35215-13<br \/><br \/>\npresse@didacta.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: Presseportal.de<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fnews%2Fbildung-muss-spannend-innovativ-und-leistungsfaehig-sein-4442%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link external external_icon\" style=\"; 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