{"id":7761,"date":"2020-03-10T11:56:14","date_gmt":"2020-03-10T10:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/?p=7761"},"modified":"2025-10-30T17:00:09","modified_gmt":"2025-10-30T16:00:09","slug":"frauen-der-finanzbranche-700-mrd-dollar-ungenutztes-umsatzpotenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/frauen-der-finanzbranche-700-mrd-dollar-ungenutztes-umsatzpotenzial-7761\/","title":{"rendered":"Frauen in der Finanzbranche: 700 Mrd. Dollar ungenutztes Umsatzpotenzial"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Anteil von Frauen in den Gesch\u00e4ftsleitungen der Schweizer Finanzdienstleister hat sich in den vergangenen drei Jahren auf niedrigem Niveau mehr als verdoppelt (von 7% in 2016 auf 17% heute). Die Schweiz liegt aber weiter unter dem weltweiten Durchschnitt von 20 Prozent und mit Platz 22 von 37 untersuchten L\u00e4ndern nur im unteren Mittelfeld. Um aufzuschliessen sollten Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und insgesamt auf eine bessere Vertretung und Ansprache von Frauen achten &#8211; nicht nur innerhalb der Arbeitnehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte, sondern auch bei Kunden. Finanzdienstleister k\u00f6nnten ihre Ums\u00e4tze j\u00e4hrlich um 700 Milliarden Dollar weltweit steigern, wenn sie Frauen als Kundinnen besser verstehen und bedienen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzbranche hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend um die F\u00f6rderung von Frauen gek\u00fcmmert. Das spiegelt sich in einem moderaten, aber kontinuierlichen Anstieg des Anteils von Frauen in Spitzenpositionen wider. Die dritte Ausgabe der Women in Financial Services-Studie der Strategieberatung Oliver Wyman zeigt jedoch, dass ein Themenbereich derzeit zu wenig Aufmerksamkeit erf\u00e4hrt: Frauen als Kundinnen. Durch ein besseres Verst\u00e4ndnis und eine bessere Ansprache von Frauen als Kundinnen k\u00f6nnten Finanzdienstleister j\u00e4hrlich Umsatzsteigerungen von mehr als 700 Milliarden US-Dollar weltweit erzielen, so ein Ergebnis der aktuellen Ausgabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abFrauen stellen die gr\u00f6\u00dfte unterversorgte Kundengruppe der Finanzdienstleistungsbranche dar\u00bb, so Astrid J\u00e4kel, Partnerin bei Oliver Wyman und Co-Autorin der Studie. \u00abDie Unternehmen lassen sich erhebliche Umsatzchancen entgehen, weil sie ihren Kundinnen nicht richtig zuh\u00f6ren und ihre Lebenssituation und Anforderungen an Finanzprodukte nicht wirklich verstehen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die Oliver Wyman-Studie zeigt, sind Frauen zunehmend einflussreiche K\u00e4uferinnen von Bank-, Investitions- und Versicherungsprodukten &#8211; sowohl im privaten als auch im gesch\u00e4ftlichen Bereich. Um dieses Potenzial auszusch\u00f6pfen, ist es nicht ausreichend, Frauen als ein einziges Kundensegment zu betrachten. Vielmehr geht es darum, Besonderheiten im Lebensweg von Frauen und die Auswirkungen auf ihre Anforderungen an Bank- und Versicherungsprodukte besser zu analysieren und dann speziell darauf zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Es gibt eine Reihe von Merkmalen im Kundenprofil, bei denen sich Frauen derzeit im Durchschnitt von M\u00e4nnern unterscheiden: weniger lineare Einkommensentwicklung, andere Risikopr\u00e4ferenzen und anders gewichtete Ziele jenseits des blo\u00dfen Verm\u00f6gensaufbaus, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wenn Banken, Verm\u00f6gensverwalter und Versicherer diese Unterschiede im Detail besser verst\u00fcnden und in der Produktentwicklung ber\u00fccksichtigten, w\u00fcrde dies letztendlich zu besseren Produkten f\u00fcr alle Verbraucher f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Gesch\u00e4ftskundenseite zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild. Eine Befragung von Finanzchefinnen und weiteren weiblichen Kadermitgliedern in Finanzabteilungen ergab, dass die Mehrzahl von ihnen deutliches Verbesserungspotenzial bei der Betreuung durch Gesch\u00e4fts- und Investmentbanken sehen. Mehr als die H\u00e4lfte der Befragten waren der Meinung, dass Teams mit einem ausgewogenen Geschlechterverh\u00e4ltnis besseren und innovativeren Service liefern. Zugleich konstatierten sie jedoch, dass die Finanzdienstleister, mit denen sie gesch\u00e4ftlich zu tun haben, in diesem Punkt hinter ihren Erwartungen zur\u00fcckbleiben. Nicht wenige wiesen darauf hin, dass sie als Gesch\u00e4ftskundinnen nicht mit dem gleichen Respekt behandelt werden wie ihre m\u00e4nnlichen Kollegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frauen in F\u00fchrungsrollen &#8211; allm\u00e4hliche Fortschritte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anteil von Frauen in den Gesch\u00e4ftsleitungen der <span class=\"label label-primary\">gr\u00f6\u00dften<\/span> Schweizer Finanzdienstleister hat sich in den vergangenen drei Jahren auf niedrigem Niveau mehr als verdoppelt (von 7% in 2016 auf 17% heute). Damit liegt die Schweiz zwar noch vor ihren Nachbarl\u00e4ndern Deutschland (Platz 24) und \u00d6sterreich (Platz 30) jedoch drei Prozentpunkte unterhalb des weltweiten Durchschnitts von 20 Prozent. Bei der Vertretung von Frauen in Verwaltungsr\u00e4ten der Finanzbranche konnte die Schweiz einen Zuwachs von vier Prozentpunkten auf 24 Prozent verbuchen und liegt damit knapp \u00fcber dem weltweiten Durchschnitt von 23 Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im weltweiten Vergleich hat Israel bei der Vertretung von Frauen in der Gesch\u00e4ftsleitung die Nase vorn: Hier liegt der Anteil von Frauen in Gesch\u00e4ftsleitungen in der Finanzbranche bei 38 Prozent, auf den R\u00e4ngen folgen Australien, Schweden, Finnland, Thailand, Norwegen, Kanada und S\u00fcdafrika (jeweils 30 oder mehr Prozent). Am geringsten ist der Frauenanteil in Saudi-Arabien und S\u00fcdkorea mit jeweils gerade einmal vier Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Problemen rund um Frauenkarrieren hat sich bisher nicht viel ge\u00e4ndert. Nach wie vor geraten Frauen in der Mitte ihrer Karriere in einen Konflikt, in dem &#8211; auch aufgrund von gesellschaftlichen Erwartungen &#8211; die Kosten einer Karriere den Nutzen zu \u00fcberwiegen scheinen. Halbherzige Unterst\u00fctzung von Familien, wenig flexible Arbeitszeiten, intransparente und als ungerecht empfundene Bef\u00f6rderungsprozesse und Gehaltsstrukturen sowie unbewusste Vorurteile und Ressentiments &#8211; all dies sind Punkte, an denen Finanzunternehmen nach wie vor arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um eine bessere Repr\u00e4sentanz von Frauen zu erreichen, sollten Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz w\u00e4hlen und die Themen Frauen als Arbeitnehmerinnen und F\u00fchrungskr\u00e4fte, Frauen als Kundinnen sowie die Bedeutung des Frauenanteils f\u00fcr Anteilseigner und Aufsichtsbeh\u00f6rden miteinander verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abEin ausgewogenes Verh\u00e4ltnis der Geschlechter ist f\u00fcr verschiedene Gruppen im und um das Unternehmen von Bedeutung: Arbeitnehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte, Kunden, Aufsichtsbeh\u00f6rden und Shareholder\u00bb, sagt Robert Buess, Partner bei Oliver Wyman. \u00abUnternehmen m\u00fcssen dies erkennen und einen ganzheitlichen Ansatz w\u00e4hlen. So wird Geschlechterausgewogenheit ein Thema f\u00fcr die CEO-Agenda und schl\u00e4gt sich letztlich in besseren Unternehmensergebnissen nieder.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber die Studie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Women in Financial Services-Studie wurde die Zusammensetzung von Verwaltungsr\u00e4ten und Gesch\u00e4ftsleitungen von mehr als 460 Firmen in 37 L\u00e4ndern analysiert. Zudem f\u00fchrten Oliver Wyman-Experten mehr als 100 Interviews mit F\u00fchrungskr\u00e4ften aus allen Teilen der Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Verm\u00f6gensverwalter, FinTech-Unternehmen, Aufsichtsbeh\u00f6rden).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: Presseportal.de<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fnews%2Ffrauen-der-finanzbranche-700-mrd-dollar-ungenutztes-umsatzpotenzial-7761%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link external external_icon\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fnews%2Ffrauen-der-finanzbranche-700-mrd-dollar-ungenutztes-umsatzpotenzial-7761%2F&text=Frauen%20in%20der%20Finanzbranche%3A%20700%20Mrd.%20Dollar%20ungenutztes%20Umsatzpotenzial\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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