{"id":8685,"date":"2022-08-31T11:06:18","date_gmt":"2022-08-31T09:06:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/?p=8685"},"modified":"2022-05-24T13:08:55","modified_gmt":"2022-05-24T11:08:55","slug":"ingenieurinnen-streben-zunehmend-fuehrungspositionen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weiterbildungsmarkt.net\/news\/ingenieurinnen-streben-zunehmend-fuehrungspositionen-an-8685\/","title":{"rendered":"Ingenieurinnen streben zunehmend F\u00fchrungspositionen an"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In dem weiterbildenden Master of Science &#8211; Industrielles Produktionsmanagement (IPM) der Universit\u00e4t Kassel und ihrer Management School, UNIKIMS, ist in den letzten Jahren der Anteil an Ingenieurinnen unter den Studierenden kontinuierlich gestiegen. Der berufsbegleitende Studiengang des Fachbereichs Maschinenbau, unter der wissenschaftlichen Leitung von Professorin Dr.-Ing. Sigrid Wenzel, legt seinen Fokus auf das ganzheitliche Verstehen und Managen industrieller Prozesse und Systeme. Er qualifiziert die Absolvent:innen f\u00fcr die Produktionsleitung in Industrieunternehmen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interviews mit Studentinnen und Absolventinnen in dem Masterstudiengang IPM \u00fcber ihren Weg als Ingenieurin, zeigen, dass sie Erfolg haben und sich in den technischen Berufen, die immer noch als M\u00e4nnerdom\u00e4ne gelten, durchaus wohlf\u00fchlen, und sie erfahren heute F\u00f6rderung durch die Unternehmen und Vorgesetzte, die noch zumeist M\u00e4nner sind. Fr\u00fcher waren h\u00e4ufig ihre V\u00e4ter geliebte Vorbilder und Ermutiger, und sp\u00e4ter deckte die Schule die Talente der Sch\u00fclerinnen auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung, erl\u00e4utern die befragten Ingenieurinnen, komme die ganze facettenreiche Vielfalt technischer Berufe, in denen viel soziale Kompetenz gefordert sei, allerdings nicht zum Ausdruck. Entscheidend ist f\u00fcr die meisten der befragten Frauen jedoch, dass Eltern ihre Kinder ermutigen, die eigenen Talente zu entdecken und Zutrauen zu sich und den eigenen F\u00e4higkeiten zu st\u00e4rken. Die Ingenieurinnen w\u00fcnschen sich, dass mehr Frauen \u00f6ffentlich zu ihrem Erfolg in technischen Berufen stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die befragten Studentinnen und Absolventinnen haben in namhaften Unternehmen vielfach schon von Beginn ihrer Kariere F\u00fchrungsaufgaben wahrgenommen oder wurden auf diese vorbereitet. Mit dem berufsbegleitenden Masterstudium m\u00f6chten Sie in ihren Unternehmen noch weiter vorankommen. Frau Prof. Dr. Sigrid Wenzel ist \u00fcberzeugt, dass sich die Schere zwischen jenen, die kreativ, sozial und prozessf\u00e4hig sind, und jenen, die diese F\u00e4higkeiten nicht haben, weiten wird. Sie sagt ihren Studierenden: &#8222;Gestaltet die digitale Transformation! Ich sehe die digitale Transformation als Chance, denn sie ver\u00e4ndert die Arbeitswelt zugunsten aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sodass wir viel mehr M\u00f6glichkeiten haben, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren und in beiden Bereichen aufgehend zu leben. Diese Chance m\u00fcssen wir nutzen!&#8220; Der berufsbegleitende Masterstudiengang IPM versetze die Studierenden in die Lage, industrielle Prozesse und Systeme \u00fcber Planungsdom\u00e4nen und -ebenen sowie \u00fcber Wertsch\u00f6pfungsnetze hinweg ganzheitlich zu verstehen und zu managen. Ziel sei es, Produkte und Dienstleistungen systematisch zu verbessern und Unternehmen an die Ver\u00e4nderungen des Marktes anzupassen. Die Informationstechnik erm\u00f6gliche die Zusammenarbeit zwischen Prozessen und den daran Beteiligten und schaffe die Basis f\u00fcr konkrete Entscheidungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 12. Jahrgang startet im April 2022<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewerbungen zu dem Studiengang sind noch bis Ende M\u00e4rz m\u00f6glich, www.unikims.de\/ipm. Jedoch stehen nur noch wenige Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alle Einzelinterviews auf der UNIKIMS-Website<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die UNIKIMS ver\u00f6ffentlicht auf ihrer Website zu jedem Studiengang Absolvent:innenstimmen, die mit Hilfe ausf\u00fchrlicher journalistischer Interviews entstanden sind, wie sie in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen auch als qualitative Interviews gef\u00fchrt werden. Um mehr \u00fcber Frauen in MINT-Berufen zu erfahren, hat die UNIKIMS f\u00fcr den folgenden Beitrag Studentinnen und Absolventinnen des Masterstudiengangs IPM nicht nur nach ihren Erfahrungen mit der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung durch ein Masterstudium in den Ingenieurwissenschaften befragt, sondern auch nach ihrem Weg in technische Berufe, ihre Erfahrungen in der Ausbildung und im Beruf, sowie nach Einsch\u00e4tzungen, wie noch mehr Frauen die vielf\u00e4ltige Arbeitswelt der MINT-Berufe f\u00fcr sich als Chance entdecken k\u00f6nnten. Die meisten der Interviews, deren Aussagen hier journalistisch und thesenartig ohne namentliche Nennung der Interviewpartnerinnen zusammengefasst werden, sind auf der Website der UNIKIMS ver\u00f6ffentlicht ( https:\/\/www.unikims.de\/Warum-Frauen-in-MINT-Berufen-Erfolg-haben).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das falsche Bild vom Ingenieur in unseren K\u00f6pfen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem &#8222;falschen Bild vom Ingenieur in unseren K\u00f6pfen&#8220; ist eine erste und offenbar hohe H\u00fcrde benannt, die viele M\u00e4dchen und Frauen, aber vielleicht auch Jungen und M\u00e4nner regelrecht davor zur\u00fcckschrecken l\u00e4sst, einen MINT-Beruf zu ergreifen. &#8222;Es ist in der \u00d6ffentlichkeit nicht transparent genug, welche Facetten ein technisches Studium bietet. Man denkt dann gleich an Nerds &#8230; . Es wird nicht richtig kommuniziert, dass jeder, der an Technik Interesse hat, auch etwas Passendes findet&#8220;, sagt eine der Interviewpartnerinnen. Und &#8222;der Maschinenbau ist sehr vielf\u00e4ltig&#8220;, sagt eine andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ingenieurin sagt: &#8222;Wir sollten lernen, \u00fcber Ingenieure und ihren Beruf anders zu sprechen. Ingenieure werden zu schnell reduziert auf ihre Rolle als Techniker. Eigentlich sind sie &#8218;Probleml\u00f6ser&#8216;. Und viele Probleme sind nicht allein technischer, sondern menschlicher oder zwischenmenschlicher Natur. Es bedarf nur eines Perspektivwechsels.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vielfalt als Basis des Erfolgs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielfalt ist ein Faktor des Erfolgs, und Frauen bereichern ein Team. Darin liegt f\u00fcr die Unternehmen eine Chance. &#8222;Je diverser ein Team ist, auf desto mehr Ansichten, Meinungen und Erfahrungen kann man zur\u00fcckgreifen&#8220;, sagt eine Ingenieurin. Die Vielfalt oder Diversit\u00e4t des Teams sei sehr wichtig, &#8222;denn solange man eine homogene Gruppe gleichdenkender Menschen hat, hinterfragt niemand die Entscheidungen. Die ganze Gruppe macht dieselben Fehler, w\u00e4hnt sich immer auf dem richtigen Weg.&#8220; Je diverser eine Gruppe sei, desto mehr Impulse aus einem gr\u00f6\u00dferen Erfahrungsschatz seien vorhanden, die das ganze Team voranbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugleich \u00e4nderten sich die Berufe und Berufsbilder. Es gebe viele Berufe, die noch kommen werden, und die wir noch gar nicht kennen k\u00f6nnten, gibt eine Interviewpartnerin zu bedenken: &#8222;Darum sollten wir uns nicht zu fr\u00fch festlegen auf eine Richtung im Studium. Und manche Interessen entdecken wir bei uns selbst auch erst im Lauf des Lebens. Wir sollten abstrahieren: Was kann der:die Ingenieur:in? Zusammenh\u00e4nge erkennen, strukturieren und systematisieren. Und logisch denken. Diese sind keine ausschlie\u00dflich ,m\u00e4nnlichen&#8216; F\u00e4higkeiten. Jeder Beruf wird vielf\u00e4ltiger und reicher, je gr\u00f6\u00dfer die Diversit\u00e4t der Menschen ist, die in ihm arbeiten.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eltern ermutigen oder entmutigen ihre Kinder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage, ob sich die Berufswahl schon im Kindesalter mit der Wahl oder Vorgabe des Spielzeugs entscheidet, sprechen die Studentinnen und Absolventinnen in den Interviews vielfach an, aber relativieren ihre Bedeutung sogleich. Denn es gibt Frauen in technischen Berufen in verantwortungsvoller Position erfolgreicher Unternehmen, die lieber mit Lego und Autos gespielt haben, aber es gibt ebenso jene, die nicht mit Technik gespielt haben. Entscheidend f\u00fcr den weiteren Lebensweg der Kinder scheint nicht die Wahl des Spielzeugs zu sein, sondern die Ermutigung durch die Eltern, wie diese Aussagen zeigen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Mir wurden totale Freiheiten gelassen, und ich sp\u00fcrte immer die Unterst\u00fctzung meiner Eltern.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine junge Frau ist auf dem Land aufgewachsen, und &#8222;ich konnte tun, was ich wollte. Nein, ich schraube nicht seit Kindertagen, aber ich war auch nie ein ,klassisches P\u00fcppchenkind&#8216;, sondern hatte als Kind auf dem Land immer schon einen Bezug zum Technischen. Ich habe fr\u00fch den Motorradf\u00fchrerschein gemacht und habe Interesse an allen motorisierten Fahrzeugen, was sich auch mit meiner Berufswahl harmonisch erg\u00e4nzt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere Interviewpartnerin erinnert sich: &#8222;Als Kind war ich an vielem interessiert, und ich hatte das Gl\u00fcck, dass meine Eltern mich breit gef\u00f6rdert und nicht in eine Richtung gelenkt haben. Ich spielte mit Autos, mit der Werkbank und mit dem Kaufladen. In der Kindheit und in der Schullaufbahn habe ich erlernt: Ich kann alles erreichen, und alles, was ich daf\u00fcr brauche, sind Ehrgeiz und Disziplin.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4ufig kommen die Frauen in den Gespr\u00e4chen auf ihre V\u00e4ter zu sprechen. Bisweilen wird der Vater in der Rolle des &#8222;Spielkameraden&#8220; geschildert, der fr\u00fch die Lust der Tochter an den Zahlen erkennt und stimuliert, der die Leidenschaft f\u00fcr Mathematik im L\u00f6sen von Aufgaben mit der Tochter teilt und ihr das Sudoku-Spiel nahe bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schule er\u00f6ffnet Chancen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir stecken die Menschen zu schnell in Schubladen: Wer Mathe kann, der k\u00f6nne auch Physik und dann k\u00f6nne er auch Ingenieur:in werden&#8220;, hei\u00dft es in einem Interview. Aber bedeutet das etwa im Umkehrschluss: &#8222;Wer nie die Chance hatte, sich f\u00fcr Physik zu interessieren, wird auch niemals Ingenieurin oder Ingenieur?&#8220; Mit der Umstellung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre wurde einer jungen Frau als Sch\u00fclerin ein Jahr geschenkt. Statt einer dritten Fremdsprache w\u00e4hlte sie das damals neu eingef\u00fchrte Fach Naturwissenschaft- und Technik, einen Mix aus Biologie, Chemie und Physik. Sie merkte, dass ihr Chemie nicht lag und dass sie sich auch erst mit Physik anfreunden musste. Sie hatte Physik bis zum Abitur. Das war eine Entscheidung f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere Interviewpartnerin hatte die Leistungskurse Mathe und Chemie, aber vor allem einen guten Physiklehrer, der in dem kleinen Grundkurs einen hervorragenden Unterricht hielt: &#8222;Damit hat er mich gepr\u00e4gt f\u00fcr meinen weiteren Weg, denn ein Bachelor in Maschinenbau ist nichts anderes als angewandte Physik.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und immer wieder geht es in den Interviews um Offenheit und Vertrauen &#8211; auch im Schulalltag: &#8222;Der Grundstein f\u00fcr die Offenheit der Menschen gegen\u00fcber den Berufen unabh\u00e4ngig vom Geschlecht wird in der Schule gelegt. Es ist die Aufgabe des Bildungswesens, jedes Kind nach seiner Begabung zu f\u00f6rdern, nicht nach seinem Geschlecht. Mit getrenntem Spielzeug f\u00fcr M\u00e4dchen und Jungen f\u00e4ngt schlie\u00dflich vieles schon an. Wir m\u00fcssen die Kinder darin best\u00e4rken, dass sie auf ihre Begabung vertrauen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es lohnt f\u00fcr die Unternehmen, den Kontakt zu den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu suchen, wie dieses Beispiel zeigt: &#8222;In der Schule machten wir zwei Praktika. In der elften Klasse war ich im Volkswagenwerk, erlebte dort eine Kombi aus Produktionshalle und Wissenschaft. Als ich meinen Lehrern sagte, dass ich Maschinenbau studieren wollte, sagten sie, dass sie sich das sehr gut vorstellen k\u00f6nnen bei mir. Meine Eltern standen komplett hinter meiner Berufswahl. Sie unterst\u00fctzen mich bei allem.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8222;Ich sage: Traut Euch doch!&#8220; in der Berufswahl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entscheidung f\u00fcr einen MINT-Beruf f\u00e4llt nicht allen jungen Frauen leicht. Einzelne berichten &#8211; ohne damit namentlich zitiert werden zu wollen -, dass es vor allem andere M\u00e4dchen oder Frauen sind, die sie von der Wahl eines solchen Berufs abhalten wollen und Zweifel an ihrem Selbstvertrauen wecken, denn Mathematik und Physik seien doch viel zu schwer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Interviewpartnerin spricht das Thema offen an: &#8222;Wenn es um Frauen in technischen Berufen geht, dann sind die Frauen das Hauptproblem und nicht die M\u00e4nner. Da bin ich Antifeministin. Jedem und jeder steht alles offen, man muss es nur wollen und sich nicht mental durch Klischees der Arbeitswelt blockieren. Ich sage: Traut Euch doch! Wenn ein M\u00e4dchen oder Junge Interesse an einem technischen Beruf hat, dann erfordert das die Courage, sich am Ausbildungsmarkt schlau zu machen und den richtigen Studiengang auszuw\u00e4hlen und auch alles daf\u00fcr zu geben.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einblicke in Unternehmen senken die H\u00fcrden: &#8222;Dann erhielt ich als Werkstudentin bei Philips die Gelegenheit zum berufsbegleitenden Studium im Wirtschaftsingenieurwesen, und ich dachte zun\u00e4chst, dass schaffe ich nie, weil ich daf\u00fcr zu wenig Physik und Chemie in der Schule hatte. Aber dann hatte ich dasselbe Erlebnis wie in der Mathematik in der Oberstufe: Es macht Spa\u00df! Ich kann richtig gute Noten schreiben! Ich kann mit den anderen mithalten! Ich habe den Bachelor richtig gut geschafft und dann gewusst, ich will den Master draufbauen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Frauen sind akzeptiert und f\u00fchlen sich in MINT-Berufen wohl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt Vorbehalte und Vorurteile gegen\u00fcber Frauen in technischen Berufen, aber sie sind in den Erz\u00e4hlungen der Studentinnen und Absolventinnen die Ausnahme, wie diese Ausschnitte aus den Interviews zeigen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erfahre als Frau in ihrem Beruf stets Respekt und Anerkennung durch die Tatsache, dass sie das Ingenieurwissenschaftsstudium absolviert hat, berichtet eine Interviewpartnerin: &#8222;Es gibt viele Frauen, die mich unterst\u00fctzt haben, aber meine Vorgesetzten waren meist M\u00e4nner, die mir Vertrauen entgegengebracht und T\u00fcren ge\u00f6ffnet haben. Auch im Studium haben die Freunde und Kommilitonen nie einen Unterschied gemacht, weil ich eine Frau bin.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kompetenz z\u00e4hlt: &#8222;Ich habe wegen meines Geschlechts nie Ablehnung erfahren, weil ich keines der Klischees bediene, und ich es mir auch nicht nachsagen lassen m\u00f6chte. Ablehnung kommt erst, wenn man sich als inkompetent erweist &#8211; und das w\u00fcrde einem Mann genauso passieren. Die Kernfrage gilt der Kompetenz und der F\u00e4higkeit eines jeden Einzelnen. Die Frage, ob Technik und Frau oder Technik und Mann besser funktionieren, hat sich mir nie gestellt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Als Frau in der M\u00e4nnerwelt hatte ich bisher niemals Nachteile, sondern nur Vorteile. Alle sind stolz auf einen, viele wollen zeigen: Toll, wir k\u00f6nnen auch Frau! Es liegt wohl auch daran, dass wir hier prima Kollegen haben und ein internationales Unternehmen sind. Ich treffe hier im Unternehmen durchaus h\u00e4ufiger auf Frauen, von denen einige auch im Talentprogramm sind. Mit ihnen gibt es kein Konkurrenzdenken, sondern der Umgang ist ebenso kollegial wie mit den M\u00e4nnern. Der wichtigste Punkt aber ist, dass man sich etwas zutraut. Und da beobachte ich mehr M\u00e4nner, die sagen, sie schaffen das, w\u00e4hrend ich als Frau sp\u00fcre, dass mir an einigen Stellen manchmal das Selbstbewusstsein fehlt, um einfach so zu sagen: ,Klar schaffe ich das.'&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie werben wir f\u00fcr MINT-Berufe?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die jungen Frauen in technischen Berufen und F\u00fchrungspositionen sehen die Wirtschaft in der Pflicht, mehr M\u00e4dchen f\u00fcr MINT-Berufe zu begeistern. Die Unternehmen sollten Impulse im Schulalltag setzen, die Jungen wie M\u00e4dchen dazu ermutigen, technische Berufszweige f\u00fcr sich in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Doch vielleicht sollten auch Frauen wie ich mehr t\u00e4tig sein, um ihre positiven Erfahrungen weiterzugeben&#8220;, sagt eine Gespr\u00e4chspartnerin: &#8222;Vielleicht sollten wir auch mehr von jenen jungen Frauen wissen, die sie sich nicht f\u00fcr ein Studium im MINT-Bereich interessieren. Vielleicht haben viele von diesen Frauen eine falsche Vorstellung davon, was der Job von Ingenieuren ist. Wenn uns klar wird, was diese Frauen von einem technischen Beruf abh\u00e4lt, k\u00f6nnen wir gezielte Beispiele darstellen, die sie ermutigen, diesen Karriereweg zu verfolgen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was einem in der Jugend fehle, hei\u00dft es in einem Interview, sei &#8222;die Masse&#8220; an positiven Vorbildern von Frauen, die es in technischen F\u00e4chern geschafft haben: &#8222;Das muss sich auswachsen.&#8220; Die erfolgreiche Ingenieurin und Physikerin m\u00fcsse aus dem Status des &#8222;Rosa Elefanten&#8220; herauswachsen, der die bestaunenswerte Ausnahme bilde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ingenieurberuf, sagt eine weitere Ingenieurin, &#8222;er\u00f6ffnet so viele M\u00f6glichkeiten, wo man arbeiten kann. Um diese Vielfalt aufzuzeigen, helfen Girl&#8217;s- and Boy&#8217;s-Days an der Schule nicht viel. An Berufsinformationstagen sollte nicht der Ingenieur in die Schule kommen, sondern die Ingenieurin und die Feuerwehrfrau!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder kommt eine junge Frau im Interview auf die Kinder und die Kindheit zur\u00fcck: &#8222;Um mehr M\u00e4dchen und Frauen f\u00fcr technische Berufe zu ermutigen, sollten wir schon den Kindern mehr M\u00f6glichkeiten anbieten, mit Technik zu spielen. Und wir sollten sie vor allem ermutigen, etwas zu machen, was nicht schubladenkonform ist. Wir sollten das Kind entscheiden lassen, damit seine Lust und Neigung es zu einem erf\u00fcllenden Berufsleben f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/110649\/5158598\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"external external_icon\">Presseportal.de<\/a><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fnews%2Fingenieurinnen-streben-zunehmend-fuehrungspositionen-an-8685%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link external external_icon\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.weiterbildungsmarkt.net%2Fnews%2Fingenieurinnen-streben-zunehmend-fuehrungspositionen-an-8685%2F&text=Ingenieurinnen%20streben%20zunehmend%20F%C3%BChrungspositionen%20an\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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