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Brauner, Anderl, Höhrhan, Eppler und Kaske zeichnen beste Ausbildungsbetriebe aus

Die Wiener Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, Innungsmeister Alexander Eppler von der Wirtschaftskammer Wien, AK-Präsident Rudi Kaske, ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl sowie Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der IV-Wien, verliehen Montag Abend zum dritten Mal das Wiener Qualitätssiegel TOP-Lehrbetriebe. Damit werden jährlich Wiener Betriebe ausgezeichnet, die vorbildliche Standards in der Lehrausbildung setzen. Das Qualitätszertifikat ist eine gemeinsame Initiative der Sozialpartner und der Stadt Wien. Ermittelt wurden die TOP-Lehrbetriebe von einer Fachjury aus SozialpartnervertreterInnen. Heuer hatten sich 37 Betriebe für das Qualitätssiegel bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftkammer Wien beworben. 26 Betriebe bekamen es zuerkannt.

Brauner: „Wien braucht die besten Hände und Köpfe – Jugendliche brauchen bestmögliche Zukunftschancen“

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: „Für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes brauchen wir die besten Hände und Köpfe. Betriebe, die auf höchste Qualität in der Lehrausbildung setzen, spielen dabei eine wichtige Rolle. Dazu kommt:

Gute Job- und Einkommenschancen sind unabdingbar mit einer guten Ausbildung verbunden. Mit dem Wiener Qualitätssiegel wollen wir daher bewusst jene Betriebe vor den Vorhang holen, die für top qualifizierten Fachkräftenachwuchs Sorge tragen. Es freut mich sehr, dass wir seit 2014 insgesamt 168 Betriebe für ihr Engagement in der Lehrlingsausbildung prämieren konnten. Die ausgezeichneten Betriebe haben eine wichtige Vorbildwirkung und sie zeigen, dass Lehre Zukunft hat und gibt. Denn mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnete Betriebe sind auch für Jugendliche, die eine Lehre machen wollen, besonders attraktiv.“ Als wesentlichen Teil einer erfolgreichen Lehrausbildung nennt Brauner insbesondere auch das empowerment der Jugendlichen durch die AusbilderInnen. Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) unterstützt übrigens Unternehmen, die ihre MitarbeiterInnen zu LehrausbilderInnen qualifizieren wollen (www.waff.at).

Ruck: „Qualitätssiegel ist wichtiger Motivationsfaktor für die Lehrbetriebe Wiens“

Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck sieht im Gütesiegel einen wichtigen Motivationsfaktor für die Lehrbetriebe Wiens: „Die Lehre ist nicht nur ein wichtiges Angebot an die Jugend, sie sichert auch den Unternehmen selbst die wichtigen Fachkräfte für morgen. Mit dem Qualitätssiegel zeigen die Unternehmen, dass ihnen auch die Qualität ihrer Lehrausbildung am Herzen liegt. Die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer beweisen damit, dass sie Verantwortung für die Jugend, genauso wie für den Wirtschaftsstandort Wien übernehmen. Und die Lehrlinge können sicher sein, dass ihre Ausbildung auch wirklich eine Vorbereitung für eine erfolgreiche und vielversprechende Karriere und Zukunft ist.“

Kaske: „Qualität in der Lehre sichern“

„Jugendliche brauchen nicht nur Orientierung bei der Berufswahl selbst, sondern auch Informationen über die Ausbildungsqualität in einzelnen Betrieben – Engagement und eine gute Ausbildung sind leider nicht immer selbstverständlich“, erklärt AK-Präsident Rudi Kaske und verweist auf die Misserfolgsquoten bei der Lehrabschlussprüfung. Das Wiener Qualitätssiegel „TOP-Lehrbetriebe“ wird nur an Lehrbetriebe in Wien vergeben, die sich wirklich um ihre Lehrlinge bemühen. In den ausgezeichneten Betrieben treten die meisten Lehrlinge nicht nur zur Lehrabschlussprüfung an, sondern bestehen sie auch. „Das Wiener Qualitätssiegel bietet den Jugendlichen und ihren Eltern wertvolle Hinweise, wo sie eine ausgezeichnete Ausbildung erhalten“, so Kaske.

Weil eine gute Ausbildung und betriebliches Engagement in der Lehre nicht vom Zufall abhängig sein darf, fordert Kaske die gesetzliche Einführung eines Qualitätsmanagements in der Lehrausbildung. Er verweist außerdem auf das umfassende Beratungsangebot für Betriebe, wie sie die Ausbildungsqualität steigern können: „Dieses Angebot sollte von den Betrieben viel mehr genutzt werden.“

„Wir wollen alle, dass alle Jugendlichen bis 18 eine Ausbildung machen. Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn es genügend Ausbildungsplätze für alle Berufe gibt“, sagt der AK-Präsident. In vielen Fällen ersetze die überbetriebliche Ausbildung fehlende Lehrstellen: „Das ist ein Grund, warum die Jugendarbeitslosigkeit bei uns immer noch niedriger ist als anderswo.“

Höhrhan: „Chancen, die in technischen und naturwissenschaftlichen Lehrberufen stecken, noch sichtbarer machen“

Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien, betont: „Die duale Berufsausbildung hat sich als Erfolgsmodell, um das uns international viele andere Länder beneiden, bewährt. Die laufende Qualitätssicherung der Lehre muss uns daher ein zentrales Anliegen sein. Das gemeinsame Siegel rückt darüber hinaus die ausgezeichneten Firmen ins Rampenlicht und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ausbildungsangebote noch besser kommunizieren zu können. Aus Sicht der Industrie ist es in diesem Zusammenhang vor allem von Bedeutung, die Chancen, die in technischen und naturwissenschaftlichen Lehrberufen stecken, noch sichtbarer zu machen, denn hier haben wir in Zukunft den größten Bedarf an Fachkräften und dementsprechend gute Karrierechancen für junge Menschen.“

Anderl: „Mehr Lehrbetriebe für Spitzenausbildung“

„Was für ein großes Potential die Berufsausbildung hat, zeigen nicht nur die heute hier prämierten Lehrbetriebe, sondern auch internationale Wettbewerbe, wo unsere Lehrlinge regelmäßig Spitzenplätze belegen“, betonte ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl. Das österreichische Modell der dualen Ausbildung ist im europäischen Vergleich vorbildlich. Veranstaltungen wie die heutige seien eine gute Gelegenheit, einmal diejenigen vor den Vorhang zu holen, die nicht ständig im Rampenlicht stehen und trotzdem mit ihrer Arbeit das Rückgrat und das Fundament unserer Wirtschaft bilden. „Bedauerlicherweise ist die Zahl der Ausbildungsstätten für Lehrlinge seit 1980 rückläufig. Um den Wirtschaftsstandort auch langfristig zu sichern, müssen Betriebe wieder verstärkt Lehrstellen mit hochqualitativer Ausbildung anbieten“, fordert die ÖGB-Vizepräsidentin.

Ausgezeichnete Betriebe setzen Maßstäbe in der Lehrausbildung

Die Vergabe des Qualitätssiegels erfolgte in einem zweistufigen Verfahren mittels Punktesystem durch eine Jury. Wesentliche Bewertungskriterien sind unter anderem Ausbildungsplanung und –dokumentation laut Berufsbild, besondere Ausbildungsinitiativen wie fachliche Weiterbildung, Persönlichkeitsbildung, Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung, Auslandspraktika, Frauen in nichttraditionellen Berufen, Lehre mit Matura, etc. sowie Antritts- und Erfolgsquote von Lehrlingen bei der Lehrabschlussprüfung. Für die Zuerkennung des Qualitätssiegels mussten die Unternehmen mindestens 12 Punkte erreichen. Die Höchstzahl waren 24 Punkte. Das Zertifikat ist bis Ende 2020 gültig.

Die Jury überzeugt haben neben größeren Unternehmen, wie Media Markt oder große Gastronomie- und Hoteleriebetriebe, wie Bristol Holding GmbH, Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Hilton International Wien Gesellschaft m.b.H und The Ritz–Carlton, Vienna auch Klein- und Mittelbetriebe. Zu nennen sind hier z.B. die Firmen Figlmüller am Hohen Markt, Kolesa Stahlbau oder Pfeiffer Immobilien. Hier ist das hohe persönliche Engagement der UnternehmerInnen selbst in der Ausbildung besonders hervorzuheben. Verliehen wurde das Qualitätssiegel auch an die Technische Universität Wien und den Schönbrunner Tiergarten. Diese 26 Betriebe wurden mit dem Wiener Qualitätssiegel TOP-Lehrbetrieb ausgezeichnet:

wko.at/wien/top-lehrbetrieb

Über 3.000 Betriebe bilden rund 13.000 Lehrlinge aus

Derzeit werden in Wien rund 13.300 Lehrlinge in 3.339 Betrieben ausgebildet. 4.413 Lehrlinge werden in der Sparte Gewerbe und Handwerk ausgebildet, gefolgt von den Sparten Handel (2.440 Lehrlinge), Tourismus- und Freizeitwirtschaft (1.570 Lehrlinge) sowie Industrie (1.068 Lehrlinge).

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Philipp

Mediensprecherin des Wiener Arbeitnehmerinnen

Förderungsfonds (waff)

Tel.: 01 217 48-318

E-Mail: gabriele.philipp@waff.at

Heike Hromatka-Reithofer

Mediensprecherin Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner

Tel.: 01 4000-81219

E-Mail: heike.hromatka-reithofer@wien.gv.at

Martin Sattler

Wirtschaftskammer Wien – Presse und Medienmanagement

Tel. 01 51450-1314

E-Mail. martin.sattler@wkw.at

Peter Mitterhuber

AK Wien, Kommunikation

Tel.: 01 50165-2347

E-Mail: peter.mitterhuber@akwien.at

Leopold Liechtenstein

Pressesprecher Industriellenvereinigung Wien

Tel.: 01 71135-2463

E-Mail: l.liechtenstein@iv-net.at

Amela Muratovic,

ÖGB Kommunikation

Tel.: 01 534 44-39262

E-Mail: amela.muratovic@oegb.at

Quelle: APA Ots

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