trendstudien

Geht es nach der mehrheitlichen Bereitschaft der österreichischen Unternehmer, ist eine Integration anerkannter Flüchtlinge in den österreichischen Arbeitsmarkt möglich. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Deloitte Österreich. So können sich zwei Drittel der Befragten die Anstellung von Menschen mit Fluchthintergrund in ihrem Unternehmen grundsätzlich vorstellen.

Key Findings:


  • 68 % der Unternehmen können sich Beschäftigung von Flüchtlingen vorstellen, aber nur 1 % tun dies bereits

  • Integration und Diversität sind Hauptmotivation für Anstellung

  • Unklarheiten und rechtliche Unsicherheiten sind die größten Hemmnisse

  • Deloitte Future Fund ermöglicht Bildung und Schaffung von Arbeitsplätzen für anerkannte Flüchtlinge

Im Zeitraum Juli bis August 2016 haben sich 325 Teilnehmer von österreichischen Unternehmen, vorrangig aus dem mittleren und oberen Management, an der Deloitte Umfrage beteiligt. 43 % der Befragten planen demnächst anerkannte Flüchtlinge in ihrem Unternehmen anzustellen, 25 % würden dies unter anderen Rahmenbedingungen tun. Doch nur rund 1 % beschäftigen Flüchtlinge bereits heute. Um mehr Unternehmen zu einer Anstellung von Menschen mit Fluchthintergrund zu bewegen, ist die verbesserte und nachweisbare Qualifizierung dieser Personen essenziell. Ausreichend gute Deutschkenntnisse sind für die Befragten wichtigste Voraussetzung für eine mögliche Anstellung.

„Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass ein großer Teil der österreichischen Unternehmer einer Beschäftigung von Flüchtlingen gegenüber positiv eingestellt ist – aber das alleine reicht nicht“, betont Gundi Wentner, Partnerin bei Deloitte Österreich. „Die Anstrengungen müssen nun primär auf den Spracherwerb und die Ausbildung von passenden Qualifikationen gelegt werden.“

Unternehmen wollen Integrationsbeitrag leisten

Für 77 % der Teilnehmer liegt der Hauptgrund für eine mögliche Anstellung eines anerkannten Flüchtlings darin, einen Integrationsbeitrag zu leisten. Auch die größere Vielfalt im Unternehmen wird von mehr als der Hälfte der Befragten als positiver Effekt erachtet. Das Auffinden passender Fachkräfte spielt für die meisten Unternehmen in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle.

Unklarheiten und rechtliche Unsicherheiten sind die größten Hemmnisse

Die Unternehmer vertreten eine klare Meinung, was es für eine vermehrte Beschäftigung von Menschen mit Fluchthintergrund braucht: Mehr Transparenz in Bezug auf die Qualifikation der Asylberechtigten (58 %), klarere und einfachere rechtliche sowie regulatorische Rahmenbedingungen (53 %) sowie die einfachere Vermittlung von qualifizierten Personen (46 %).

„Derzeit gibt es noch viel Unsicherheit, gerade in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir brauchen schnelle und einfach zugängliche Beratung für die Unternehmen um Bedenken auszuräumen. Fakt ist, dass anerkannte Flüchtlinge völlig freien Zugang zum Arbeitsmarkt haben – das wissen aber viele Unternehmen nicht“, betont Gundi Wentner.

Deloitte Future Fund schafft Perspektiven

„Die Ermöglichung von Bildung und die Schaffung konkreter Arbeitsplätze sind der Schlüssel zu einer gelungenen Integration“, erklärt dazu Bernhard Gröhs, Managing Partner von Deloitte Österreich. „Daher haben wir den Deloitte Future Fund gegründet, der gerade auf diese Themen fokussiert.“

Der Deloitte Future Fund ist mit einem Budget von einer Million Euro an direkten Geldmitteln sowie Pro Bono Leistungen von 10.000 Arbeitsstunden auf fünf Jahre ausgestattet. Mit konkreten Projekten werden im Rahmen des Deloitte Future Fund Perspektiven für anerkannte Flüchtlinge geschaffen: Bildung, Spracherwerb und Pflichtschulabschlüsse stehen im Mittelpunkt eines Projektes mit der Diakonie Österreich. Auf die Schaffung von Arbeitsplätzen fokussiert wiederum die Start-up Initiative found!, die zusammen mit dem Impact Hub Vienna im Sommer 2016 gegründet wurde.

Quelle: Deloitte Österreich

Trend-Studien

Aussender: Trend-Studien

Unter der Rubrik "Trend-Studien" werden von der Weiterbildungsmarkt.net-Redaktion interessante aktuelle Studien von verschiedenen Aussendern zusammengetragen. Die Meldungen wurden vom jeweiligen Aussender zur Verfügung gestellt. Die Inhaltliche Verantwortung trägt das Unternehmen, von dem die Meldung stammt.

Werbung