trendstudien

  • Spürbarer Anstieg des Frauenanteils in den Führungsebenen geplant

  • Wandel der Unternehmenskultur zentral für nachhaltige Veränderung

Es tut sich etwas in den Führungsetagen deutscher Unternehmen: Sie werden weiblicher und vielfältiger zusammengesetzt sein. Das zeigt  eine gemeinsame Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Personal- und Managementberatung Kienbaum heute veröffentlichen. Die Erhebung liefert ein aussagekräftiges Stimmungsbild darüber, wie Unternehmen die neuen gesetzlichen Verpflichtungen zur Frauenförderung wahrnehmen und umsetzen.

Der Befragung zufolge planen die Unternehmen Erhöhungen der Frauenanteile für ihre Vorstände um 3,2 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent (derzeit 7,7 Prozent), für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands um  4,1 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent (derzeit 14,3 Prozent ) und für die zweite Führungsebene um 3,7 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent (derzeit 18,7 Prozent). Für ihre Aufsichtsräte streben die Unternehmen 23,6 Prozent gegenüber 23,0 Prozent an (+0,6 Prozentpunkte).

„Die Unternehmen verstehen, dass sie das Thema Vielfalt ganzheitlich angehen und vor allem die Unternehmenskultur verändern müssen“, erläutert Anne von Fallois, Director Political Relations bei Kienbaum. „Demografischer Wandel, Digitalisierung und veränderte Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit in der Generation Y lenken die Aufmerksamkeit verstärkt auf qualifizierte Frauen für Führungsfunktionen. Mehr Vielfalt auf den Führungsetagen ist einerseits Ergebnis, anderseits aber auch Voraussetzung eines zeitgemäßen Wandels in der Unternehmenskultur. Daran arbeiten viele Unternehmen, um den eigenen Erfolg in einer veränderten Arbeitswelt zu sichern“, sagt von Fallois weiter.

An der Studie haben 175 Unternehmen teilgenommen. Mit 18 Teilnehmern wurden qualitative Tiefeninterviews geführt. Der Studienbericht  erscheint ein Jahr nach dem Stichtag 30. September 2015, zu dem die Unternehmen erstmals Ziele für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festlegen mussten. In neun Monaten werden sie über die Zielerreichung berichten müssen. Zugleich sind die Unternehmen jetzt aufgefordert, für die nächste Berichtsperiode, die fünf Jahre dauern wird, Ziele zu bilden.

Quelle: Kienbaum.com

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