Besser lernen von zuhause

Jeder kennt das: Man nimmt sich vor, ein paar Stunden am Stück von zuhause zu lernen oder zu arbeiten und schon wimmelt es von Ablenkungen. Das ist gar nicht so verwunderlich. Denn gerade in den eigenen vier Wänden fällt es vielen Menschen schwer, sich zu konzentrieren. Das liegt daran, dass hier die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit miteinander verschwimmen. Aber dagegen kann man etwas tun. Hier sind ein paar Tipps, wie einem die Konzentration zuhause leichter fällt.  

Eine gute Routine

Nichts geht über eine gute Arbeitsroutine, an die man sich auch hält. Für gesteigerte Produktivität plant man anfallende Aufgaben am besten eine Woche im Voraus. Dabei sollte man natürlich realistisch bleiben und sich nicht zu viel vornehmen. Da unser Gehirn zwischen 9:00 und 11:00 Uhr sowie zwischen 16:00 und 18:00 Uhr am aufnahmefähigsten ist, nutzt man diese Zeitfenster am besten für komplexere Aufgaben.

Angemessen kleiden

Wenn man zuhause ist, ist es mehr als verlockend, den ganzen Tag im Pyjama zu verbringen. Eine solche Angewohnheit sendet dem Gehirn jedoch völlig falsche Signale und kann sich auf die Dauer negativ auf das Lernverhalten auswirken. Aus diesem Grund heißt es: Ruhig früh aufstehen, duschen und sich ein angemessenes Outfit für den Tag anziehen. Natürlich sollte die Kleidung trotzdem bequem sein beim Sitzen nicht einengen.

Ruhige Atmosphäre

Für eine gute Konzentration ist eine friedliche und störfreie Umgebung das A und O. Wem kein  abgeschlossener Raum zur Verfügung steht, kann sich Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung anschaffen. Auch sollte der Arbeitsbereich stets aufgeräumt und frei von unnötigen Ablenkungen sein. Laut Studien fördern bestimmte Wandfarben wie Himmelblau, Orange und Gelb die Konzentrationsfähigkeit.

Gesund snacken

Wer zu viele leere Kohlenhydrate und Zucker zu sich nimmt, fühlt sich schnell müde und schwach und kann sich auch nur schlecht konzentrieren. Das liegt daran, dass ungesunde Snacks wie Schokoriegel und Kartoffelchips unseren Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen. Kurz darauf erleben wir jedoch den sogenannten „Zucker-Crash“. Lebensmittel wie Nüsse und Rohkost wirken sich jedoch kaum negativ auf unsere Konzentration aus.

Wasser trinken

Wer zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, leidet schneller unter Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen. Das liegt daran, dass unser Gehirn zum größten Teil aus Wasser besteht. Fehlt dem Körper Wasser, wird das Blut dickflüssiger und die feinen Gefäße im Gehirn werden nicht mehr optimal versorgt. Das Organ erhält nicht ausreichend Sauerstoff und büßt an Leistung ein. Also: Mindestens 2-3 Liter stilles Wasser trinken und schon fällt die Arbeit leichter.

Grüne Zimmerpflanzen

Mittlerweile sind die meisten Großraumbüros mit grünen Zimmerpflanzen ausgestattet. Und dies hat nicht nur einen ästhetischen Grund. Bestimmte Pflanzenarten produzieren während der Photosynthese jede Menge Sauerstoff und reinigen so stickige Räumlichkeiten. Dies führt wiederrum zu einer besseren Konzentration, da unser Organismus mehr Sauerstoff erhält- Auch zuhause kann diese Methode anwenden und seinen Arbeitsplatz mit Chrysantheme und Blattfahnen ausstatten.

Regelmäßige Bewegung

Viele Studien belegen bereits, dass sich das menschliche Gehirn nur eine Stunde am Stück konzentrieren kann. Danach nimmt die Aufmerksamkeit rapide ab und wir können kaum mehr Informationen in unserem Langzeitgedächtnis abspeichern. Hier gibt es jedoch eine einfache Abhilfe: Bereits zehn Minuten Bewegung an der frischen Luft hilft unserem Kopf dabei, „herunterzufahren“, weil sich unser Gehirn auf motorische Abläufe konzentrieren muss. Im Anschluss fühlt man sich erfrischt und kann viel konzentrierter weiterarbeiten.

Musikalische Untermalung

Musikalische Untermalung

Es gibt Menschen, die sich besser konzentrieren können, wenn sie bestimmte Musik hören. Dazu gehören oft sanfte Töne, klassische Musik oder Meditationsmusik ohne Gesang. Der sogenannte Mozart-Effekt basiert auf der Hypothese, dass unser Gehirn nach dem Anhören eines Stückes von Mozart (Sonate D-Dur für zwei Klaviere, KV 448) eine Leistungssteigerung aufweist. Hier muss man jedoch bedenken, dass Menschen unterschiedlich sind und sich manche selbst von klassischer Musik gestört fühlen.

Ausreichend Schlaf

Egal wie gesund man sich ernährt oder wie viel man sich bewegt – fehlt uns an Schlaf, dann fühlt man sich schlapp und kann sich auch nicht auf neue Lerninhalte konzentrieren. Und das hat seinen Grund: In der Nacht erholt sich unser Körper von den Strapazen des Tages und auch unser Gehirn verarbeitet das Erlebte vom Tag. Wer Einschlafprobleme hat, sollte mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen alle elektronischen Geräte ausschalten und zehn Minuten lang meditieren.

Autor: Redaktion

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