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Gemeinsam Veränderungsprozesse gestalten mit Co-Creation

In jeder Organisation stehen regelmäßig Veränderungsprozesse auf der Tagesordnung, nicht erst seit der vielbeschworenen Transformation und Digitalisierung. Und an Ratgebern für Changemanagement und Prozessoptimierungen herrscht kein Mangel. Doch zwischen dem Angebot an Hilfsmitteln und erfolgreich umgesetzten Veränderungsprozessen herrscht eine bemerkenswerte Diskrepanz.

So erreichen, je nachdem, welche Quellen befragt werden, nur etwa 30 Prozent aller Projekte, die sich mit Veränderungen in einem Unternehmen beschäftigen, ihr das Ziel. Ein Satz aus dem Titel „Change durch Co-Creation“ bringt es auf den Punkt: „Dann ist das Vorhaben versandet“. Daran sind Führungskräfte aber nach Einschätzung der als Berater erfahrenen Autoren oft selbst schuld. Denn Werkzeuge und Rezepte aus den einschlägigen Ratgebern versuchen letztlich nichts anderes, als theoretische Modelle der Organisation von außen überzustülpen.

Organisationale Identität oder auch „Mia san mia“

Die große Herausforderung für Führungskräfte und Manager besteht daran, das Denken und Handel der Mitarbeiter und beteiligten Personen nachhaltig zu beeinflussen, um die gewünschte Veränderung innerhalb des Unternehmens zu verankern. Und an dieser Stelle stoßen die Verfasser auf ein, wie sie es nennen, fast schon naives Verständnis dafür, wie Organisationen funktionieren. Es handelt sich nicht um ein technisches System, das festen Regeln folgt. Es gibt eine „organisationale“ Identität eines Unternehmens. Etwas, was die Bayern plakativ als „Mia san mia“ beschreiben. An dieser Stelle müssen Änderungen erfolgen, wenn Veränderungen erfolgreich sein sollen.

Kein Rezeptbuch sondern ein Titel zum Nachdenken und Miteifern

Es wäre mehr als überraschend, wenn die Autoren in ihrem Buch Patentrezepte oder Checklisten geliefert hätten, nachdem Sie in Einleitung deutlich machten, dass es diese nicht gibt. Wer die Kapitel des gut geschriebenen Buches durcharbeitet, wird aber nicht nur seine Organisation besser verstehen und Konzepte für Veränderungsprozesse entwickeln. Er wird als Führungskraft wachsen. Dafür sorgen die vielen guten Tipps für das eigene Handeln, die letztlich dazu beitragen, gemeinsam mit den Beteiligten an Veränderungen zu arbeiten und auf deren Kreativität zu setzen. Gemeinsam analysieren, wo Schwachstellen sind, wie es besser geht und wo Dinge verändert werden müssen.

Management-Journal-Fazit: In diesem Buch dreht es nicht nur darum, neue Produkte zu entwickeln oder die digitale Transformation zu meistern. Die Autoren liefern Führungskräften das Rüstzeug, um gemeinsam mit den Mitarbeitern Veränderungen in ihrer Organisation erfolgreich umzusetzen.

Stephan Lamprecht, management-journal.de

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